MotTune und VT-Mini: Zwei neue Autotune Alternativen rücken schiefem Gesang zu Leibe

MotTune und VT-Mini: Zwei kostenlose Autotune Alternativen

Schiefe Gesangstöne lassen sich auf verschiedene Weise vermeiden. Die traditionelle Methode besteht aus Gesangsunterricht, Atemtechnik, Gehörbildung und jahrelanger Übung. Die moderne Musikproduktion kennt noch eine zweite Möglichkeit: Man lässt einfach ein Plugin darüber nachdenken, wo der Ton vermutlich hätte landen sollen.

Mit MotTune MIDI von DeeJei.Tokyo und VT-Mini von Never Found erscheinen nahezu zeitgleich: zwei neue Werkzeuge für Echtzeit-Tonhöhenkorrektur. Beide können Gesang während der Aufnahme oder nachträglich auf die gewünschte Tonhöhe ziehen. Ihr Konzept unterscheidet sich jedoch erheblich.

VT-Mini ist ein klassischer automatischer Vocal-Tuner mit wählbarer Tonart, Retune-Regelung und zusätzlichen Werkzeugen zur Stimmbearbeitung. MotTune MIDI betrachtet die Stimme dagegen eher als spielbares Instrument: Die Zieltonhöhe wird über MIDI-Noten vorgegeben. Ergänzt wird das kostenlose Plugin durch eine umfangreichere MotTune-App für iPhone und iPad, die aus vorhandenen Songs automatisch Karaoke-Versionen und Tonhöhenvorlagen erzeugen kann.

Autotune Alternative MotTune
Autotune Alternative MotTune

Zwei Vocal-Tuner, zwei unterschiedliche Konzepte

Beide Neuerscheinungen sollen falsche oder unsichere Gesangstöne korrigieren. Während VT-Mini selbstständig erkennt, welche Töne zur eingestellten Tonleiter gehören, benötigt MotTune MIDI eingehende MIDI-Noten als Vorgabe.

FunktionMotTune MIDIVT-Mini
GrundprinzipTonhöhe folgt gespielten MIDI-NotenAutomatische Korrektur nach Tonart und Tonleiter
EinsatzEchtzeit, kreative Effekte, VocoderAufnahme und nachträgliche Korrektur
BetriebsartenVocoder und MIDI-gesteuertes Hard-TuningLow Latency und Studio
ZusatzfunktionenIntegrierter Synthesizer, Balance-ReglerLow-Cut und dynamischer De-Esser
Plugin-FormateVST3 und AUVST3
Standalone-VersionNeinJa
BetriebssystemeWindows und macOSWindows 10 oder neuer
PreisKostenlosKostenlos
RegistrierungNicht erforderlichKein Konto, aber Newsletter-Anmeldung erforderlich

Welches Werkzeug besser geeignet ist, hängt daher weniger vom Klang als vom gewünschten Arbeitsablauf ab. VT-Mini übernimmt die automatische Korrektur, während MotTune MIDI vom Produzenten oder Musiker aktiv über ein MIDI-Keyboard beziehungsweise eine vorhandene MIDI-Spur gesteuert wird.

MotTune MIDI macht die Stimme zum MIDI-Instrument

Das kostenlose Autotune Alternative MotTune MIDI arbeitet nicht wie ein gewöhnlicher automatischer Vocal-Tuner. Statt lediglich eine Tonart auszuwählen und das eingehende Signal zur nächstgelegenen passenden Note zu verschieben, wird die gewünschte Tonhöhe über MIDI vorgegeben.

Wird auf einem MIDI-Keyboard ein C gespielt, zieht das Plugin die eingesungene Stimme auf diese Tonhöhe. Folgen anschließend E und G, bewegt sich die Stimme entsprechend durch den C-Dur-Akkord – vorausgesetzt, der Sänger verfügt zwischendurch noch über genügend Luft.

Damit eignet sich MotTune MIDI nicht nur zur Korrektur fehlerhafter Töne. Das Plugin kann auch als kreatives Instrument für elektronische Stimmen, künstliche Melodieführungen, Roboterstimmen und den bekannten extremen Hard-Tune-Effekt eingesetzt werden.

Die MIDI-Steuerung eröffnet zudem ungewöhnliche Möglichkeiten. Eine Gesangsmelodie kann zunächst als MIDI-Spur programmiert oder eingespielt werden. MotTune MIDI verwendet diese anschließend als verbindliche Tonhöhenvorlage für die Stimme.

Wer sich mit der Steuerung von Plugins über Noten- und Controllerdaten näher beschäftigen möchte, findet die technischen Grundlagen im Artikel Professor Pegel erklärt MIDI.

Zwischen Vocoder und harter Tonhöhenkorrektur

MotTune MIDI bietet zwei unterschiedliche Klangwege, die intern als A- und B-Seite bezeichnet werden.

Auf der A-Seite arbeitet ein Vocoder mit integriertem Synthesizer. Die Stimme dient dabei als Modulationssignal, während der interne Klangerzeuger das tonale Material liefert. Ein zusätzliches Sounddesign-Panel erlaubt Eingriffe in den resultierenden Klang.

Die B-Seite korrigiert dagegen die ursprüngliche Stimme direkt auf die eingehenden MIDI-Noten. Dadurch entsteht je nach Ausgangsmaterial und Einstellung eine harte, deutlich hörbare Tonhöhenkorrektur.

Mit einem Balance-Regler können beide Verfahren miteinander gemischt werden. So lässt sich der natürliche Stimmanteil mit dem synthetischen Vocoder-Signal oder der stark korrigierten Stimme kombinieren.

DeeJei.Tokyo spricht in der Produktbeschreibung passend von einer „Froschstimme“. Das ist vermutlich nicht als Kritik an der Gesangsleistung gemeint, sondern beschreibt die in Japan häufig als „Kero-Kero“ bezeichnete, bewusst künstliche Tonhöhenkorrektur.

Echtzeitbetrieb ohne zusätzlichen Lookahead-Puffer

Für die Live-Anwendung verwendet MotTune MIDI einen Modus ohne Lookahead-Puffer. Nach Angaben des Entwicklers entsteht dadurch keine zusätzliche, vom Plugin verursachte Latenz. Die tatsächlich wahrnehmbare Verzögerung hängt natürlich weiterhin von Audiointerface, Treiber, Samplerate und Puffergröße der verwendeten DAW ab.

Für nachträgliche Bearbeitungen steht ein Studio-Modus zur Verfügung. Dieser verwendet Lookahead und soll dadurch eine höhere Verarbeitungsqualität ermöglichen. Da das Signal im Studio-Modus bereits aufgenommen wurde, spielt die zusätzliche Verzögerung normalerweise keine entscheidende Rolle.

Autotune Alternative MotTune in Action
Autotune Alternative MotTune in Action

Damit verfolgt MotTune MIDI einen sinnvollen, zweigeteilten Ansatz: möglichst unmittelbare Reaktion bei Aufnahmen und Live-Auftritten, aufwendigere Berechnung bei der späteren Bearbeitung.

Warum die Größe des Audiopuffers darüber entscheidet, ob eine Stimme unmittelbar oder gefühlt erst nach einer kurzen Kaffeepause aus den Lautsprechern kommt, erläutert Professor Pegel im Grundlagenartikel über Latenz.

Die MotTune-App verwandelt Songs in Karaoke-Vorlagen

Neben dem kostenlosen Plugin bietet DeeJei.Tokyo eine eigenständige MotTune-App für iPhone und iPad an. Diese geht erheblich weiter als MotTune MIDI.

Wird ein vorhandener Song importiert, trennt eine KI-basierte Verarbeitung den Gesang von der instrumentalen Begleitung. Gleichzeitig analysiert die App die Melodie des Originals und erzeugt daraus eine Tonhöhenvorlage.

Die eigene Stimme kann während des Singens in Echtzeit an diese Vorlage angepasst werden. Dabei berücksichtigt das System laut Entwickler nicht nur einzelne Noten, sondern die tatsächliche Tonhöhenbewegung des Originals – einschließlich Übergängen, Scoops und Vibrato.

Der Sänger folgt damit nicht einfach einem starren Notenraster. Die Stimme wird an die konkrete melodische Bewegung der Originalaufnahme angenähert. Aus einem importierten Song entsteht so eine Kombination aus Karaoke-Version, Melodievorlage und Echtzeit-Tonhöhenkorrektur.

Die gesamte Analyse und Trennung findet nach Angaben des Anbieters lokal auf dem Gerät statt. Eine Übertragung der importierten Musik oder der aufgenommenen Stimme an einen externen Server soll nicht erforderlich sein.

Tonhöhenvorlagen bearbeiten und als MIDI exportieren

Die von MotTune erzeugte Tonhöhenkurve kann in einem Piano-Roll-artigen Editor bearbeitet werden. Bereiche lassen sich verschieben, teilen oder glätten. Dadurch können nicht nur fehlerhafte Analysen korrigiert, sondern auch neue Melodievarianten und Harmoniestimmen erzeugt werden.

Melodien lassen sich als MIDI-Dateien importieren und exportieren. Zusätzlich verwendet die App das eigene .mo2-Format, mit dem bearbeitete Tonhöhenvorlagen zwischen Anwendern ausgetauscht werden können.

Eine Live-Liste speichert Songs und die dazugehörigen Einstellungen für Auftritte oder Streams. Außerdem ist ein Echtzeit-Voice-Changer enthalten, der unabhängig von der Zahl importierter Songs kostenlos und ohne zeitliche Begrenzung verwendet werden kann.

Die App unterstützt zehn Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Japanisch.

MotTune-App: kostenlos ausprobieren, unbegrenzt kostenpflichtig

Die iOS-App kann kostenlos heruntergeladen werden. In der kostenlosen Version stehen nach Angaben des Entwicklers sämtliche Funktionen zur Verfügung, allerdings können maximal zwei Songs importiert werden.

Für eine unbegrenzte Anzahl von Songs werden folgende Preise genannt:

Für eine unbegrenzte Anzahl von Songs werden monatlich 480 Yen (rund 2,65 Euro), jährlich 2.980 Yen (rund 16,40 Euro) oder einmalig 7.800 Yen (rund 43 Euro) verlangt. Bis zum 27. September 2026 gilt ein Einführungspreis von 4.500 Yen, entsprechend etwa 24,80 Euro.
Die tatsächlichen Europreise im App Store können aufgrund regionaler Preisstufen, Steuern und Wechselkursschwankungen abweichen. Grundlage der Umrechnung ist der EZB-Referenzkurs.

Die App benötigt mindestens iOS beziehungsweise iPadOS 16. Auf einem Mac lässt sie sich ab macOS 13 verwenden, sofern dieser mit einem Apple-Silicon-Prozessor ausgestattet ist.

Wichtig ist die Unterscheidung: Die MotTune-App arbeitet nach einem Freemium-Modell, das MotTune-MIDI-Plugin für die DAW ist dagegen dauerhaft kostenlos.

VT-Mini korrigiert Gesang automatisch

VT-Mini 1.0.0 von Never Found verfolgt einen klassischeren Ansatz. Das Plugin analysiert die Tonhöhe einer monofonen Stimme und korrigiert sie anhand der eingestellten Tonart beziehungsweise Tonleiter.

Die Bedienoberfläche ist in zwei Bereiche gegliedert: Tune übernimmt die eigentliche Tonhöhenkorrektur, während Clean zusätzliche Werkzeuge zur Bereinigung der Aufnahme bereitstellt.

Auf der Tune-Seite stehen folgende zentrale Parameter zur Verfügung:

  • Retune bestimmt, wie schnell die erkannte Tonhöhe korrigiert wird.
  • Amount regelt die Stärke der Korrektur.
  • Natural soll natürliche Tonhöhenbewegungen bewahren.
  • Variation beeinflusst, wie stark kleinere Abweichungen erhalten bleiben.
  • Die Tonleiter kann chromatisch oder passend zu einer bestimmten Tonart festgelegt werden.

Langsamere und zurückhaltende Einstellungen eignen sich für eine möglichst unauffällige Korrektur. Sehr schnelle Retune-Werte ziehen die Stimme dagegen unmittelbar auf das Tonraster und erzeugen den bekannten künstlichen Hard-Tune-Klang.

Autotune Alternative VT-MINI
Autotune Alternative VT-MINI

Low Latency für die Aufnahme, Studio für den Mix

Wie MotTune MIDI bietet auch VT-Mini zwei Qualitäts- beziehungsweise Latenzmodi.

Low Latency ist für Aufnahmen vorgesehen, bei denen der Sänger das bearbeitete Signal direkt über Kopfhörer abhört. Die Verzögerung soll dabei möglichst gering bleiben.

Studio richtet sich an bereits aufgenommenes Material und priorisiert die Qualität der Tonhöhenerkennung und ?korrektur. Dieser Modus dürfte daher die bessere Wahl für die spätere Bearbeitung im Mix sein.

Ein Vocal-Tuner kann allerdings nur das verarbeiten, was am Eingang ankommt. Starke Nebengeräusche, Übersprechen, mehrere gleichzeitig singende Stimmen oder ausgeprägter Raumhall können die Tonhöhenerkennung erschweren. Am zuverlässigsten arbeiten solche Werkzeuge mit einer sauber aufgenommenen, monofonen Gesangsspur.

Clean-Seite mit Low-Cut und dynamischem De-Esser

VT-Mini beschränkt sich nicht auf die Tonhöhenkorrektur. Die zweite Bedienseite trägt den Namen Clean und kombiniert einen Low-Cut-Filter mit einem dynamischen De-Esser.

Der Low-Cut kann tieffrequente Störgeräusche, Trittschall und unnötiges Rumpeln unterhalb des musikalisch relevanten Stimmbereichs reduzieren.

Der dynamische De-Esser greift dagegen bei scharfen S-, Z- und ähnlichen Zischlauten ein. Seine Darstellung basiert auf der grafischen Oberfläche des kommerziellen Equalizers EEQ-8 desselben Entwicklers.

Damit deckt VT-Mini drei häufige Arbeitsschritte bei der Gesangsbearbeitung innerhalb eines einzigen Plugins ab:

  1. Tonhöhe korrigieren,
  2. tieffrequente Störungen reduzieren,
  3. scharfe Zischlaute kontrollieren.

Wie ein dynamischer De-Esser problematische Zischlaute erkennt und gezielt reduziert, erklärt der Beitrag Professor Pegel erklärt den De-Esser.

VT-Mini ist kostenlos, verlangt aber eine E-Mail-Adresse

VT-Mini wird dauerhaft kostenlos angeboten. Es gibt keine zeitliche Begrenzung, keinen Lizenzschlüssel, keine Aktivierung und keine Verbindungspflicht während der Verwendung.

Ganz ohne persönliche Angabe erfolgt der Download allerdings nicht: Das Plugin wird ausschließlich an Mitglieder des Never-Found-Newsletters verteilt. Nach Eingabe und Bestätigung einer E-Mail-Adresse wird der Downloadlink in einer zweiten Nachricht zugeschickt.

Ein klassisches Benutzerkonto muss dafür nicht angelegt werden. Die Aussage „No Account“ ist somit korrekt, bedeutet aber nicht, dass sich das Plugin vollkommen anonym über einen frei zugänglichen Link herunterladen lässt.

VT-Mini steht ausschließlich für 64-Bit-Windows-Systeme ab Windows 10 zur Verfügung. Angeboten werden eine VST3-Version und eine eigenständige Standalone-Anwendung. Eine macOS-Version existiert derzeit noch nicht.

Windows-Warnung wegen fehlender Codesignatur

Der nur fünf Megabyte große VT-Mini-Installer besitzt keine digitale Codesignatur. Windows kann deshalb beim ersten Start eine Sicherheitswarnung anzeigen.

Der Entwickler begründet dies mit den jährlich anfallenden Kosten eines entsprechenden Zertifikats. Zur Kontrolle werden stattdessen SHA-256-Prüfsummen für das ZIP-Archiv und die darin enthaltene Installationsdatei veröffentlicht. Zusätzlich liegt dem Download eine Textdatei mit der Prüfsumme des Installers bei.

Eine Prüfsumme bestätigt, dass die heruntergeladene Datei mit der vom Entwickler bereitgestellten Datei übereinstimmt. Sie ersetzt jedoch keine digitale Signatur und auch keine allgemeine Sicherheitsprüfung. Der Download sollte deshalb ausschließlich über die offizielle Produktseite erfolgen.

Autotune Alternative VT-MINI 2
Autotune Alternative VT-MINI 2

Welcher Vocal-Tuner eignet sich für welchen Zweck?

MotTune MIDI und VT-Mini bearbeiten zwar beide die Gesangstonhöhe, richten sich aber an unterschiedliche Anwendungen.

VT-Mini eignet sich vor allem für:

  • automatische Gesangskorrektur,
  • natürliche oder deutlich hörbare Tonhöhenanpassung,
  • Aufnahmen unter Windows,
  • schnelle Bearbeitung ohne MIDI-Programmierung,
  • zusätzliche Kontrolle von Rumpeln und Zischlauten.

MotTune MIDI eignet sich vor allem für:

  • MIDI-gesteuerte Tonhöhenkorrektur,
  • Live-Performances,
  • Vocoder-Stimmen,
  • elektronische Hard-Tune-Effekte,
  • gezielte Melodieführung durch eine MIDI-Spur,
  • Produktionen unter Windows und macOS.

Die MotTune-App geht noch einmal in eine andere Richtung. Sie eignet sich für Karaoke, Streams, Gesangsübungen und das automatische Ableiten einer Melodie aus einer bestehenden Aufnahme.

Tonhöhenkorrektur ersetzt keine gute Gesangsaufnahme

Bei aller technischen Begeisterung sollte ein Vocal-Tuner nicht als Ersatz für eine überzeugende Darbietung betrachtet werden. Tonhöhenkorrektur kann kleinere Abweichungen glätten oder als kreativer Effekt eingesetzt werden. Sie korrigiert aber nicht automatisch Aussprache, Timing, Atemführung, Emotion oder eine unpassende Melodie.

Wird eine völlig andere Note gesungen, muss die Software die Stimme entsprechend weit verschieben. Dabei können künstliche Formanten, hörbare Sprünge und andere Artefakte entstehen. Je näher die Aufnahme bereits an der gewünschten Tonhöhe liegt, desto natürlicher fällt das Ergebnis normalerweise aus.

Oder einfacher gesagt: Ein Vocal-Tuner kann einen Ton an die richtige Stelle schieben. Er kann den Sänger jedoch nicht davon überzeugen, dass der Einsatz bereits vor zwei Takten gewesen wäre.

Preis und Verfügbarkeit

MotTune MIDI ist kostenlos für Windows und macOS erhältlich. Unterstützt werden VST3 und AU. Eine Registrierung ist nicht erforderlich.

Die MotTune-App kann kostenlos für iPhone und iPad geladen und mit bis zu zwei importierten Songs verwendet werden. Für eine unbegrenzte Zahl von Songs stehen Monats-, Jahres- und Kauflizenzen zur Auswahl.

Weitere Informationen und Downloads bietet die offizielle MotTune-Webseite.

VT-Mini 1.0.0 ist kostenlos für Windows 10 oder neuer erhältlich. Das Plugin wird als VST3 und als Standalone-Anwendung angeboten. Zur Anforderung des Downloads muss eine E-Mail-Adresse bestätigt und der Newsletter abonniert werden.

Der Download ist über die offizielle VT-Mini-Produktseite erhältlich.

Fazit

Mit MotTune MIDI und VT-Mini erscheinen zwei interessante Werkzeuge für Tonhöhenkorrektur, die das gleiche Problem aus unterschiedlichen Richtungen angehen.

VT-Mini präsentiert sich als unkomplizierter automatischer Vocal-Tuner. Tonart auswählen, Korrekturstärke festlegen und die Stimme wird auf das passende Tonraster gezogen. Low-Cut und De-Esser machen das kostenlose Plugin zusätzlich zu einem kompakten Vocal-Werkzeug.

MotTune MIDI ist experimenteller. Die Stimme folgt eingehenden MIDI-Noten und kann mit einem integrierten Vocoder kombiniert werden. Dadurch eignet sich das Plugin nicht nur zur Korrektur, sondern auch als kreatives Instrument.

Besonders ungewöhnlich ist die ergänzende MotTune-App. Sie trennt importierte Musik lokal in Gesang und Begleitung, analysiert die Melodie des Originals und verwendet deren Tonhöhenverlauf als Vorlage für die eigene Stimme.

Damit stehen gleich zwei neue Möglichkeiten bereit, um unsichere Gesangstöne zu korrigieren. Eine Garantie für den nächsten Nummer-eins-Hit gibt es zwar weiterhin nicht – aber zumindest kann diesmal niemand behaupten, es habe am leicht zu tief geratenen Fis gelegen.

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Andreas

Musiker und Musikproduzent: Gitarre, Keyboards, Drums und Gesang, Tonstudio, Songwriter, Qualitätsmanager, Hobbyfotograf und Online-Redakteur.