Freqport FreqInOut FO1_2RK

Freqport stellt FreqInOut FO1_2RK vor – Analoges Outboard komfortabel in die DAW integrieren

Die Grenzen zwischen analoger Hardware und digitaler Musikproduktion verschwimmen immer stärker. Während Plugins heute einen enormen Qualitätsstandard erreicht haben, möchten viele Produzenten und Toningenieure dennoch nicht auf den charakteristischen Klang hochwertiger analoger Kompressoren, Equalizer oder Effektgeräte verzichten. Genau an dieser Stelle setzt Freqport mit seinem neuen FreqInOut FO1_2RK an. Das neue Rackmount-System bringt das bereits bekannte FO1-Konzept in ein professionelles 19-Zoll-Format und soll die Einbindung externer Outboard-Geräte so einfach machen wie den Einsatz eines gewöhnlichen Plugins.

Mit der neuen Lösung richtet sich Freqport gleichermaßen an ambitionierte Projektstudios, und professionelle Tonstudios sowie Mastering-Umgebungen, in denen analoge Hardware regelmäßig zum Einsatz kommt. Dabei steht weniger das klassische Audio-Interface im Mittelpunkt, sondern vielmehr eine intelligente Brücke zwischen analogem Signalweg und digitalem Workflow.

Freqport FreqInOut FO1_2RK
Freqport FreqInOut FO1_2RK

Kompaktes Rack-System für moderne Studios

Das ursprüngliche FO1 wurde bereits als besonders platzsparendes Desktop-Gerät entwickelt. Mit dem FreqInOut FO1_2RK geht Freqport nun einen Schritt weiter und integriert gleich zwei FO1-Einheiten in einem kompakten 19-Zoll-Rackgehäuse mit nur einer Höheneinheit.

Dadurch stehen insgesamt acht Sends und acht Returns zur Verfügung, sodass sich mehrere analoge Signalprozessoren gleichzeitig in eine DAW einbinden lassen. Gerade größere Studios mit mehreren Kompressoren, Equalizern oder Effektprozessoren profitieren von dieser Lösung, da aufwendige Patchbay-Konfigurationen deutlich reduziert werden können.

Die Verbindung zum Computer erfolgt unkompliziert über USB-C. Besonders interessant ist dabei, dass das System unabhängig von einem vorhandenen Audio-Interface arbeitet. Anwender können den FO1_2RK parallel zu ihrer bestehenden Studioumgebung betreiben, ohne ihre vorhandene Audio-Hardware austauschen oder umkonfigurieren zu müssen. Dadurch lässt sich das System flexibel in bestehende Produktionsumgebungen integrieren.

Analoge Hardware wie ein Plugin bedienen

Einer der größten Vorteile des neuen Systems liegt im eigens entwickelten FreqInOut-Plugin. Statt komplexer Routing-Einstellungen innerhalb der DAW erscheinen angeschlossene Hardwaregeräte direkt als virtuelle Instanzen im Projekt.

Dadurch lassen sich analoge Kompressoren, Equalizer oder Effektgeräte nahezu genauso komfortabel verwenden wie Software-Plugins. Die Hardware kann frei innerhalb der Signalkette positioniert werden, wodurch sich hybride Mischungen aus Software- und Analogbearbeitung problemlos realisieren lassen. Gerade für Produzenten, die häufig zwischen verschiedenen Projekten wechseln, dürfte diese Arbeitsweise den Workflow erheblich beschleunigen.

Mid-Side-Bearbeitung und präzise Delay-Kompensation

Neben der komfortablen Einbindung bietet das System zahlreiche Funktionen, die bislang häufig nur spezialisierten Hardwarelösungen vorbehalten waren. So unterstützt das Plugin beispielsweise Mid-Side-Processing, wodurch sich externe Hardware gezielt auf Mitten- oder Seitenanteile eines Signals anwenden lässt. Diese Technik erfreut sich insbesondere beim Mastering sowie bei komplexen Stereo-Mischungen großer Beliebtheit, da sie äußerst präzise Eingriffe in das Stereobild ermöglicht.

Ebenso wichtig für professionelle Produktionen ist die samplegenaue Delay-Kompensation. Da analoge Geräte grundsätzlich Latenzen verursachen können, sorgt das System automatisch dafür, dass sämtliche Signale zeitlich exakt ausgerichtet bleiben. Auf diese Weise lassen sich externe Prozessoren problemlos parallel zu Plugins einsetzen, ohne dass Phasenprobleme oder Timingfehler entstehen.

Recall-Funktion erleichtert den Studioalltag

Ein klassisches Problem analoger Hardware besteht darin, dass sämtliche Reglerstellungen manuell dokumentiert werden müssen. Gerade bei umfangreichen Projekten kann das schnell unübersichtlich werden. Freqport begegnet diesem Problem mit einer interessanten Recall-Lösung. Beim erneuten Öffnen einer Session stellt das Plugin die zuvor verwendeten Hardwaregeräte automatisch dar und speichert deren Zuordnung innerhalb des Projekts.

Zusätzlich können Anwender ein Foto der tatsächlichen Reglerstellungen aufnehmen und dieses per QR-Code direkt in das Plugin übernehmen. Dadurch wird jederzeit sichtbar, wie die analoge Hardware ursprünglich eingestellt war. Besonders bei Mastering-Projekten oder langfristigen Kundenproduktionen kann diese Funktion den Arbeitsalltag erheblich vereinfachen.

Analog Harmony Hub wächst mit den Anforderungen

Zeitgleich mit der Vorstellung des FO1_2RK veröffentlicht Freqport auch eine neue Version seines Analog Harmony Hub. Der Harmony Hub bildet die technologische Grundlage sämtlicher Freqport-Produkte und übernimmt die Kommunikation zwischen analoger Hardware und der Softwareumgebung.

Mit dem aktuellen Update wächst das System deutlich über die bisherige Konfiguration hinaus. Künftig lassen sich bis zu vier FO1-Einheiten gleichzeitig betreiben, wodurch insgesamt 16 Ein- und Ausgänge zur Verfügung stehen.

Zudem unterstützt der Harmony Hub nun auch den parallelen Betrieb von FreqTube FT1 Quad-Röhrenprozessoren. Selbst Mischkonfigurationen aus mehreren FO1-Interfaces und FT1-Prozessoren sind möglich. Dadurch entsteht ein modular aufgebautes System, das sich flexibel an unterschiedlich große Studios anpassen lässt. Besonders erfreulich: Das Update steht allen bestehenden Anwendern kostenlos zur Verfügung.

Freqport FreqInOut FO1_2RK Vor und Rückseite
Freqport FreqInOut FO1_2RK Vor und Rückseite

Hybrid-Workflows werden immer attraktiver

Der Trend hin zu hybriden Studios hält bereits seit einigen Jahren an. Während viele Produktionen vollständig „in the box“ entstehen, wächst gleichzeitig das Interesse an charakterstarker Analoghardware.

Gerade hochwertige Kompressoren, Equalizer oder Röhrengeräte verleihen Produktionen oft eine Klangästhetik, die viele Produzenten bewusst einsetzen möchten. Allerdings war deren Integration bislang häufig mit zusätzlichem Verkabelungsaufwand, komplizierten Routing-Konfigurationen und eingeschränkter Recall-Funktion verbunden.

Freqport verfolgt einen anderen Ansatz. Statt die analoge Hardware lediglich anzuschließen, wird sie tief in den digitalen Workflow integriert. Dadurch entsteht ein Arbeitsgefühl, das dem Umgang mit Software-Plugins erstaunlich nahekommt, ohne auf den charakteristischen Klang echter Analogtechnik verzichten zu müssen.

Professionelle Lösung für ambitionierte Studios

Mit dem FreqInOut FO1_2RK richtet sich Freqport eindeutig an professionelle Anwender, die regelmäßig mit externem Outboard arbeiten. Die Kombination aus Rackmount-Bauweise, Plugin-Steuerung, Recall-System, Mid-Side-Bearbeitung und automatischer Delay-Kompensation hebt das System deutlich von klassischen Insert-Lösungen ab.

Insbesondere größere Studios, Mastering-Ingenieure sowie Produzenten mit umfangreichen Hardware-Sammlungen dürften die Möglichkeit schätzen, analoge Signalprozessoren wesentlich komfortabler in moderne DAWs einzubinden. Durch die modulare Erweiterbarkeit über den Analog Harmony Hub bleibt das System zudem zukunftssicher und kann mit steigenden Anforderungen wachsen.

Preis und Verfügbarkeit

Der Freqport FreqInOut FO1_2RK wird in Deutschland und Österreich exklusiv über Audiowerk vertrieben und ist ab sofort erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 1.159 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Fazit

Mit dem Freqport FreqInOut FO1_2RK präsentiert der Hersteller eine durchdachte Lösung für alle, die das Beste aus analoger Klangbearbeitung und digitalem Workflow miteinander verbinden möchten. Die Kombination aus komfortabler Plugin-Steuerung, samplegenauer Synchronisation, flexiblem Routing und intelligenter Recall-Funktion reduziert viele der typischen Hürden klassischer Hardware-Integrationen erheblich.

Besonders das Zusammenspiel mit dem weiterentwickelten Analog Harmony Hub zeigt, dass Freqport seine Plattform konsequent ausbaut. Wer regelmäßig mit externen Kompressoren, Equalizern oder Effektgeräten arbeitet und dabei nicht auf den Komfort moderner DAWs verzichten möchte, erhält mit dem FO1_2RK eine spannende Hybridlösung für das professionelle Studio.

Hier ist der Link: https://www.audiowerk.eu/produkte/freqport

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Andreas

Musiker und Musikproduzent: Gitarre, Keyboards, Drums und Gesang, Tonstudio, Songwriter, Qualitätsmanager, Hobbyfotograf und Online-Redakteur.