SoundSwitch 2.11 bindet rekordbox erstmals offiziell ein und synchronisiert Lichtshows über PRO DJ LINK Bridge mit kompatiblen CDJs und Mixern. Hinzu kommen 128 überarbeitete Static Looks und eine neue Hilfe direkt in der Software.
SoundSwitch erweitert mit Version 2.11 seine Möglichkeiten für DJs, die ihre Beleuchtung passend zur Musik steuern möchten. Die Software unterstützt jetzt rekordbox für Mac und Windows sowie ausgewählte Geräte von AlphaTheta und Pioneer DJ über PRO DJ LINK Bridge. Engine DJ, Serato DJ Pro und VirtualDJ bleiben weiterhin Teil der unterstützten Plattformen. Die neue Anbindung dürfte vor allem für DJs interessant sein, die ihre Sets in rekordbox vorbereiten oder mit CDJs spielen. support.soundswitch.com
SoundSwitch und rekordbox arbeiten direkt zusammen
Die rekordbox-Integration geht über eine einfache Synchronisation des Tempos hinaus. SoundSwitch kann die rekordbox-Bibliothek einlesen und mit „Autoscript“ für Titel und Playlists automatisch individuelle Lichtabläufe erzeugen. Wer bestimmte Momente selbst gestalten möchte, kann Shows bearbeiten und einzelne Scheinwerfer gezielt steuern. Bei der Wiedergabe folgen die vorbereiteten Abläufe den Tracks; zudem können die Faderstellungen kompatibler DJ-Hardware die Überblendung der Beleuchtung zwischen den Decks beeinflussen.
Für Titel ohne vorbereitete Lichtshow gibt es beat-synchronisierte Autoloops. Sie funktionieren laut Hersteller auch bei nicht analysierten Tracks und Musik aus unterstützten Streaming-Diensten. Das ist bei offenen DJ-Sets hilfreich, in denen nicht jeder Song vorher feststeht. Die verwendeten Leuchten müssen allerdings zunächst in SoundSwitch eingerichtet und zugeordnet werden.
CDJ-Performance über PRO DJ LINK Bridge
Der zweite neue Weg führt über PRO DJ LINK Bridge. Die kostenlose Anwendung von AlphaTheta überträgt Wiedergabe- und Trackinformationen kompatibler Hardware über das Netzwerk an SoundSwitch. Als unterstützte Geräte nennt AlphaTheta unter anderem CDJ-3000X, CDJ-3000 und CDJ-1500X sowie die Mixer DJM-V10, DJM-V10-LF und DJM-A9. Die SoundSwitch-Hilfe führt außerdem ältere Geräte wie CDJ-2000NXS2 und DJM-900NXS2 auf. Vor einem Einsatz empfiehlt sich daher ein Blick auf die aktuelle Kompatibilitätsliste.
Bei diesem Aufbau kann die Musik weiterhin auf den CDJs laufen, ohne rekordbox als DJ-Software auf dem Laptop zu verwenden. Der Rechner bleibt für PRO DJ LINK Bridge und SoundSwitch jedoch Bestandteil der Lichtanlage. Für DMX-Scheinwerfer wird zusätzlich ein unterstütztes Interface benötigt, etwa das SoundSwitch Micro DMX Interface oder Control One. Die neue Verbindung macht ein CDJ-Setup somit nicht zu einer vollständig rechnerfreien Lichtsteuerung.
Static Looks werden flexibler
Auch abseits der neuen DJ-Plattformen hat SoundSwitch 2.11 etwas zu bieten. Bis zu 128 Static Looks in vier Bänken lassen sich verwalten und mehrere Looks gleichzeitig auslösen. Parameter können unabhängig voneinander reagieren; hinzu kommen Bewegungseffekte sowie Ein- und Ausblendzeiten. Eine Übersicht der aktiven Looks und Funktionen zum Verschieben, Kopieren und Einfügen sollen das Einrichten beschleunigen.
Praktisch ist das etwa für einen festen Grundlook, über den bei einem Break kurz eine andere Bewegung oder ein Farbwechsel gelegt wird. Zusätzlich führt Version 2.11 kontextbezogene Hilfen und einen Funktionsführer innerhalb der Anwendung ein.
Verfügbarkeit und Voraussetzungen
SoundSwitch 2.11 steht als kostenloses Update für bestehende Nutzer über die Update-Funktion der Software und auf der SoundSwitch-Website bereit. Die direkte rekordbox-Anbindung erfordert rekordbox für Mac oder Windows ab Version 7.2.19, ein Abonnement des Creative- oder Professional-Plans sowie eine separate SoundSwitch-Lizenz. Der kostenlose rekordbox-Plan und Core genügen dafür nicht.
Für die Steuerung von DMX-Beleuchtung kommt ein kompatibles DMX-Interface hinzu. Bei unterstützten Smart-Lights wie Philips Hue oder Nanoleaf ist laut SoundSwitch kein DMX-Interface erforderlich. Die Software unterstützt bis zu zwei DMX-Universen mit zusammen 1.024 Kanälen.
Für DJs mit AlphaTheta-Hardware ist Version 2.11 damit vor allem eine Erweiterung des bisherigen Workflows: Vorbereitete Songs erhalten detaillierte Lichtshows, spontane Titel laufen mit Autoloops weiter. Wer eine andere Form der SoundSwitch-Lichtsteuerung direkt in einem Standalone-System sucht, findet im Denon DJ PRIME 4 G2 ein Beispiel mit integrierter Engine-Lighting-Anbindung. Die beiden Wege unterscheiden sich beim benötigten Rechner und beim Anschluss der Beleuchtung.




