Obsession von Synapse Audio

Mit Obsession stellt Synapse Audio die dritte Emulation eines Oberheim OB-Xa in diesem Jahr vor, nach Arturia mit ihrem OB-Xa V und IK Multimedia mit OXa. Das ist wohl Zufall, liegt aber auch daran, dass der OB-Xa einer der beliebtesten Polysynths der 80-er Jahre war und eine dankbare Vorlage für eine Neuauflage in virtueller Form darstellt. 

UI Obsession von Synapse Audio
UI Obsession von Synapse Audio

Auch wenn die Oberfläche von Obsession ziemlich anders aussieht, als die des Arturia OB-Xa V, die viel näher am Original ist – hier spielt wohl eine Lizenzierung eine Rolle, so ist die Organisation klar die des Hardware-Vorbilds und bei den Modifizierungen ist Synapse Audio konservativer als Arturia mit dem erweiterten LFO, 16 Stimmen und Function Generators beim OB-Xa V. Der Obsession verfügt über einen Step-Arpeggiator auf der “Rückseite”, aber nur über die originalen acht Stimmen, was bei den heutigen Prozessorkapazitäten keinen nachvollziehbaren Grund hat. Korrektur von Perry Staltic: OBSESSION verfügt in der Tat über bis zu 16 Stimmen, dies lässt sich bei Bedarf mittels Menüpunkt einstellen!

Wenn auch die Oberfläche nicht völlig nebensächlich ist und zumindest bei der Bedienbarkeit des Obsessions hier nichts kritisch ist, so ist doch der Klang das Wichtigste. Mittlerweile gibt es einige Preset-Demos und hier lässt Obsession nichts anbrennen, das klingt sehr satt, warm und voll analog und fängt den Klangcharakter des Vorbilds zweifellos sehr gut ein. Das ist nach diesen ersten Höreindrücken eine Emulation auf Augenhöhe mit denen von u-he.

Die Stimmen aus den Foren sind überwiegend begeistert und fast alle stimmen darin überein, dass der Klang besser und authentischer ist, als der des Plugins von Arturia. Synapse Audio hat mit The Legend schon bewiesen, dass sie Emulationen von Vintage-Synthesizern auf höchstem Niveau programmieren können, Obsession steht dem offenbar in nichts nach. Ich vermute, dass das unter anderem daran liegt, dass bei Obsession sehr darauf geachtet wurde, dass die einzelnen Stimmen sich unterscheiden und lebendig in ihrer Stimmung leicht driften. Es gibt sogar eine Funktion, die das auf Rechtsklick hin automatisch und jedesmal etwas anders macht.
An älteren Emulationen des Oberheim-Synths gibt es noch den OB-Xd, eine Freeware, deren Pflege DiscoDSP übernommen hat und den in der Community hoch angesehenen OP-X Pro von Sonicprojects, der allerdings den Vorgänger des OB-Xa nachbaut. 

Ein Soundbeispiel von Synth Anatomy: 

Obsession ist ein Synth für schöne Flächen und volle Leads, sowie grollende Bässe, durch die FM-Modulation des einen Oszillators durch den anderen kommen auch metallische und schräge Varianten dazu, da jedoch das Filter nicht zur Selbstoszillation fähig ist, bleiben richtig rotzige, kreischende Filterfahrten anderen Synths vorbehalten. Mit diesem Synth erweitert Synapse Audio die Auswahl an OB-Xa-Klonen signifikant mit einem starken Statement, das gewiss nicht überflüssig ist. 

Produktseite Obsession von Synapse Audio: 

https://www.synapse-audio.com/obsession.html

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