Wolfgang Krumme hebt WOKWAVE aus der Taufe

Vielen unserer werten Leser dürfte Wolfgang Krumme alias WOK ein Begriff sein. Der gute Mann hat in der zurückliegenden Dekade mehrere Dutzend VST-Plugins veröffentlicht, ein Großteil davon war als Freeware erhältlich, und die Handvoll an kostenplichtigen Vertretern war trotz teilweise recht hoher Qualität eher im Low-Cost-Bereich angesiedelt.

Insbesondere die Vielfalt des WOKschen Angebots war beeindruckend, neben diversen Sequenzern, Tools und Effekten befinden sich auch ein paar gut klingende Synthesizer darunter.

Wolfgang Krumme hat sich dabei meistens weniger um den Massenmarkt geschert, als vielmehr interessante Nischenprodukte hervorgezaubert, die man in dieser Art anderswo nicht finden konnte.Natürlich war nicht jedes Plugin von WOK immer gleich ein absoluter Überknaller (bei welchem Hersteller ist dies auch schon der Fall…?), dennoch fanden sich in seinem Portfolio überraschend viele mindestens brauchbare Kanditaten, und einige davon sind für meinen Geschmack sogar ausgezeichnet. Hier findet Ihr unsere Vorstellungen einiger der Plugins inklusive eines Testberichts zum SAM (einer Emulation des OBERHEIM SEM): https://www.buenasideas.de/?s=wok

Wie einige andere Einzelkämpfer unter den Plugin-Entwicklern auch, hat Wolfgang Krumme nie so ganz die Aufmerksamkeit erlangt, die seine Kreationen eigentlich verdient hätten (TubeOhm ist ebenfalls so ein Kanditat…), und mit den verkauften Exemplaren seiner kommerziellen Plugins dürfte er sicherlich auch niemals eine fette Villa samt Sportwagen-Fuhrpark finanziert haben…

Das mag einerseits daran liegen, dass WOK nun mal eben nicht das Werbebudget etwa von STEINBERG, NATIVE INSTRUMENTS oder ARTURIA zur Verfügung stand, anderseits zeichnet sich bei der von WOK verwendeten (und ebenfalls von einem Einzelkämpfer erschaffenen…) Plugin-Entwicklungsumgebung SynthEdit leider inzwischen zunehmend eine Obsoleszens ab (keine 64-Bit-Unterstützung, kein OSX und diverse weitere Schwachstellen, die wohl kaum mehr vom Entwickler behoben werden dürften, schade eigentlich!). Und die illegalen Downloads von kommerziellen WOK-Plugins auf den üblichen Warez-Portalen werden sicherlich auch nicht zu stabileren Einkünften bei Wolfgang Krumme geführt haben…

WOKWAVE
WOKWAVE

Die neue Website heisst nun WOKWAVE (WOKs alte Domain mit der umständlichen URL hatte damals auch nicht unbedingt einen marketingtauglichen Mehrwert…). Zwar gibt es hier nach wie vor keine Neuentwicklungen zu bewundern, aber dafür endlich wieder Zugriff auf das komplette WOKsche Werk. Während die Freeware-Plugins hübsch kategorisiert in moderat großen Paketen weiterhin gratis angefordert werden können, sind die ehemaligen kommerziellen Plugins nun als Donationware gegen eine Spende an WOK verfügbar. Eine Spende beginnt dabei ab 10,- Euro (der SAM etwa war früher deutlich teurer), großzügige Menschen können aber gerne auch bis zu 100,- Euronen in diversen Betragsschritten locker machen.

Nach Eingabe einer gültigen Email-Adresse erhält man kurze Zeit später eine automatisierte Antwort mit dem Download-Code des jeweiligen Paketes dorthin geschickt, man kann dabei auch mehrere oder gleich alle Pakete in einem Rutsch bestellen (was man nicht wirklich braucht, sollte man auch nicht ziehen, denn wozu unnötigen Traffic erzeugen…?)! Der Download einzelner Plugins ist übrigens nicht vorgesehen. WOK weist lediglich darauf hin, dass man die Freeware-Pakete und die Donationware-Pakete getrennt voneinander bestellen möge.

Und hier geht’s zu Wolfgang Krummes neuer Website: http://www.wokwave.com/

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