Service-Update für Melodyne editor, assistant und essential auf Version 1.2.1

Celemony Software GmbH gibt bekannt, dass für Melodyne editor, assistant und essential ein kostenloses Service-Update auf Version 1.2.1 bereitsteht.  Celemony empfiehlt das Update allen Anwendern. Es kann über die Funktion „Auf Update prüfen“ in den Voreinstellungen von Melodyne geladen werden.

Das Update enthält verschiedene Bugfixes und kleinere Verbesserungen, die Stabilität und Zuverlässigkeit erhöhen. Betroffen sind unter anderem das mehrfache Widerrufen, das Bearbeiten von Blobs, der Umgang mit variablem Tempo in der DAW und die Einbindung in Pro Tools und Nuendo.

Verbesserungen und Fehlerbeseitigungen:

  • Stumme Blobs nach Cmd-Taste Ein Bug wurde beseitigt, der einen Blob verstummen ließ, wenn man eine bestimmte Reihenfolge von Editierschritten mit der Cmd-Taste ausübte. In solchen Fällen sah und hörte man den Blob zwar während der Bearbeitung mit dem Tonhöhenwerkzeug. Beim Abspielen der Passage blieb der Blob jedoch unhörbar, als sei er stumm geschaltet.
  • Blobs blieben gelegentlich stumm Ein Bug wurde beseitigt, der manchmal Blobs nicht korrekt abspielte. Die Blobs sahen zwar normal aus, blieben jedoch unhörbar, als seien sie stumm geschaltet.
  • Verlorene Edits nach Teilen eines Blobs Alle Bearbeitungsschritte bleiben nun erhalten, wenn man einen Blob in zwei Hälften schneidet.
  • Viele Undo-Schritte Ein Bug wurde beseitigt, der zu einem Absturz führen konnte, wenn man eine lange Reihe von Editierungen rückgängig gemacht hatte.
  • Aufheben von Tonhöhen- und Amplituden-Übergängen Die Dauer eines Notenübergangs, der mit dem Tonhöhen- oder Amplitudenwerkzeug bearbeitet wurde, kann nun korrekt zurückgesetzt werden.
  • Variables Tempo in der DAW Ein Bug wurde beseitigt, der zu falschen Ergebnissen beim Erlernen des variablen Songtempos führen konnte. Soll ein Tempo gelernt werden (über das Kettensymbol neben dem Tempofeld), muss nach wie vor die gesamte Passage in Ihrer DAW abgespielt werden, aber die Synchronisation funktioniert nun auch bei komplexen Tempo-Maps Ihrer DAW korrekt.
  • Lautstärkespitzen beim Loopen Ein Bug wurde beseitigt, der die Lautstärke in Melodyne für einen kurzen Moment anhob, wenn das Playback der DAW vom Ende eines Cycles (Loops) auf den Anfang zurücksprang.
  • Gespeicherte Fenstergröße passt nicht auf den Bildschirm Wenn für das Plugin auf einem Computer mit großem Bildschirm eine große Fenstergröße gewählt wurde und dann die Session gespeichertwurde um sie auf einem kleineren Computer (zum Beispiel einem 15″-Laptop) zu öffnen, passte das Plugin-Fenster nicht auf den Bildschirm. Teile des Fensters (inklusive der Anfasser zum Verändern der Größe) waren außer Reichweite. Nun passt sich die Plugin-Größe automatisch der neuen Bildschirmgröße an.
  • Navigation in den Skalen-Untermenüs Die gewählte Skala (Moll, Dur etc.) ist nun auf derselben Höhe wie der gewählte Grundton, was die Navigation bequemer macht.
  • [Pro Tools] Ziehen einer Region über das Plugin Ein Bug wurde beseitigt, der zum Absturz führen konnte, wenn man eine PT-Region über (bzw. „hinter“) das Melodyne-Fenster zog.
  • [Pro Tools] Sonderzeichen im Projektpfad Ein Bug wurde beseitigt, der Melodyne eine doppelte Session-Architektur anlegen ließ, wenn das Projekt mit gewissen (Nicht-ASCII)-Zeichen benannt wurde.
  • [Nuendo] Crash durch Hilfe-Menü Ein Bug wurde beseitigt, der Nuendo nach dem Anwählen verschiedener Optionen im Hilfe-Menü zum Absturz brachte.
  • [Standalone] Auswahl eines Aufnahmeordners In den Voreinstellungen > Audio > Aufnahmeordner kann nun wieder festgeleget werden, wo das in der Standalone-Version der Melodyne-singletrack-Familie aufgenommene Audio gespeichert wird. (Dies war bereits in früheren Versionen möglich, funktionierte aber in der Version 1.2.0 nicht mehr.)
  • [Standalone] Crash beim Speichern nach Bearbeitung der Notenerkennung Bestimmte Schritte im Notenzuweisungsmodus brachten Melodyne beim Speichern zum Absturz.
Melodyne-Update-check
Melodyne Update Check

Bekannte Fehler und ihre Lösungen:

Puffergröße

Dies ist kein Bug, aber bedarf wahrscheinlich einer Erklärung: Melodyne editor, assistant und essential arbeiten bevorzugt mit einem großen Audiopuffer. Wir empfehlen die I/O-Puffergröße auf 1.024 Samples zu setzen. Kleinere Werte führen zu einer deutlich höheren CPU-Last.

Sollte eine kleinere Puffergröße benötigt werden, zum Beispiel für einen Kopfhörer-Mix der direkt im Computer vorgenommen wird und nicht über einen externen Channelstrip oder Mixer, dann sollten alle Melodyne-Instanzen während der Aufnahme auf Bypass geschaltet sein. Melodyne sollte erst dann wieder eingeschaltet werden, wenn  Spuren editiert werden sollen.

Strategien zur effektiven RAM-Nutzung

Wenn Melodyne im 64-Bit-Modus betrieben wird, dürften keine Probleme mit dem Arbeitsspeicher auftreten. In 32-Bit sollten  jedoch einige Dinge bedacht werden:

Der RAM-Bedarf von Melodyne editor, Melodyne assistant und Melodyne essential hängt von der Art der bearbeiteten Audiodateien ab. Bei melodischem oder rhythmischem Material ist festzustellen, dass die genannten Editionen sogar weniger RAM als beispielsweise Melodyne plugin benötigen. Bei mehrstimmigem Material in Melodyne editor kann der RAM-Bedarf jedoch höher sein – dies hängt vom musikalischen Inhalt des Materials ab und kann deswegen nicht in einer MB-pro-Minute-Kalkulation ausgedrückt werden.

Wenn auf dem verwendeten System RAM-Knappheit festgestellwerden sollte, gibt es jedoch ein paar Strategien, um den RAM-Bedarf zu senken. Während und kurz nach einem Transfer ist der RAM-Bedarf deutlich höher ist als eine Weile danach. Das Ausführen mehrerer gleichzeitiger Transfers erhöht den RAM-Bedarf temporär also sehr stark. Dies ist vermeidbar, indem die Spuren eine nach der anderen transferiert werden.

Oft ist es nicht nötig, eine Spur von ihrem Beginn bis zu ihrem Ende zu transferieren. Es ist deutlich effizienter, immer nur den Abschnitt zu transferieren, der aktuell bearbeiten werden soll. Auch wenn auf diese Weise am Ende dennoch die ganze Spur transferiert wurde, werden dabei geringere Lastspitzen hinsichtlich des RAM-Bedarfs auftreten. Die Faustregel bei RAM-Knappheit lautet also: Abschnitt für Abschnitt und Spur für Spur transferieren statt alles auf ein Mal.

Ein letzter Tipp zum Senken des RAM-Bedarfs: Verschiedene Hosts haben nur deswegen einen wachsenden RAM-Bedarf, weil Sie über Stunden verwendet werden. Es kann darum hilfreich sein, das Projekt gelegentlich zu sichern, den Host zu beenden und erneut zu starten.

Weitere Informationen: www.celemony.com

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