TOONTRACK Hip-Hop! EZX

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Hip-Hop ist der Inbegriff der kreativen musikalischen Ausdrucksform, die in ihrer Entwicklung nie stillsteht sondern sich ständig neu erfindet. Von den klassischen Anfangstagen, in denen die funky Grooves der 1970er gesamplet wurden über die Ära der Drumcomputer-Klassiker bis hin zu den heutigen innovativen Verschmelzungen von moderner Studiotechnolgie mit Vintage Klangerzeugern und Effekten war das Hip-Hop Genre stets der erfrischend unkonventionelle Vorreiter, der unsere Musiklandschaft nach und nach entscheidend verändert hat.

Native Instruments startet Native Effects Sonderaktion 50% Preisnachlass!

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Native Instruments hat eine einwöchige Sonderaktion gestartet und bietet Sounddesignern und Musikproduzenten aller Stilrichtungen eine günstige Möglichkeit zur Erweiterung des Klangbearbeitungs-Arsenals. Die Sonderaktion würdigt das Renomee von Native Instruments als führenden Hersteller von softwarebasierten Kreativ- und Studio-Effekten und macht ab sofort bis einschließlich 23. März 2015 alle KOMPLETE-Effekte zum halben Preis verfügbar.

Neues Audiointerface von Steinberg, das UR242 mit DSP Unterstützung

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Steinberg wird in Kürze das UR242 4×2 Audio-Interface auf den Markt bringen, das UR242 ist mit 192 kHz/24-Bit Audioqualität, DSP-Power, Class Compliant Unterstützung für die Verwendung mit dem iPad, MIDI Ein-/Ausgang sowie hochwertigen Wandlern und den bewährten analogen Class-A D-PRE Mikrofonvorverstärkern bestens ausgestattet und wird zudem mit der DAW CUBASE AI geliefert.

Die beiden Neutrik Combo Eingänge des UR242 verfügen über ausgezeichnete Class-A D-PRE Mikrofonvorverstärker mit +48V Phantomspeisung, Peak-Anzeigen, Lautstärkeregler und einen Pad-Schalter für die Dämpfung des Signals. Eingang 1 ist ausgestattet mit einer zuschaltbaren Option für den Anschluss hochohmiger Instrumenten-Signale. Jeweils ein Lautstärkeregler für den Master- und Kopfhörerausgang komplettieren den Funktionsumfang der Vorderseite.

Steinberg GrooveAgent Future Past Perfect: House Music Beats

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Steinberg hat heute Future Past Perfect veröffentlicht, ein neues Expansion Pack aus der wachsenden Produktreihe der VST Sound Instrument Sets für Groove Agent 4 und Groove Agent SE 4.

Entwickelt vom renommierten Produzenten Dean Coleman, umfasst Future Past Perfect 33 elektronische Drum-Kits mit über 500 Sounds, darunter Kicks, Snares, Hi-Hats, Percussions, Stabs und Effekte sowie Hunderte Groove Patterns. Die enthaltenen Production Kits sind perfekt geeignet für die verschiedenen House-Subgenres und stellen eine ideale Ergänzung zu den Sound Libraries von Groove Agent 4 und Groove Agent SE 4 dar.

Neues von Best Service die Voyager Drums

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Best Service Voyager Drums bietet zwei Power Drum Kits, aufgenommen und bearbeitet vom Macher der beliebten “Artist-Drums” und “Artist Grooves”. Der als kräftig und druckvoll bezeichneten Sounds sollen sich ganz besonders zum Einsatz in Pop, Rock, Jazz und Funk Produktionen anbieten. Im Lieferumfang sind zudem 360 MIDI Grooves zum sofortigen Einsatz enthalten.

Toontrack EZKEYS SOUND EXPANSION stark reduziert

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Diesen März bietet Toontrack Expansions für die bei uns bereits ausgiebig getestete Kompositions Software EZKeys mit integrierten sehr realitätsnahen Flügel, Klavier und E-Piano Emulationen (auch als Plugin nutzbar) an.

Ein kleiner Auszug aus unserem EZKeys Testbericht: “Mir passierte das Gleiche wie den meisten an EZKeys interessierten Musikern und Musikproduzenten, der erste Gedankengang war „Nun ja noch nen Piano Plugin, mal hören, wie es klingt“.

Steinberg VST Connect Pro 3 ist ab sofort erhältlich

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Steinberg hat VST Connect Pro 3 veröffentlicht. Das Remote Recording-PlugIn erlaubt die nahtlose Online-Zusammenarbeit unter den Digital Audio Workstations Cubase Pro 8, Nuendo 6.5 und Cubase 7.5. VST Connect Pro ermöglicht die Zusammenarbeit von Produzenten und Künstlern, ganz unabhängig vom Standort. Mehrspuraufnahmen können in professioneller Studioqualität direkt in die Workstation übertragen werden – damit will die Software das Potential bieten, das Teamwork von Musikern und Produzenten über das Internet zu revolutionieren.

Das neue MOTU UltraLite AVB

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Firewire und USB als Anschlussmöglichkeit für professionelle Audio Interfaces werden, insofern ich das richtig deute, in Zukunft nicht mehr der Standard sein, neben dem Thunderbold Audio-Interfaces kommen nun auch vermehrt Geräte auf den Markt, die einfach an die Ethernet Schnittstelle des Computers angeschlossen werden können. So ist es möglich mehrere Kanäle gleichzeitig bei einer hohen Samplerate zu verwenden, das Ganze ist zudem auch noch äußerst praktisch da einfach konfigurierbar.

Das neue MOTU UltraLite der AVB Serie hat 18 Eingänge, 18 Ausgänge und will die besten Wandler in dieser Preisklasse für mobiles Recording zur Verfügung stellen.

Native Instruments Video zur Musikproduktion mit KOMPLETE und MASCHINE

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Native Instruments hat das Performance-Video MASCHINE x KOMPLETE veröffentlicht in diesem Video zeigt der Künstler, Produzent, Komponist, Pianist, Live-Performer und Dozent  (Mannomann schwer beschäftigter Zeigenosse….)  Mark De Clive-Lowe eine Live-Performance mit MASCHINE und KOMPLETE in nur einem Take.

MASCHINE und KOMPLETE bilden gemeinsam ein neuartiges Performance-System, das die kreativen Möglichkeiten beim Produzieren von Musik erheblich erweitert. So sind im Hinblick auf ein intuitives und Tag-basiertes Browsen von Sounds beide Produkt-Libraries auf beiden Komponenten vollständig synchronisiert.

Game Developers Conference Preview von Steinbergs Nuendo 7

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Und ich dachte immer die Cubase User kommen in Turnschuhen und Jeans daher während sich NUENDO Nutzer nur in Anzug und Krawatte an ihren Arbeitsplatz begeben, falsch aber so was von…. NUENDO wird doch wohl tatsachlich als DAW für die Vertonung von Computerspielen eingesetzt, krass, scheint sich ja ganze Menge Geld mit Computerspielen machen zu lassen (wach auf Andreas … hast du die letzten 20 Jahre verpennt???) :-)

Analogue Solutions präsentiert Nyborg-12 Monosynth-Modul

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Aus der britischen Hardware-Schmiede von ANALOGUE SOLUTIONS stammt ein deutlich vom OBERHEIM SEM inspiriertes Klangmodul, welches unter anderem mit einem 12dB-Multimode-Filter aufwartet. Wenngleich der Hersteller offenbar gerne das Wort “retro” verwendet, so sind neben einer tatsächlich retromäßigen, voll-analogen Klangerzeugung auch modernere Geflogenheiten mit an Bord des NYBORG-12, zum Beispiel eine MIDI-Schnittstelle (nebst Ausgabe als Kontrollspannungen).

Nicht die erste Geige – Testbericht Embertone – Blakus Cello

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Testbericht von Klaus Feurich

Nachdem wir uns ja neulich schon mit der Friedlander Violine von Embertone auseinandergesetzt haben (siehe Testbericht), nehmen wir uns diesmal das Cello aus gleichem Hause vor. Wie die „Friedlander Violine“ ist auch das „Blakus Cello“ ein Teil der „Intimate Strings“ Serie. Und so wie auch beim Test der Friedlander Violine stellt sich wiedermal die Frage: womit eigentlich vergleichen?! Das einzige Solo Cello auf dem Markt ist bisher das, ähm…, „Pocket Blakus“ (Cello) des australischen Cellisten und Komponisten Blake („Blakus“) Robinson. Verwirrt?! Nein, nicht nötig. Erklär ich euch gleich ;)

Zunächst: warum eigentlich ein Solo Cello? Braucht man das?

Ja, definitiv. Ich selbst setze, so ich denn auf „klassischen“ Pfaden wandele, gerade das Cello sehr viel lieber als Soloinstrument ein, als zum Beispiel die Violine. Mit seiner „natürlichen“ Traurigkeit und Melancholie und Tonlage lassen sich für meine Ohren immer wieder sehr ansprechende Melodielinien realisieren.

(Beispiel gefällig?! Dann hört mal in meinen Track „Land’s End“ rein. Hier allerdings noch mit dem „Pocket Blakus“ von Robinson selber, da es das „Blakus Cello“ da leider noch nicht gab.)

Haben wir das also schon mal geklärt!

Ok. Jetzt ist das Wort „Blakus“ schon zweimal gefallen. Wie denn jetzt?! Erklär mal!

Na ganz einfach: Ist das „Pocket Blakus“ von Blake Robinson klanglich schon sehr gut (und eigentlich die einzige Konkurrenz), so hat Embertone definitiv den Vogel abgeschossen. Man hat mal eben besagten Blake Robinson engagiert, ihn ans Cello gesetzt, das Ganze ausführlichst gesampelt und dann noch mit den eigenen, absolut genialen Scripten von Embertone bzw. Andreas Lemke kombiniert zum: „Embertone Blakus Cello“!

Was kommt dabei rum?! Wer Embertone kennt, weiß es sicher schon: ein Cello der Extraklasse!

Aber betrachten wir das Ganze mal in seinen Details. Wobei ich mir es erlauben werde, aufgrund der Ähnlichkeit zur Friedlander Violin Library, immer wieder Querverweise bzw. Vergleiche zu eben diesem Testbericht zu verwenden.

Blakus Cello

Das Blakus Cello im Detail

Das Wichtigste kurz vorweg: auch beim “Blakus Cello“ handelt es sich um eine von Native Instruments lizenzierte Library, auch diese Library lässt sich somit wieder im kostenlosen Kontakt Player unbegrenzt verwenden.

Die Library ist entpackt 3 bis 5 GB groß, abhängig davon, ob man die 16-bit oder die 24-bit Variante erworben hat, umfasst ca. 6000 Samples und 14 nki Files. In der Regel sollte die 16-bit Variante reichen.

Die einzelnen Instrumente (nki) stehen sowohl in Stereo als auch in Mono zur Verfügung. Ebenso gibt es wieder LoRAM Varianten, die sowohl Speicher als auch CPU weniger belasten, wie auch wieder spezielle für den Einsatz von TouchOSC vorbereitete Presets.

Systemvoraussetzung ist mindestens ein Mac G5 mit 1,8GHz oder ein Intel Core Duo mit 1,66GHZ mit mindestens MacOS 10.7 bzw. einen PC mit einem Intel Core 2 Duo oder einem AMD Athlon 64×2 mit Windows 7 oder 8 und mindestens 2 GB RAM, sowie eine aktuelle Version (mindestens 5.4) des Kontakt Samplers / Players.

Die Installation

Wie auch schon bei der Friedlander verwendet Embertone hier wieder die eigene Installationsroutine mit dem Continuata Installer. Also einfach den Installer starten, den Download mittels per Email erhaltener Seriennummer aktivieren und dann startet bereits der Download mit anschließendem Entpacken der Installationsarchive. Jetzt einfach noch die Library in das gewünschte Arbeitsverzeichnis schieben, in Kontakt als Library hinzufügen, im NI Service Center aktivieren und die Library steht zur Verfügung.

Einziger Schönheitsfehler: Verschiebt man die Library nach der Aktivierung in ein anderes Verzeichnis, bekommt Kontakt das leider nicht mit und sucht dann die Samples. Das lässt sich leider auch nicht durch vollständiges Entfernen und erneutes Hinzufügen der Library ändern. Hier hilft nur manuell den Pfad erneut festzulegen oder von Kontakt suchen lassen, und das jeweilige nki einmal neu abzuspeichern.

Das Interface

Deja vu“: Der Mainscreen

Ja, dieses Interface hab ich schon mal gesehen. Wer sich schon mit der Friedlander Violine beschäftigt hat, der findet sich auf Anhieb auch hier wieder zurecht. Embertone verwendet beim „Blakus Cello“ genau das gleiche gefällige und informative Interface wie bei eben der Friedlander. Heißt, auch hier stehen wieder die verschiedenen Taster und Schalter für die jeweiligen Spielstile zur Verfügung.

Embertone - Blakus Cello - MainScreen

Embertone – Blakus Cello – Hauptansicht

Es sind jedoch nicht alle von der Friedlander gewohnten Möglichkeiten vorhanden. Am ehesten sieht man dies daran, dass das beim Cello nur ein x/y-Pad für Vibrato zur Verfügung steht. Das Zweite für Strichstärke und Bogenposition steht hier nicht mehr zur Verfügung.

Die Stile „Sustain“, „Staccato“, „Pizz(icato)“ und „Tremolo“ können auch hier wieder über Keyswitches per Tastatur oder die Bedienoberfläche geschaltet werden. Man hat die Wahl, zwischen einer manuell wählbaren permanenten oder temporären Umschaltung sowie einer Velocity abhängigen. Der Grenzwert für die Umschaltung mittels Velocity ist in den Einstellungen konfigurierbar. Unabhängig davon lässt sich zusätzlich Portamento per Velocity steuern.

Auch „Sordino“, also das Spiel mit aufgesetztem Dämpfer ist wieder vorhanden, an zusätzlichen Bogenpositionen diesmal jedoch nur „sul pont(icello)“.

Hinzu kommen die Schalter „Legato / Poly“ und „Solo / Ensemble“, die per Keyswitch oder Oberfläche schaltbar sind.

Neben dem Logo befinden sich jeweils ein Drehregler für den Anteil des nicht weiter einstellbaren Halls sowie ein Schalter für RoundRobin (RR). Bei aktiviertem RR wird bei jedem spielen einer Note ein anderes Sample verwendet.

Unterhalb des Logos wird wieder in einem Infofeld der jeweilige Spielzustand des Embertone eigenen „True Legato“ Scripts dargestellt. Das „True Legato“ Script ist eine Eigenentwicklung von Embertone und wurde das erste Mal bei der Friedlander Violine verwendet. Durch dieses Script werden bei Legato Spielweise nahe beieinanderliegende Noten mit entsprechenden Transienten und Saitengeräuschen sowie einem leichten Portamento verbunden, wie es entsteht, wenn der Musiker mit den Fingern über die Saiten rutscht, statt sie kurz von den Saiten zu nehmen, um sie dann neu zu setzen. Dadurch erhält man ein sehr naturgetreues Klangbild statt vieler einzelner jeweils neu getriggerter Noten. Hierfür ist es dabei nicht notwendig, wie z.T. bei anderen Libraries, irgendwelche Keyswitches zu betätigen. Beim „True Legato“ Script passiert dies, wie der Name sagt, automatisch scriptgesteuert anhand der Spielweise.

Eins ist nicht genug: Der Ensemble Tab

Embertone - Blakus Cello Ensemble Tab

Embertone – Blakus Cello – Ensemble Modus

Wie auch bei unserem Sologeiger schon, so ist natürlich auch beim Cello die Möglichkeit gegeben, mehr als nur ein Cello zur gleichen Zeit erklingen zulassen. Genauer gesagt, bei einer entsprechend kräftigen CPU lassen sich bis zu 8 Celli gleichzeitig intonieren. Und auch hier besteht wieder die Möglichkeit, sowohl die Intonation als auch das Timing so zu beeinflussen, dass der Eindruck entsteht, nicht einfach nur einen geklonten Cellisten zu haben, sondern dass es sich um mehrere Musiker handelt. Oder eben eine Gruppe Anfänger. Außerdem lässt sich die Breite sowie auch die Position des Stereopanoramas einstellen.

Leider erzeugt jedes weitere Cello auch ordentlich CPU Last, sodass es bei schwächeren Systemen durchaus auch zu Audioaussetzern kommen kann. Im Gegensatz zu Ensemblelibraries haben wir es schließlich nicht mit einem Sample mehrerer Celli zu tun, sondern tatsächlich mit mehreren Instanzen eines einzelnen Cellos.

Grundlagen: Die Konfigurationsseite

Embertone - Blakus Cello Configure

Embertone – Blakus Cello – Konfiguration

Auf der Konfigurationsseite verfügt das „Blakus Cello“ über Einstellungsmöglichkeiten, um in das Verhalten des Instrumentes einzugreifen. Hier werden den Klang beeinflussende Faktoren, aber auch Einstellungen für die per Script gesteuerte Spielweise festgelegt. Die Lautstärke der Bogengeräusche aber auch die zufällige Abweichung in der Intonation eines bundlosen Instruments lassen sich regeln. Darüber hinaus sind einzelne Features des Scripts ein- und ausschaltbar.

Insgesamt verfügt das Blakus hier über nicht ganz so viele Möglichkeiten, wie die Friedlander, dies dürfte sich aber im Praxisbetrieb nicht bemerkbar machen. Mir persönlich hat hier zumindest nichts gefehlt.

Für Kontrollfreaks: Die Controllerbelegung

Wenn nicht gerade eins der beiden “TouchOSC“ Instrumente ausgewählt ist, dann finden sich auf der „Control“ seite des Instruments die Zuordnungen der Keyswitches und Midicontroller wieder. Die bekanntermaßen farblich auf dem Kontakt Keyboard dargestellten Keys werden, hier natürlich entsprechend angepasst, wenn diese im Interface geändert werden. Welche Parameter alle eingestellt werden können, brauche ich hier wohl nicht weiter erläutern, ich denke die Grafik ist aussagekräftig genug.

Embertone - Blakus Cello Einstellungen

Embertone – Blakus Cello Parameter

Ist eines der „TouchOSC” Presets gewählt, ist diese Seite nicht bearbeitbar, da die Controller und Keyswitches dann auf das nachfolgend beschriebene Preset für die Controller Software abgestimmt sind.

Was zum Anfassen: TouchOSC Preset

Auch beim „Blakus Cello“ wird wieder ein Layout-Preset für die Midi Controller Software „TouchOSC“ (http://www.hexler.net) mitgeliefert. Man erhält für diese, sowohl für iPad als auch Android erhältliche Software, ein genau auf die Library zugeschnittenes Layout, durch dessen Einsatz sich das gesamte Potenzial der Library eigentlich erst so richtig nutzen lässt.

TouchOSC Blakus Cello

TouchOSC Embertone – Blakus Cello

Im Vergleich mit dem Preset für die Friedlander fällt hier sofort auf, dass die Anzahl der Steuerelemente deutlich geringer ist. Insbesondere fehlt hier das zweite x/y-Pad für die Bogenposition. Stattdessen gibt es jedoch einen “Dynamics”-Regler, mit dem sich die Lautstärke bzw. die Länge der Noten bei Staccato regeln lässt. Einen wirklichen Verlust hat man somit nicht, eher ist es so eher sogar etwas einfacher geworden, die Dynamik zu steuern, als mit 2 Pads.

Edelholz: Der Klang

Es mutet zwar langsam ein wenig komisch an, aber was soll man sagen: Klanglich sind die Libraries von Embertone einfach über jeden Zweifel erhaben. Und natürlich sieht dies auch hier beim „Blakus Cello“ nicht anders aus. Die Länge der verwendeten Samples, die stufenlose Steuerung des Vibratos, sei es per Modwheel oder per TouchOSC, lassen einfach Freude beim Spielen und Hören aufkommen.

Auch die RoundRobin Funktion tut wieder ihr Übriges dazu. Selbst schnell nacheinander gespielte kurze Noten klingen doch jedes Mal minimal unterschiedlich, man hat nie den gefürchteten Maschinengewehreffekt. Die Lautstärke des Bogens bzw. dessen Geräusche lassen sich in der Lautstärke verändern und steuern ebenso ihren Teil zum authentischen Klang dieses Cello dazu.

Im Vergleich mit dem „Pocket Blakus“ haben wir hier jedoch einen wesentlich größeren Oktavumfang zur Verfügung. Somit kann das „Blakus Cello“ auch in höhere Tonregionen vordringen, als es die „Konkurrenz“ kann.

Für die Ohren: Klangbeispiele

Und auch in diesem Test werde ich wieder auf die originalen Klangbeispiele von Embertone zurückgreifen. Das heißt, eigentlich noch besser, lassen wir Blake selber ein paar Takte mit „seinem“ Cello spielen.

Klangbeispiel 1 – Cello Improvisation von Blake Robinson (Blakus)

Klangbeispiel 2 – Bach Suite für Cello (Prelude)

Weitere Beispiele, die den hervorragenden Klang dieser Library wiedergeben, finden sich direkt auf der Produktseite bei Embertone.

Fazit

Ich bleibe dabei: In Sachen Soloinstrumente stellt Embertone für mich mit ihren Libraries derzeit das Nonplusultra dar. War schon die Friedlander wirklich genial, so steht ihr das Blakus in keiner Weise nach. Und das sowohl klanglich als auch in der Nutzung der Möglichkeiten der Kontakt Scriptengine*.

Sicherlich ist das Blakus Cello nicht ganz so ausgefeilt und detailverliebt, wie die Friedlander, aber davon merkt man in klanglicher Hinsicht definitiv nichts. (Zumindest ich nicht.)

Klanglich ist die Library wieder über jeden Zweifel erhaben. Die Abstriche in Sachen Details betreffen hier eher die Bedienoberfläche und die Möglichkeiten zur Konfiguration über die Bedienoberfläche. Aber, ganz im Ernst: z.B. die Position des Bogens ist sicherlich etwas, was natürlich zur vollständigen Virtualisierung eines Streichinstruments dazugehört. Nur, wer greift im Normalfall auf so ein Feature auch wirklich zurück? Von daher fällt das Fehlen hier beim Blakus nicht wirklich auf.

Das Einzige, was mir persönlich beim Blakus fehlt, ist die bei der Friedlander lieb gewonnene Möglichkeit des automatischen Retriggerns von gehaltenen Tasten. Also dass Tasten, die gedrückt bleiben, automatisch nach dem Loslassen aller anderen Tasten erneut gespielt werden. Einmal daran gewöhnt fehlt das hier dann doch ein wenig. Vielleicht kann das ja noch in einem späteren Update nachgeliefert werden.

Ansonsten gilt auch hier wieder: Das einzige Konkurrenzprodukt kommt vom gleichen Cellisten, der die Library eingespielt hat. Wie auch schon beider Friedlander fehlt ein Solocello (und somit eine echte Vergleichsmöglichkeit) bei allen anderen Konkurrenten gänzlich.

Das Einzige, was man immer im Kopf haben sollte: Wie die Friedlander, ist auch das Blakus nur bedingt als Ersatz für eine „echte“ Stringlibrary zu verwenden. Auch nicht im Zusammenspiel mit der Friedlander und der demnächst erscheinenden Bratsche.

Dafür ist es in meinen Augen zu CPU und speicherintensiv und andererseits viel zu sehr als Soloinstrument ausgelegt. Sicherlich lässt sich mit ihm ein kleines Celloensemble oder im Zusammenspiel mit der Friedlander ein kleines Streichquartett klanglich hervorragend darstellen, aber als Ersatz für ein ganzes Orchester oder eine -sektion kann es nicht, und ich denke soll es auch nicht, dienen.

Plus

+ lizenzierte Kontaktlibrary, läuft uneingeschränkt im Kontakt Player

+ stufenloses Vibrato (Geschwindigkeit und Intensität)

+ TouchOSC Preset für nuanciertes Vibrato
(inklusive entsprechendem Layoutpreset für die TouchOSC Software)

+ konkurrenzlos

Minus

- hohe CPU Last bei Verwendung des Ensemblemodus

– (gehaltene Noten müssen neu getriggert werden)

Aussicht

Wie vor Kurzem auf der NAMM angekündigt, wird das Cello nicht der letzte Teil der „Intimate Strings“ Reihe sein. In Kürze wird die Serie um eine Bratsche (Viola) ergänzt werden. Wann genau steht leider noch nicht fest. Die beiden Jungs von Embertone arbeiten derzeit an der Fertigstellung der Skripte.

Und wer weiß, evtl. kommt da ja noch was mehr. Aber das dürfen wir hier leider noch nicht verraten ;)

Bezugsquellen

Die Sample Library „Blakus Cello“ ist ausschließlich über die Webseite des Herstellers Embertone erhältlich.

UVP des Herstellers:

  • 16-bit Version: 120,- US $ / ca. 93,- €
  • 24-bit Version: 125,- US $ / ca. 97,- €

Link zur Herstellerseite:

http://www.embertone.com

* Wer einmal das volle Potenzial der Scriptengine erleben möchte, dem kann ich nur die Arcane Library von Embertone empfehlen. Diese ist kostenlos über die Webseite von Embertone zu beziehen und zeigt, was diese Engine wirklich alles kann, wenn auch vielleicht nicht unbedingt im musikalischen Sinne. Und eine Demo der Friedlander enthält sie auch noch.

Klaus Feurich Über Klaus:
Musiker und Techniker: Keyboards, Gitarre, Sounddesign, Ton- und Studiotechnik, Computertechnik

Testbericht MPowerSynth von MeldaProduction

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Testbericht von Stefan Federspiel

MeldaProduction stach bisher durch ein großes Portfolio von Effekt-Plugins heraus, das einzige andere große Einzel-Produkt war MDrummer, eine virtuelle Drum-Workstation, die zwar nicht so bekannt, aber deutlich unterbewertet ist und bei genauerem Hinschauen einige Extras in der Bedienung bietet, die man sonst so nirgends findet. Hier war bisher schon ein im Verhältnis zu MPowerSynth kleinerer, auf Drumsounds spezialisierter Synthesizer eingebaut.

Neu von Native Instruments: MASCHINE PROSPECT HAZE Expansion

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Native Instruments hat die neue MASCHINE Expansion PROSPEKT HAZE herrausgebracht – diese Expansion steht für entspannte und melodische Grooves des Eastcoast-HipHop der 90er Jahre. PROSPECT HAZE ist ab sofort im NI Online Shop erhältlich und ist für den Einsatz in der MASCHINE 2-Software auf MASCHINE STUDIO, MASCHINE oder MASCHINE MIKRO entwickelt. Zudem ist eine kompakte Version für iMASCHINE als In-App-Purchase über den Apple App Store verfügbar.

Harte Ware von ARTURA

ARTURIA AUDIOFUSE

ARTURIA scheint sich allmählich abseits vom eigentlichen Kerngeschäft mit virtuellen Klangerzeugern ein immer größer werdenes zweites Standbein mit der Produktion von ordentlicher Musik-Hardware anzulegen. Für das zweite Quartal 2015 werden wieder zwei neue Gerätschaften erwartet. Zum bereits seit einiger Zeit angekündigten, bisher aber nur recht nebulös umschriebenem ersten Audio-Interface der Firma gibt es nun endlich handfeste Fakten.

WALDORF präsentiert Neuigkeiten

WALDORF: NW1 Wavetable Module fürs Eurorack

Aus WALDORFs Synth-Kochstudio gibt es Neuigkeiten zu vermelden. Zunächst seien hier zwei Portierungen bereits bekannter Software-Insrumente genannt. Während der iOS-Wavetable-Synthesizer NAVE, der nun demnächst auch in einer eigenen Version für Mac und PC erhältlich ist.

NAMM 2015: KORG erweckt den ARP Odyssey wieder zum Leben!

Korg-ARP-ODYSSEY-Rev3-AB

Einen absoluten MegaKracher hat der bekannte, innovative und erfahrene Synthesizer-Hersteller KORG auf der NAMM 2015 geliefert, eine Neuauflage des legendären ARP Odyssey (ich durfte auch mal einen spielen, long time ago), dabei ist ganz besonders hervorzuheben, dass es den ARP Odyssey von Korg auch in verschiedenen Farbvarianten (angelehnt an die Modelle aus den Siebzigern) allerdings nur in limitierten Auflagen geben wird. Also analog zu den Modellvarianten Mark 1 bis Mark 3 heißen die KORG Arp Synthesizer nun Rev 1 bis Rev 3.

DENON PRO erweitert die Monitorserie, neue Modelle: “DN-306SA, DN-308SA, DN-506SA und DN-508SA”

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Nach Bekanntgabe des neuen DN-304SAM Monitors auf der CES stellt Denon Professional zur NAMM2015 vier weitere Lautsprecher für Konferenzräume und Multimedia-Arbeitsplätze vor. DN-306SA und DN-308SA sind als aktive 2-Wege Monitore ausgeführt, DN-506SA und DN-508SA jeweils als koaxialer 3-Wege Aktivmonitor. Der Bi-Amp Verstärker der 2-Wege Systeme erzeugt 100 Watt (DN-306SA), respektive 130 Watt Ausgangsleistung (DN-308SA). Ausgestattet mit einem 1,25“ Seidenhochtöner und einem 6“, bzw. 8“ Kevlar-Tieftöner decken beide Lautsprecher ein weites Frequenzspektrum ab.