CHERRY AUDIO präsentiert DREAMSYNTH

Dass CHERRY AUDIO mal wieder ein neues Synthesizer-Plugin am Start hat, mag nun nicht sonderlich verwundern, auch wenn dies gerade mal drei Wochen nach Veröffentlichung des Effekt-Bundles RACKMODE SIGNAL PROCESSORS geschieht. Dass es sich bei DREAMSYNTH jedoch nicht etwa um eine weitere Emulation handelt, sondern vielmehr um eine eigenständige Entwicklung, ist durchaus eine Überraschung angesichts des bisherigen Portfolios der Kalifornier.

CHERRY AUDIO DREAMSYNTH
CHERRY AUDIO DREAMSYNTH

Dabei nimmt das Plugin aber dennoch Bezug auf die heutzutage gerne verklärten 1980er, denn CHERRY AUDIO sieht DREAMSYNTH in der Tradition von Synthesizern wie den ENSONIQ ESQ-1, der K-Serie von KAWAI oder den SEQUENTIAL CIRCUITS PROPHET VS, also Instrumenten, die über eine hybride Klangerzeugung mit digitalen Wellenformen und analogen Filtern verfügten (im Falle von KAWAI trifft dies eigentlich nur auf den K3 zu, denn der K5 war rein additiv und der K1 besaß keine Filter…). Auch der KEYTEK CTS-2000, KORGs DW-Serie oder die PPG-Synthesizer lassen sich in diese Kategorie einordnen.

Der maximal sechzehnstimmig polyphone DREAMSYNTH bietet drei Oszillatoren, die jeweils zwei Wellenformen gleichzeitig wiederzugeben vermögen, und zwar sowohl virtuell-analoge Standardwellen als auch verschiedene Arten von PCM-Samples (ein Vorrat von 430 derartigen Wellenformen befindet sich an Board von DREAMSYNTH).

Zur Klangformung stehen unter anderem ein 12 dB-Multimode-Filter nach Art der OBERHEIM-Synthies, drei LFOs sowie ein einfach zu bedienendes Modulationssystem mit zwanzig Quellen und vierzig Zielen bereit.

Eine umfangreiche Effekt-Abteilung und ein Arpeggiator gehören ebenfalls zur Ausrüstung, und wer über einen MPE-fähigen Controller verfügt, der kann diesen gewinnbringend zur Steuerung des DREAMSYNTH einsetzen.

Als Bonus gibt es noch eine separate String-Sektion, die sich einzeln oder gemeinsam mit dem Synthesizerteil spielen lässt (via Split oder Layer).

DREAMSYNTH ist den den Plugin-Formaten VST2, VST3, AAX und AU erhältlich, eine Standalone-Variante existiert ebenfalls. Die Demo-Version lässt sich 30 Tage lang testen.

CHERRY AUDIO bietet DREAMSYNTH zum Einführungspreis von 39,- US-Dollar an, der virtuell-reguläre Verkaufspreis wird mit 59,- USD beziffert.

Produktwebseite: https://cherryaudio.com/products/dreamsynth

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