Mixed In Key erweitert seine Kompositionshilfe Wingman auf Version 3.0. Das Plugin kann vorhandenes Audiomaterial innerhalb einer DAW analysieren und dazu passende Akkordfolgen und Basslinien vorschlagen. Mit dem großen Update kommen nun ein vollständiger Schlagzeugkanal, von Musikern eingespielte Gitarrenparts und deutlich umfangreichere Werkzeuge zur Bearbeitung der erzeugten Harmonien hinzu.
Damit entwickelt sich Wingman von einem spezialisierten Ideenfinder zu einer kleinen Produktionsumgebung. Als Ausgangspunkt kann eine Gesangsspur, ein Instrumentalloop, ein Sample oder sogar ein kompletter Titel dienen. Die Software zerlegt das Material auf Wunsch in Stems, erkennt musikalische Zusammenhänge und schlägt weitere Bestandteile für das Arrangement vor. Die Ergebnisse lassen sich anschließend als MIDI oder Audio in das eigentliche DAW-Projekt übernehmen.
Besonders interessant ist der Umgang mit den neuen Gitarren. Wingman erzeugt diese nicht vollständig synthetisch. Stattdessen greift die Software auf akustische und elektrische Gitarrenphrasen zurück, die von echten Musikern aufgenommen wurden und sich an die gewählte Akkordfolge anpassen.
Wingman beginnt nicht mit einer leeren Piano Roll
Viele Kompositionshilfen erwarten zunächst die Auswahl einer Tonart, einer Akkordfolge oder eines musikalischen Stils. Wingman geht den umgekehrten Weg: Das Plugin hört sich zuerst an, was bereits im Projekt vorhanden ist.
Dazu wird Wingman als Plugin auf eine Spur geladen. Anschließend zeichnet die Software einen Ausschnitt des anliegenden Audiosignals auf. Nach Angaben von Mixed In Key genügen für viele Aufgaben bereits vier oder acht Takte. Als Vorlage eignen sich unter anderem:
- eine isolierte Gesangsspur,
- eine Melodie,
- ein Instrumentalloop,
- ein Sample,
- ein Basslauf,
- ein Schlagzeugpart,
- ein unfertiger Song oder vollständiger Mix.
Aus dem aufgenommenen Material leitet Wingman unter anderem Tonart, Rhythmus und musikalischen Charakter ab. Darauf basierend entstehen Vorschläge für Akkorde und Basslinien. Der Hersteller beschreibt diese Arbeitsweise als „context-aware“, also kontextbezogen.
Der häufig verwendete Begriff KI-Kompositionshilfe sollte dennoch nicht mit einem vollständig autonomen Songgenerator verwechselt werden. Mixed In Key veröffentlicht keine detaillierte technische Beschreibung der verwendeten Modelle oder Trainingsdaten. Erkennbar ist lediglich, dass Wingman Audiomaterial analysiert und daraus musikalisch passende Vorschläge ableitet. Ob einzelne Bereiche auf Machine Learning, regelbasierten Harmoniesystemen oder einer Kombination verschiedener Verfahren beruhen, bleibt offen.
Version 3.0 ergänzt einen vollständigen Schlagzeugkanal
Die auffälligste Neuerung ist der eigene Drums-Kanal. Bisher konzentrierte sich Wingman hauptsächlich auf Akkordfolgen, Basslinien, Stem Separation und die Umwandlung von Audio in MIDI. Nun kann innerhalb desselben Workflows auch ein rhythmisches Fundament aufgebaut werden.
Die Schlagzeugvorschläge sind nach Genres organisiert. Hinzu kommen optionale Kickdrums und Übergänge. Dadurch lässt sich etwa für eine Strophe zunächst ein zurückhaltender Groove auswählen und anschließend ein dichterer Part für Refrain oder Hook ergänzen.
Wingman kann den vollständigen Schlagzeugpart als Audio exportieren. Alternativ lassen sich einzelne Elemente getrennt in die DAW ziehen. Das ist für die weitere Produktion wesentlich flexibler: Kick, zusätzliche Percussion und Übergangseffekte können auf eigene Spuren gelegt, mit anderen Samples kombiniert oder separat bearbeitet werden.
Wie viel eigene Variation die Drum-Sektion tatsächlich erzeugt, geht aus den veröffentlichten Informationen nicht vollständig hervor. Mixed In Key spricht von genrebezogenen Vorschlägen und Patterns, erläutert aber nicht, ob jeder Part algorithmisch neu zusammengesetzt wird oder überwiegend auf einer umfangreichen Bibliothek vorbereiteter Grooves basiert. Klangqualität, Wiederholungsgefahr und stilistische Bandbreite lassen sich daher erst in einem Praxistest beurteilen.
Echte Gitarrenaufnahmen statt einfacher MIDI-Akkorde
Die zweite große Neuerung trägt den Namen Real Guitars. Mixed In Key hat dafür akustische und elektrische Gitarren von Musikern einspielen lassen. Die aufgenommenen Parts passen sich automatisch an die aktuell gewählte Akkordfolge an.
Das unterscheidet die Funktion von einem gewöhnlichen MIDI-Export, der anschließend mit einem Gitarren-Sampler wiedergegeben wird. Eine echte Aufnahme enthält Anschlaggeräusche, Saitenresonanzen, kleine Timing-Abweichungen und Artikulationen, die sich nur schwer allein aus Noteninformationen rekonstruieren lassen.
Bereits frühere Wingman-Versionen boten unterschiedliche Gitarrenstile, darunter gedämpfte Rhythmen, Arpeggien, einzelne Anschläge und geloopte Spielweisen. In Version 3.0 werden diese Möglichkeiten zu ausdrücklich live aufgenommenen, produktionsfertigen Gitarrenparts ausgebaut.
Ganz frei ist die Bearbeitung dadurch allerdings nicht. Eine MIDI-Spur kann Note für Note verändert und mit einem beliebigen Instrument abgespielt werden. Eine aufgezeichnete Gitarrenphrase besitzt dagegen eine konkrete Spielweise und Klangfarbe. Sie lässt sich harmonisch anpassen und als Audio exportieren, bleibt aber stärker an das vorhandene Ausgangsmaterial gebunden.
Die entscheidende Qualitätsfrage betrifft die Übergänge. Akkordwechsel, unterschiedliche Längen und Transpositionen müssen so zusammengesetzt werden, dass keine unnatürlichen Schnitte, gedehnten Anschläge oder hörbaren Tonhöhenartefakte entstehen. Gerade bei offenen Akkorden, Slides und ausklingenden Saiten ist das anspruchsvoll.
Akkordfolgen lassen sich genauer bearbeiten
Wingman 3.0 erweitert gleichzeitig den harmonischen Editor. Einzelne Akkorde können nun nicht nur ersetzt oder in ihrer Länge verändert, sondern auch geteilt und gelöscht werden. Ein eigener Schalter fügt Durchgangsakkorde ein.
Durchgangsakkorde verbinden zwei harmonische Zielpunkte. Sie können eine einfache Folge beweglicher machen, Spannung vor einem wichtigen Akkord erzeugen oder einen abrupten Wechsel glätten. Ob der vorgeschlagene Akkord musikalisch sinnvoll ist, hängt jedoch vom melodischen Material und vom gewünschten Stil ab. Ein formal passender Übergang kann mit einer vorhandenen Gesangsnote trotzdem kollidieren.
Mit Advanced Chord Timing wird festgelegt, wie häufig sich die Harmonie innerhalb der analysierten Passage verändert. Langsame Wechsel schaffen mehr Raum und eignen sich häufig für Balladen, Ambient oder reduzierte elektronische Produktionen. Häufigere Wechsel können ein Arrangement beweglicher machen, bergen aber die Gefahr, dass die Akkordfolge die Melodie unnötig überlädt.
Der neue Editor macht Wingman deshalb nicht nur schneller, sondern auch korrigierbarer. Vorschläge müssen nicht vollständig akzeptiert oder verworfen werden. Eine brauchbare Progression kann an einzelnen Stellen angepasst werden, ohne den gesamten Vorgang neu zu starten.
Die Grundlagen solcher Akkordverbindungen erklärt der BuenasIdeas-Artikel Professor Pegel erklärt: Akkorde verstehen – wie Harmonien entstehen. Als kostenlose Alternative für die gezielte Untersuchung harmonischer Fortsetzungen wurde außerdem Harmony Pro – kostenloser Harmonieassistent ohne generative KI vorgestellt.
Stem Separation bestimmt die musikalische Vorlage
Wingman kann aufgenommenes Audiomaterial in Gesang, Instrumente, Bass und Schlagzeug zerlegen. Anschließend lässt sich auswählen, welcher Bestandteil als Grundlage für neue Vorschläge dienen soll.
Das ist besonders bei Remixen sinnvoll. Eine Akkordfolge kann gezielt an einer isolierten Stimme ausgerichtet werden, ohne dass die Harmonie des ursprünglichen Begleitmaterials die Analyse beeinflusst. Ebenso könnte ein vorhandener Bass als Ausgangspunkt für neue Akkorde dienen oder ein Schlagzeugpart die rhythmische Richtung bestimmen.
Stem Separation ist nie vollkommen verlustfrei. Hall, Übersprechen und gleichzeitig erklingende Instrumente mit ähnlichen Frequenzen können Artefakte verursachen. Für die musikalische Analyse muss ein isolierter Stem jedoch nicht zwingend in Veröffentlichungsqualität vorliegen. Häufig genügt es, wenn Tonhöhen und rhythmische Schwerpunkte zuverlässig erkennbar bleiben.
Die getrennten Bestandteile lassen sich auch exportieren und außerhalb von Wingman weiterverarbeiten. Was Stems von Einzelspuren und einem fertigen Stereomix unterscheidet, beschreibt Professor Pegels Grundlagenartikel über Stem-Dateien.
Audio wird zu bearbeitbarem MIDI
Neben der Stem Separation besitzt Wingman eine Audio-zu-MIDI-Funktion. Gesang, Bass und Instrumentalspuren können in Noteninformationen umgewandelt werden. Die erzeugten Daten lassen sich anschließend in der Piano Roll korrigieren oder mit einem anderen virtuellen Instrument wiedergeben.
Damit kann aus einer gesungenen Melodie beispielsweise eine Synthesizerlinie entstehen. Ein vorhandener Basslauf lässt sich verdoppeln, harmonisch verändern oder durch ein anderes Instrument ersetzen. Auch Samples können als Ausgangspunkt für neue Arrangements dienen.
Die Genauigkeit solcher Umwandlungen hängt stark vom Material ab. Eine einzelne, sauber aufgenommene Melodie ist wesentlich leichter zu analysieren als ein dichter Akkord, eine verzerrte Gitarre oder ein kompletter Mix. Fehlerhafte Noten, falsche Oktaven und ungenaue Notenlängen sollten deshalb vor der Weiterverwendung kontrolliert werden.
Eigene VST-Instrumente innerhalb von Wingman verwenden
Wingman kann nicht nur seine internen Klänge laden. Unterstützte VST-Instrumente und Presets lassen sich direkt für die Vorschau der erzeugten Akkorde und Basslinien verwenden. Mixed In Key nennt unter anderem Serum, Serum 2, Diva, Pigments, Omnisphere, Kontakt, Nexus, Massive X, Sylenth und Phase Plant.
Das ist praktisch, weil eine Akkordfolge je nach Klangquelle vollkommen unterschiedlich wirken kann. Ein langes Pad benötigt möglicherweise weniger harmonische Wechsel als ein kurzes Piano. Eine Basslinie, die mit einem weichen Subbass funktioniert, kann mit einem aggressiven, obertonreichen Klang zu dicht erscheinen.
Zusätzliche Werkzeuge für Akzente, Rhythmus und Klangbearbeitung ergänzen den Ablauf. Dazu gehören Filter, Delay, Reverb, OTT-artige Dynamikbearbeitung, Sidechain-Effekte und weitere Spezialeffekte. Wingman nähert sich damit einem abgeschlossenen Ideenraum innerhalb der DAW, obwohl das Plugin keine eigenständige Produktionssoftware ist.
Export als MIDI, WAV oder getrennte Elemente
Die Ergebnisse bleiben nicht in Wingman eingeschlossen. Akkorde und Basslinien können als MIDI oder gerenderte WAV-Dateien exportiert werden. Für Gitarren nennt der Hersteller ebenfalls MIDI- und WAV-Export, wobei die tatsächlich eingespielte Artikulation naturgemäß vor allem in der Audioversion erhalten bleibt.
Schlagzeugparts lassen sich vollständig oder elementweise ausgeben. Zusätzlich können die durch Stem Separation gewonnenen Gesangs-, Instrumental-, Bass- und Drum-Stems in die DAW gezogen werden.
Dadurch kann Wingman lediglich als Ideengeber dienen. Nach der Auswahl werden die Ergebnisse auf normale DAW-Spuren übertragen und dort unabhängig weiterbearbeitet. Das ist ein wichtiger Unterschied zu geschlossenen KI-Plattformen, die hauptsächlich fertige Audiodateien ausgeben.
Wingman 3.0 und Roland Melody Flip im Vergleich
Wingman 3.0 verfolgt ein ähnliches Ziel wie Roland Melody Flip: Beide Programme sollen musikalische Ausgangsideen liefern, anstatt aus einem Textprompt sofort einen vollständigen Song mit Gesang und fertigem Mix zu erzeugen.
Die Ansätze unterscheiden sich dennoch deutlich. Melody Flip arbeitet mit rund 250 stilistisch sortierten Palettes oder analysiert eine importierte Audiodatei. Daraus entstehen zusammenpassende Melodien, Akkorde, Basslinien und Schlagzeugparts, die als Audio oder MIDI exportiert werden können.
Wingman wird dagegen direkt auf einer Spur innerhalb der DAW eingesetzt und richtet seine Vorschläge an dem dort aufgenommenen Material aus. Der Schwerpunkt liegt stärker auf dem Aufbau einer Begleitung um eine vorhandene Stimme, ein Sample oder einen Loop. Stem Separation, Audio-zu-MIDI, VST-Hosting und die live aufgenommenen Gitarren machen das Plugin zugleich zu einem umfangreicheren Produktionswerkzeug.
Rolands Lösung ist kostenlos über alle Roland-Cloud-Mitgliedschaftsstufen verfügbar. Wingman kostet einmalig Geld, benötigt dafür aber kein laufendes Abonnement. Welche Software musikalisch überzeugendere Ergebnisse erzeugt, lässt sich aus den Funktionslisten nicht ableiten. Ein direkter Test mit derselben Gesangsspur wäre redaktionell besonders interessant.
Keine fertigen Songs wie bei Suno
Mit einem System wie Suno ist Wingman nur bedingt vergleichbar. Suno kann aus wenigen Anweisungen einen kompletten Titel einschließlich Stimme, Arrangement, Instrumentierung und Mix erzeugen. Wingman setzt dagegen eine vorhandene musikalische Idee voraus und ergänzt bearbeitbare Produktionsbestandteile.
Der Produzent entscheidet weiterhin über Akkorde, Instrumente, Songstruktur, Sounds und Mischung. Die Software verkürzt vor allem den Weg zu möglichen Begleitungen. Dieser Ansatz dürfte Musiker ansprechen, die KI oder algorithmische Hilfen verwenden möchten, ohne den gesamten Produktionsprozess an eine Plattform abzugeben.
Gleichzeitig bleibt offen, welche Bestandteile von Wingman tatsächlich mit Machine Learning arbeiten. Mixed In Key bezeichnet die Funktionen auf der aktuellen Produktseite vor allem als Analyse, kontextbezogene Ideengenerierung und musikalische Vorschläge. Eine technische Dokumentation der zugrunde liegenden Verfahren ist nicht veröffentlicht.
Tempo-Warnung verhindert unpassende Aufnahmen
Eine kleinere, aber praktische Neuerung ist die Erkennung eines falschen Tempos. Wingman kann warnen, wenn das aufgenommene Audiomaterial nicht zum in der DAW eingestellten Tempo passt.
Das ist wichtig, weil rhythmische Vorschläge, Akkordpositionen und exportierte Dateien sonst zeitlich falsch eingeordnet werden könnten. Besonders bei Samples, deren ursprüngliches Tempo nicht bekannt ist, verhindert die Warnung möglicherweise längere Fehlersuchen.
Sie ersetzt jedoch keine vollständige Tempoanalyse bei Material mit schwankendem Timing. Live eingespielte Songs ohne Metronom können sich innerhalb einer Aufnahme beschleunigen oder verlangsamen. Für solche Aufnahmen ist gewöhnlich zunächst eine Tempo Map in der DAW erforderlich.
Preis, Update und Systemvoraussetzungen
Wingman 3.0 ist für Windows und macOS erhältlich. Die Software arbeitet ausschließlich als Plugin innerhalb einer DAW; eine eigenständige Standalone-Version wird nicht angeboten. Unterstützt werden die verbreiteten Formate VST3, Audio Units und AAX.
Mixed In Key nennt Ableton Live, Logic Pro, FL Studio, Cubase, Studio One und Pro Tools als kompatible Produktionsumgebungen. Unter macOS wird mindestens Version 12 benötigt. Die grundlegenden Funktionen laufen sowohl auf Apple-Silicon- als auch auf Intel-Macs. Die Stem Separation setzt auf dem Mac allerdings einen Apple-Silicon-Prozessor voraus.
Unter Windows wird mindestens Windows 10 verlangt. Für die Stem Separation empfiehlt Mixed In Key eine dedizierte Grafikkarte mit mindestens 4 GB eigenem Speicher. Die Formulierung „empfohlen“ lässt offen, ob die Trennung ohne passende GPU vollständig über die CPU arbeitet oder auf bestimmten Systemen nicht verfügbar ist.
Wingman 3.0 wird als Einmalkauf ohne Abonnement angeboten. Der kommunizierte Preis beträgt 49 US-Dollar beziehungsweise 49 Euro. Steuern und regionale Preise können abweichen. Für bisherige Wingman-Besitzer ist Version 3.0 nach Angaben des Herstellers ein kostenloses Update.
Die offizielle Pressevorstellung erfolgte im September 2026. Im Changelog werden die Builds für Windows und macOS allerdings bereits mit dem US-amerikanischen Datum 08/06/26 geführt, also dem 6. August 2026. Offenbar wurden die Versionen schon früher technisch bereitgestellt und erst später breit angekündigt.
Fazit: Vom Akkordhelfer zur kleinen Begleitband
Wingman 3.0 erweitert das ursprüngliche Konzept an den richtigen Stellen. Akkorde und Basslinien allein können eine Songidee harmonisch ergänzen, ergeben aber noch kein vollständiges Arrangement. Mit Schlagzeug und anpassbaren Gitarrenparts lassen sich nun wesentlich schneller zusammenhängende Begleitungen aufbauen.
Besonders spannend sind die real eingespielten Gitarren. Sie könnten natürlicher wirken als einfache MIDI-Akkorde, müssen sich im Test aber bei Transpositionen und wechselnden Akkordlängen bewähren. Auch der neue Schlagzeugkanal wirft die Frage auf, wie variabel die genrebezogenen Patterns tatsächlich sind.
Die verbesserten Akkordwerkzeuge verhindern, dass Produzenten den Vorschlägen blind folgen müssen. Akkorde können ersetzt, geteilt, gelöscht, verlängert und durch Übergänge ergänzt werden. Zusammen mit Stem Separation, Audio-zu-MIDI und dem Export in Standardformate bleibt das Ergebnis in der DAW weiter bearbeitbar.
Wingman ist damit kein automatischer Songgenerator und auch kein Ersatz für musikalische Entscheidungen. Das Plugin verhält sich eher wie eine sehr schnelle Begleitband, die auf Zuruf mehrere Ideen ausprobiert. Ob diese Band geschmackssicher ist, muss weiterhin der Produzent entscheiden.
Weitere Informationen bietet die offizielle Produktseite von Mixed In Key Wingman 3.0. Die vollständige Liste der Änderungen steht in den Wingman Release Notes.





