GEZ und GEMA, Freund oder Feind des Musikers?

Momentan ist mal wieder schwer was los in der Presse, es geht um die GEMA, welche den Clubbetreibern mit einem neuen Tarifmodell das Leben schwermachen will. Hier geht es um Kostensteigerungen für die Betreiber der Clubs von bis zu 3.000 Prozent, was natürlich kein unerheblicher Batzen ist.

Die GEMA welche jährlich ca. 850 Millionen Euro einnimmt und davon ca. 85% an ihre Mitglieder wieder ausschüttet – wobei es hier einen Riesenunterschied zwischen ordentlichen und angeschlossenen sowie außerordentlichen Mitgliedern gibt, aber dazu später – setzt kleine Clubbetreiber mit wenig Tagesumsatz mit großen Clubbetreibern mit reichlich Tagesumsatz gleich, was zur Folge haben dürfte, dass viele kleine Clubs, entweder auf die Beschallung mit Musik verzichten oder den Bach runtergehen.

Heftig ist auch das Modell der GEMA das genau wie das Modell der GEZ (Gebühreneinzugszentrale) einfach schon mal voraussetzt das die Musik, die gespielt, aufgelegt oder live performt wird, einer GEMA Lizenz unterliegt, egal ob das freie Musik ist oder ob Ihr das selbst komponiert habt. Die GEZ geht ja auch davon aus das jeder Zugang zu den öffentlich rechtlichen Fernseh- und Radioprogrammen hat und diese auch konsumiert und verlangt dafür von jedem einen satten Pauschalbetrag.

Wer hier etwas weiterdenkt, könnte auf die Idee kommen das es sich hier um organisiertes Ver- (ich muss gleich brechen) handelt, was glaubt ihr wohl, warum die Fernsehprogramme der öffentlich rechtlichen auch vom Satelliten aus empfangbar sind? Genau so kann keiner behaupten er hätte keine Antenne mehr und empfange nur die Sender, die er wirklich sehen will, das ist zwar meistens auch viel Vollschrott und Hirnweichmacher aber immerhin haben die privaten hier und da ein paar aktuelle Filmchen zu bieten. Auch die Präsenz im Internet der öffentlich rechtlichen ist nur darauf ausgelegt uns das Geld aus der Tasche zu ziehen und das Ganze ist auch noch staatlich abgesegnet.

Zurück zur GEMA, die schluckt von den ca. 825.5 Millionen an Einnahmen (2011) satte 123,2 Millionen für eigene Zwecke, am Hungertuch nagen wird sicherlich auch nicht der enorm aufgeblasene Apparat, der GEZ. Wir werden doppelt und dreifach abkassiert und das nur für ein Grundbedürfnis des Menschen, Musik zu hören und Musik zu produzieren. Man mag sich vorstellen, dass für jeden CD- oder DVD-Rohling Abgaben an die GEMA gezahlt werden, von jedem Bier oder von jedem anderen Getränk, das Ihr in einem Club oder in einer Kneipe sowie auf einem Konzert einnehmt, auch.

Das Schlimmste dabei ist das bei den Ausschüttungen der GEMA nur derjenige viel erhält, der auch viel verkauft, dies schließt also vor allem erst einmal die Newcomer und besonders die NICHT MAINSTREAM-Produzenten vom erwarteten und meist hart erarbeiteten Geldsegen aus. Man beachte, dass es in der GEMA gerade einmal 3.400 „ordentliche“ Mitglieder gibt, der Rest sind die außerordentlichen und die angeschlossenen Mitglieder. Verteilt wird hauptsächlich an die ordentlichen Mitglieder und die machen gerade einmal 5% der Gesamtmitglieder in der GEMA aus. Um ein „ordentliches“ Mitglied der GEMA zu werden, muss man innerhalb von fünf Jahren ein Jahresaufkommen von mindestens 30.000 Euro haben. Das schaffen die restlichen 95% wohl leider nicht.

Hier ist ein Video das die Ungerechtigkeiten näher erläutert:

Unser Anliegen ist, dass die GEMA wie auch die GEZ in ihrer jetzigen Form abgeschafft werden sollte um sie durch eine faire und musikerfreundlichere Organisation zum einen und zum anderen durch überhaupt gar nichts mehr zu ersetzen. Wer schaut sich denn eigentlich noch ARD und ZDF an? OK, Arte, 3Sat und die Dritten sind informativ, aber das ist das Internet auch, und da bestimmen wir was wir sehen wollen, aber das nur mal so am Rande.

Weitere Infos zum Thema findet Ihr hier:

 

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