Mit der Veröffentlichung von Cubase 15 stellt Steinberg die neueste Generation seiner DAW-Software vor – mit dem Anspruch, den Referenzstandard für Musikproduktions-Software neu zu definieren. Die Version bietet „frische Features für einzigartige Klangerzeugung und -gestaltung, eine verbesserte Steuerung, mehr Benutzerfreundlichkeit“ und richtet sich vom Einsteiger bis zum erfahrenen Top-Produzenten gleichermaßen.
Bereits die Vorgängerversionen von Cubase gelten als etablierte Tools im Bereich Recording, Editing und Mixing.
Mit Cubase 15 gehen Steinberg und die Community nun noch einen Schritt weiter.
Im Folgenden wird das Update im Detail beleuchtet: neue Features, Workflow-Optimierungen, Erweiterungen bei Instrumenten und Plug-Ins, Preis und Verfügbarkeit – sowie Bedeutung und Ausblick.
Versionen & Ausrichtung
Cubase 15 erscheint in drei Editionen: Pro, Artist und Elements. Damit richtet sich Steinberg an ein breites Spektrum von Musikschaffenden – vom begeisterten Einsteiger bis zum Hollywood-Komponisten oder Top-100-Produzenten. Der gesamte Produktionsablauf eines Tracks soll sich abbilden lassen, unabhängig vom Genre, Erfahrungshorizont und Budget.
Mit dieser Strategie setzt Cubase 15 auf Flexibilität:
- Cubase Pro richtet sich an höchste Ansprüche mit vollständigem Feature-Set.
- Cubase Artist bietet viele Kernfunktionen zu einem mittleren Preis-/Leistungssegment.
- Cubase Elements richtet sich an Einsteiger mit solide ausgestatteter Basis.
Damit adressiert Steinberg gezielt unterschiedliche Zielgruppen – und schafft zugleich eine klare Upgrade-Möglichkeit innerhalb der Produktlinie.
Neue Features für ein Mehr an Kreativität
Ein Schwerpunkt von Cubase 15 liegt auf der Erweiterung kreativer Möglichkeiten – insbesondere in den Bereichen Artikulation, Pattern-Sequencing, Modulatoren und Chord-Pads.
Expression Maps & Artikulation
Das überarbeitete Expression-Maps-System soll eine „komplett neue Generation der Artikulation“ bieten. Die Integration in den Key-Editor und Score-Editor wurde tiefgreifend optimiert – Steuerung und Setup sind vereinfachter. Eine Attack-Kompensation sorgt dabei für eine noch realistischere Performance von VST-Instrumenten.
Damit sollen insbesondere Orchester- bzw. Filmmusik-Produzenten oder jede Produktion mit ausgefeilten Artikulationen von einem stärkeren Tool-Set profitieren.
Pattern Editor mit Pattern-Sequenzer
Auch der Pattern-Editor wurde deutlich aufgewertet: Mit dem neuen Pattern-Sequenzer lassen sich melodische Patterns – sowohl im monofonen als auch im polyfonen Modus – realisieren. Features wie Step-Input, Custom-Scales, Shape-Generatoren und ein umfassender Randomizer stehen zur Verfügung. Zusätzlich liefert Steinberg neue Pattern-Bank-Presets mit Basslines, Leads, Akkorden und Arpeggios, die auf den neuen melodischen Modi basieren.
Diese Erweiterung soll insbesondere Produzenten elektronischer Musik, Beats und Sequenzen ansprechen – und kreatives Terrain über traditionelle lineare Spuren hinaus liefern.
Neue Modulatoren
Mit Cubase 15 wurden die bereits mit Version 14 eingeführten innovativen Modulatoren um insgesamt sechs neue Module ergänzt, darunter Random Generator, Sample & Hold und Wavefold LFO. Diese Erweiterung des Sound-Design-Toolkits bietet neue Möglichkeiten, musikalische Ideen umzusetzen – insbesondere bei experimentellen oder elektronisch geprägten Produktionen.
Chord-Pad-Presets
Zur schnellen Inspiration wurden 30 brandneue Chord-Pad-Presets integriert – darunter spielfertige Voicings für Jazz, Soul, Pop und Indie. Damit unterstützt Cubase 15 den kreativen Einstieg und hilft, „blockierte“ Ideenflüsse zu überwinden.
Smarterer Workflow und Benutzerfreundlichkeit
Neben kreativen Tools investiert Cubase 15 deutlich in Workflow-Optimierung und Benutzerfreundlichkeit. So ermöglichen etwa die Schnell-Export-Optionen, Audio schneller denn je zu rendern – inklusive Bounces oder Vorschauen mitten in der Session. Das soll Zeit sparen und die Flexibilität im Produktionsprozess verbessern.
Anwendungsfreundliches UI und Hub
Der neu gestaltete Hub erleichtert den Projektstart: Mit anpassbaren Bereichen, Audio-Setup, Projektvorschau sowie leistungsstarken Such- und Filtertools soll der Einstieg ins Projekt schneller und strukturierter werden. Zudem lässt sich das Projekt-File-Format nun über verschiedene Versionen von Cubase, Cubasis und weiteren DAWs hinweg teilen, ohne Struktur-Verlust.
Automatisierung, Track-Layout und Anpassung
Die neuen Automatisierungs-Shortcuts zeigen automatisch den zuletzt geänderten Parameter an und priorisieren dessen Auswahl. Menüführung und Editing-Prozesse wurden vereinfacht, Lautstärke und Pan können direkt im Track-Controls-Bereich hinzugefügt werden. Für jeden Track-Typ lässt sich das Layout individuell anpassen – besonders hilfreich bei komplexen Sessions mit vielen Spuren.
Weitere Detail-Updates
Zudem bringt Steinebrg in Cubase 15 weitere kleinere, aber durchaus wichtige Verbesserungen: Noteneditor mit neuen Werkzeugen, Samples in Sampler-Spur austauschbar via MediaBay-Browser-Shortcuts, macOS-Support für nativen Vollbildmodus und Pinch-to-Zoom-Gesten auf kompatiblen Geräten. Diese Detail-Optimierungen sollen zur Alltagstauglichkeit und Performance beitragen.
Drum Machine & Groove Agent SE 6
Die Cubase Drum Machine liefert 40 neue moderne Drum-Kits mit druckvollen Beats aus den Bereichen Hip-Hop, Trap und Elektronik. Zusätzlich soll der weiterentwickelte Groove Agent SE 6 mit skalierbarer Benutzeroberfläche, neuem Mixer und optimierten Effekten für mehr Dampf in den Drums sorgen.
Writing-Room-Synths-Kollektion & Songstarter Packs
Songwriter profitieren von einer Kollektion produktionsreifer Vintage-Synthesizer mit satten Leads, warmen Bässen und traumhaften Pads – aufgenommen in professionellen Studios. Genreübergreifende Loop-Packs und inspirierende Samples – die Songstarter Packs – sollen beim schnellen Entwickeln von Ideen helfen.
Omnivocal Beta-Vokalsynthese
Eine echte Knaller-Innovation: Die Beta-Version der Omnivocal-Vokalsynthese-Engine eröffnet eine neue Welt ausdrucksstarker, humanoider Gesangsstimmen. Mithilfe von Yamahas Vokalsynthese singt Omnivocal die im Key-Editor eingegebenen Noten und Texte – eine kreative Ressource für experimentelle Produktionen oder Vocal-Sounds jenseits des Gewöhnlichen.
Effekt-Palette: UltraShaper, PitchShifter & UI-Skalierung
Das PlugIn UltraShaper erweitert die Dynamikbearbeitung mit Transient-Shaping auf ein neues Level; Clip-Limiting, EQ-Sculpting und der PitchShifter mit Echtzeit-Tonhöhenverschiebung ±24 Halbtöne, Formant-Erhaltung, Sättigungs-Modi und Stereo-Entkopplung runden dabei die Werkzeuge ab. Alle Standard-Effekt-PlugIns unterstützen jetzt eine skalierbare Benutzeroberfläche – ideal für moderne HiDPI-Bildschirme und große Setups.
Alle neuen Cubase 15 Highlights im Überblick
Die wichtigsten Neuerungen von Cubase 15 im kompakten Überblick:
- Verbesserte Expression Maps mit weitgehender Editor-Integration.
- KI-gestützte Stem-Separation für Remixing, Rebalancing und Sampling.
- Neue Modulatoren (u. a. Random Generator, Sample & Hold, Wavefold LFO).
- UltraShaper Kompressor mit Transient-Shaping, EQ, Limiter.
- Melodic Pattern Sequencer mit Step-Input, Skalen, Randomizer.
- PitchShifter mit ±24 Halbtönen, Formant-Kontrolle, Sättigung, Stereo-Link.
- Writing Room Synths & Songstarter Packs zur schnellen Ideenfindung.
- 40 neue Drum-Machine-Kits und Groove Agent SE 6.
- Optimierte Automatisierungs-Workflows, Schnell-Export-Optionen.
- Neugestalteter Hub mit Projekt-Vorschau, Filtertools und Audio-Setup.
- Soil-übergreifende Projekt-Dateien: Austausch zwischen Cubase, Cubasis & Co.
- Sampler-Spur mit MediaBay-Browser-Shortcuts, macOS Vollbild & Pinch-to-Zoom.
- Skalierbare UI für alle Effekt-PlugIns, Layout-Anpassung je Track-Typ.
Diese breit gefächerte Feature-Liste zeigt: Cubase 15 zielt nicht nur auf punktuelle Verbesserungen ab, sondern auf eine umfassende Weiterentwicklung der Plattform.
Marktposition und Bedeutung
Die Marke Cubase ist seit Jahrzehnten fest etabliert: Ursprünglich für den Atari ST 1989 (Hatte ich auch mal) entwickelt, gilt die Software heute als eines der führenden Werkzeuge für Recording, MIDI-Produktion, Mixing und Mastering.
Mit Cubase 15 setzt Steinberg einen ambitionierten Schritt: Man will nicht nur mit aktuellen Features Schritt halten, sondern den Standard neu definieren.
Für Nutzer bedeutet das: Wer bereits Cubase nutzt, findet ein solides Upgrade-Potential – insbesondere im Kreativ- und Workflow-Bereich. Neueinsteiger erhalten mit Cubase 15 eine potente Plattform, die zahlreiche Produktionsphasen abdeckt.
Aus Sicht des Marktes zeigt sich damit ein Trend: DAWs müssen heute nicht mehr nur funktional sein, sondern kreative Unterstützung bieten, intuitive Bedienung ermöglichen und modernen Hardware-Gegebenheiten (z. B. HiDPI, Touch, Multi-Core) gerecht werden. Cubase 15 positioniert sich genau in dieser Schnittstelle.
Preis & Verfügbarkeit
Die drei Varianten von Cubase 15 sind über den Fachhandel und den Steinberg Online Shop erhältlich:
- Cubase Pro 15: 579,- Euro
- Cubase Artist 15: 329,- Euro
- Cubase Elements 15: 99,99 Euro
(Regionale Abweichungen möglich)
Zudem bietet Steinberg Updates, Upgrades, Crossgrades und EDU-Versionen zum Download exklusiv über den Online Shop.
Besondere Kondition: Kunden, die Cubase Pro 14, Artist 14 oder Elements 14 oder früher aktiv ab dem 8. Oktober 2025 aktiviert haben, erhalten im Rahmen der Grace-Period ein kostenloses Update auf Cubase 15.
Diese Preisstruktur zeigt deutlich: Steinberg setzt weiterhin auf klassische Lizenzierung – kein Abo-Modell –, bietet aber zugleich einen klaren Upgrade-Pfad für Bestandskunden.
Einsatzbeispiele & Zielgruppen
Cubase 15 ist für sehr unterschiedliche Nutzergruppen ausgelegt:
- Einsteiger: Mit Cubase Elements oder Artist kann bereits viel realisiert werden – von Loops über Beats bis zu Songwriting. Die neuen Chord-Pad-Presets, Loop-Packs und der optimierte Hub bieten schnelle Ideenfindung.
- Elektronische Musikproduzenten / Beat-Maker: Der Pattern-Editor mit Step-Input, Custom-Scales und Randomizer, neue Drum-Kits, Modulatoren sowie PitchShifter eröffnen vielfältige musikalische Möglichkeiten.
- Komponisten, Filmmusik-Produzenten, Soundtrack-Arbeiter: Die verbesserten Expression Maps, Artikulationen, Noteneditor-Werkzeuge und die Omnivocal-Beta eröffnen hohes Potenzial für komplexe Produktionen.
- Mixing/Recording Studios und professionelle Produzenten: Der optimierte Workflow, Automatisierungs-Shortcuts, Schnell-Export und skalierbare UI sorgen für Effizienz im Studioalltag.
In allen Fällen gilt: Wer Wert auf kreative Freiheit, Qualität und Effizienz legt, findet in Cubase 15 ein starkes und zuWerkzeug.
Ausblick
Mit Cubase 15 setzt Steinberg einen markanten Schritt – doch die Weiterentwicklung dürfte damit nicht enden. Laut dem Senior Marketing Manager Matthias Quellmann war der Anspruch, „den kreativen Prozess noch flüssiger zu gestalten“ und „auf allem aufzubauen, was die Leute an Cubase bereits lieben“. Die Zusammenarbeit mit der Community war zentral. Zudem eröffnet die Omnivocal-Beta Hinweise darauf, dass Steinberg verstärkt in neue Ressourcengebiete (wie Vokalsynthese) investiert – und damit möglicherweise zukünftige Versionen ambitionierte Features bringen könnten.
Auch die Community-Foren zeigen, dass Nutzer bereits weitere Wünsche für spätere Versionen formulieren – von Automations-Latenz über UI-Voreinstellungen bis hin zu Clip-Launcher-Funktionen. Für Nutzer bedeutet dies: Cubase 15 ist heute schon ein starkes Update, aber wer langfristig denkt, behält den Blick auf künftige Versionen und mögliche Erweiterungen.
Die DAW Cubase 15 markiert einmal wieder mehr einen bedeutenden Fortschritt in der Musikproduktionssoftware von Steinberg. Mit tiefgreifenden Neuerungen – von Expression Maps und Pattern Editor über Modulatoren bis hin zu KI-gestützter Separation – sowie umfangreichen Workflow-Optimierungen und erweiterten Instrumenten-/Effekt-Paketen setzt sie neue Maßstäbe.
Ob Einsteiger oder Profi-Produzent: Die Vielfalt der angebotenen Funktionen macht Cubase 15 zu einem universell einsetzbaren Tool für moderne Musik- und Audio-Produktionen. Mit attraktiven Editionen und klaren Upgrade-Optionen bietet Steinberg sowohl Einstieg als auch langfristige Perspektive.
Für alle, die auf der Suche nach einer leistungsfähigen, kreativen und zukunftsorientierten DAW sind, stellt Cubase 15 eine ausgezeichnete Wahl dar – und zugleich einen neuen Referenzstandard im Markt.
Vergleich: Cubase 15 vs. Cubase 14
Fokus: Workflow, Kreativität, Performance und Preisstruktur
Mit Cubase 15 setzt Steinberg konsequent auf Evolution statt Revolution. Viele Verbesserungen basieren auf Nutzerfeedback zu Cubase 14, zielen jedoch auf praxisrelevante Optimierungen und kreative Erweiterungen ab.
Im Folgenden werden die zentralen Unterschiede strukturiert gegenübergestellt.
- Workflow & BenutzeroberflächeBereich Cubase 14 Cubase 15 Bewertung
Projekt-Hub Klassische Startseite mit begrenzten Optionen Neu gestalteter Hub mit Projekt-Vorschau, Audio-Setup, Filtern und Such-Tools Deutlich verbessert – schnellerer Einstieg in Projekte
Automatisierung Standard-Automations-Spuren, manuelle Auswahl der Parameter Neue Shortcuts zeigen zuletzt bearbeiteten Parameter automatisch an; vereinfachte Menüs, direkter Zugriff auf Lautstärke & Pan Starker Workflow-Boost für Mixing & Editing
Track-Layout Einheitliches Layout je Track-Typ Individuell anpassbares Layout für jeden Track-Typ Mehr Übersicht in komplexen Sessions
Export / Bounce Klassischer Export-Dialog Schnell-Export-Optionen mit direktem Bounce innerhalb der Session Massive Zeitersparnis
macOS-Optimierung Eingeschränkt, kein nativer Vollbildmodus Vollbild-Modus, Pinch-to-Zoom-Gesten Erhöhte Systemintegration für Mac-User
MediaBay / Sampler Track Austausch von Samples manuell Austausch via MediaBay mit Filter-Shortcuts Flüssiger Workflow, gerade für Sounddesigner
Cubase 15 optimiert an vielen kleinen Stellschrauben. Der neue Hub, Schnell-Export, anpassbares Track-Layout und bessere Automatisierung machen das Arbeiten deutlich flüssiger. Besonders Mixing-Engineers und Viel-Producer profitieren im Alltag spürbar.
- Kreative Werkzeuge
Feature Cubase 14 Cubase 15 Bewertung
Expression Maps Standard-System mit Basis-Artikulation Komplett überarbeitet, tief integriert in Key- und Score-Editor; Attack-Kompensation Größter Fortschritt für Orchestrales & Film-Scoring
Pattern Editor Kein dedizierter Pattern-Sequencer Neuer Pattern-Sequenzer mit monofonen/polyfonen Modi, Step-Input, Skalen, Randomizer Revolutionär für Beat-Produktion
Modulatoren 4 Module (Basis-Modulationen) 6 zusätzliche Modulatoren, u. a. Random Generator, Wavefold LFO Erweitertes Sound-Design-Toolkit
Chord Pads 12 Presets 30 neue Presets mit komplexen Voicings Schnellere Inspiration
Omnivocal (Beta) Nicht vorhanden KI-gestützte Yamaha-Vokalsynthese Innovativ & einzigartig
Songstarter Packs Loop-Content begrenzt Neue genreübergreifende Packs Mehr Kreativmaterial
Cubase 15 legt starken Fokus auf kreative Tools. Der neue Pattern-Editor und die Omnivocal-Engine erweitern die Software um zwei völlig neue Ebenen: Rhythmus- und Vocal-Design. Für elektronische Produzenten und Komponisten gleichermaßen ein Pluspunkt.
- Instrumente & Effekte
Bereich Cubase 14 Cubase 15 Bewertung
Drum Machine 20 Drum-Kits 40 moderne Kits aus Hip-Hop, Trap, Elektronik Verdoppelte Auswahl, höherer Produktionswert
Groove Agent SE Version 5 mit Standard-UI Version 6 mit neuem Mixer, skalierbarer UI Deutliche Modernisierung
Writing Room Synths Nicht enthalten Neue Vintage-Synth-Kollektion Starker Zugewinn für Songwriter
PitchShifter Klassische Pitch-Shift-Funktion ±24 Halbtöne in Echtzeit, Formant-Kontrolle, Stereolink-Entkopplung Großer kreativer Sprung
UltraShaper Nicht vorhanden Neues Transient-Shaping-PlugIn Professionelles Dynamik-Tool
UI-Skalierung (PlugIns) Feste Größen Skalierbar für alle PlugIns Mehr Übersicht & Anpassbarkeit
Die Audio-Engine bleibt stabil, aber die integrierten Instrumente und Effekte sind auf neuestem Stand. Groove Agent SE 6, Writing Room Synths und UltraShaper bringen Cubase 15 in direkte Konkurrenz zu spezialisierten Drittanbieter-Tools.
- KI & Automatisierung
Cubase 15 führt erstmals KI-gestützte Stem-Separation (Wie in SpectraLayers) ein.
Damit lassen sich aus bereits gemischtem Audiomaterial (z. B. kompletten Songs) einzelne Stems für Vocals, Drums, Bass oder Instrumente extrahieren.
Praktisch für Remixing, Sampling oder Re-Balancing – eine Funktion, die bisher nur spezialisierte Tools wie Steinbergs SpectraLayers, iZotope RX 10 oder Serato Sample boten. In Cubase 14 war dieser Workflow nur über Drittanbieter-PlugIns möglich.
KI-basierte Parameter-Erkennung verbessert Automations-Vorschläge.
Neue Quick-Selection für zuletzt bearbeitete Parameter beschleunigt Feinarbeit im Mix.
Cubase 15 integriert erstmals maschinelles Lernen nativ in die DAW-Umgebung – ein klarer Schritt Richtung „intelligente Produktion“.
- Performance & Systemintegration
Aspekt Cubase 14 Cubase 15 Bewertung
CPU-Last / Multicore Solide, jedoch bei VST-Stacks teils Engpässe Bessere Verteilung auf Multicore-Systeme Stabilere Performance
HiDPI-Support Teilweise Vollständige Unterstützung, skalierbar pro Fenster Modernisiert
macOS-Integration Eingeschränkt Vollbild, Gestensteuerung Nahtloser Betrieb auf macOS Sonoma
Projektaustausch (DAWproject) Eingeschränkt Neues Format DAWproject für Austausch mit Cubasis & anderen DAWs Mehr Kollaboration - Preisstruktur & Upgrade-Politik
Version Cubase 14 Cubase 15 Preisänderung
Pro 579 € 579 € unverändert
Artist 329 € 329 € unverändert
Elements 99,99 € 99,99 € unverändert
Grace-Period Aktivierung ab 8. Okt 2024 ? gratis Update auf 15 Aktivierung ab 8. Okt 2025 ? gratis Update auf 16 (erwartet), traditionell beibehalten
Steinberg bleibt seinem Preismodell treu und verzichtet weiterhin auf Abonnementlösungen (Anmerkung des Verfassers: HURRA!!!!). Nutzer behalten ihre Lizenz – ein starkes Argument für treue Anwender.
Umstieg in der Praxis: Lohnt sich das Upgrade?
Für bestehende Cubase-14-Nutzer
Das Upgrade auf Cubase 15 lohnt sich besonders, wenn:
- du regelmäßig mit MIDI-Artikulation, Orchester-Libraries oder Notation arbeitest,
- du viele Spuren oder komplexe Mixe mit Automatisierung verwendest,
- du Zeit sparen willst durch Schnell-Export und optimierte Workflows,
- du Inspiration durch neue Synths, Pattern-Editor oder Omnivocal suchst.
Für reine Audio-Engine-Nutzer oder Recording-Studios ohne Bedarf an neuen Instrumenten könnte Cubase 14 weiterhin ausreichen.
Empfohlener Umstiegs-Workflow
- Bestehende Projekte sichern und als DAWproject-File exportieren.
- Alte PlugIn-Pfadstrukturen übernehmen (Cubase erkennt sie automatisch).
- Bei Bedarf die neue Groove Agent SE 6 Library separat nachinstallieren.
- Expression Maps migrieren – Cubase 15 konvertiert automatisch, prüfe aber Artikulationszuordnungen manuell.
- Backup anlegen, da Omnivocal (Beta) noch experimentell ist.
Zu beachten
- Omnivocal befindet sich in Beta – noch eingeschränkte Stabilität.
- Einige Drittanbieter-PlugIns benötigen ggf. Update für UI-Skalierung.
- DAWproject-Dateien sind kompatibel, aber ältere Systeme (Cubase 12/13) können sie nicht lesen.
Evolution mit spürbarem Mehrwert
Cubase 14 war bereits ein reifes, professionelles Produktionssystem. Cubase 15 baut darauf auf – mit Fokus auf Workflow-Beschleunigung, musikalischer Ausdruckskraft und moderner Integration.
Die größten Fortschritte:
- überarbeitete Expression Maps,
- neuer Pattern-Sequenzer,
- Omnivocal-Beta,
- KI-Stem-Separation,
- Groove Agent SE 6,
- und Schnell-Export.
Weitere Informationen findet Ihr bei Steinberg: https://www.steinberg.net/de/cubase/










