Das beschauliche Städtchen Bad Oeynhausen dürfte wohl in erster Linie Herzpatienten und Kurgästen ein Begriff sein. Dass dort aber auch höchst interessante und dabei qualitativ hochwertige VST-Plugins entstehen, scheint sich noch nicht überall herumgesprochen zu haben.
Die Rede ist von einer kleinen Manufaktur namens WOK, und dieser Name hat nichts mit den gleichlautenden Pfannen zu tun, die man üblicherweise in der asiatischen Küche oder auf Rodelbahnen antrifft, sondern leitet sich vom Realnamen des Entwicklers ab, nämlich Wolfgang Krumme.
Eben dieser Wolfgang Krumme hat uns bereits in der Vergangenheit immer wieder mit ebenso ungewöhnlichen wie eigenständigen VST-Plugins überrascht, die abseits vom üblichen Mainstream agieren, genannt seien an dieser Stelle etwa die coolen „BLIP“-Matrixsequencer, aber auch allerlei schräge Klangerzeuger und „vintage-like“ Effekte.
Und jedes Mal, wenn ich mich auf der Webseite von WOK umsehe oder mir seine Plugins anschaue, dann habe ich von Wolfgang Krumme die Fantasie im Kopf, dass es sich bei ihm um einen alten, bärtigen Tüftler handelt, der in einem obskuren Labor seine Plugins noch in Handarbeit mit dem Lötkolben zusammenbrutzelt…
Dies entspringt natürlich alles nur den irrationalen Projektionen meiner nicht unwesentlich durch alte Sci-Fi-Filme geprägten Vorstellungskraft, denn ich kenne Wolfgang weder persönlich, noch habe ich jemals ein Foto von ihm gesehen! Möge er mir dies also nachsehen…
Zwar nicht mehr ganz taufrisch, dafür aber umso interessanter, erreicht uns nun zum Test ein Synthesizer-Plugin von WOK, das sich der Emulation eines alten analogen Klassikers verschrieben hat, nämlich des Oberheim SEM. WOKs Kreation hört deshalb auch nicht von ungefähr auf den recht ähnlichen Namen „SAM“, hat gegenüber der Original-Hardware allerdings noch ein paar Gadgets mehr an Bord. (weiterlesen …)