Space Raum-Simulations Plugin

Audiocube brachte das Plugin Space heraus, in das die Core-Engine des Audiocube Studios eingebaut ist. Nun hat man also auch in der DAW eine vollwertige 3D Umgebung, in der man Audioquellen platzieren und bewegen kann.

Hier kann man sogar aus der DAW die Position der Quelle und des Hörers über CC-Kanäle modulieren.  Durch die Eigenschaften der virtuellen “Luft” in diesem Raum kann man bestimmen, wie schnell das Signal mit zunehmendem Abstand gedämpft wird, es gibt einen Hall, der sich aus vier Wänden zusammensetzt, die je nach Abstand und Material den Schall reflektieren. Es ist auch ein Granulationseffekt verfügbar, der die Soundpartikel in einer Wolke verteilt.

Space Audiocube


Das Standalone Audiocube Studio verfügt zwar noch über eine Reihe Extras, wie reflektierende einzelne Wände und Audioquellen, die wie Bälle umherhüpfen. Aber das Space Plugin kann im Unterschied zu der Standalone App auch Multichannel Output bis zu 9.1.6 aber auch eine Custom Option, die frei konfigurierbare Lautsprecher bietet und wie bisher auch ein binaurales Rendering extra für Kopfhörer.


Im Prinzip kann man damit also auch für immersive Multichannel Audio Anwendungen mischen und für Kinofilme. Wie weit das in der Praxis funktioniert und für welche Fälle man dann doch ein teures Multichannel Audioprogramm braucht, kann ich nicht beurteilen. Aber hat man erst mal die Stems, dann kann man auch über DaVinci Resolve weiter abmischen, allerdings nur in der Vollversion.


Jedenfalls auch im Unterschied zu Audiocube Studio hat das Plugin nur eine Quelle, die platziert werden kann, wenn auch mit rechtem und linkem Kanal, da sie ja von dem Audio des Tracks gespeist wird, in dessen Effektkette es sitzt. Jedoch kann man in beliebig viele andere Tracks ebenfalls Space einklinken und diese Quellen werden dann auch in den anderen Plugins sichtbar.
Für die Platzierung von Audioquellen in einem virtuellen Raum bietet Space von Audiocube ausgefeilte Möglichkeiten. Damit kann man Soundlandschaften voller Tiefe und Bewegung gestalten, die ansonsten in einer DAW mit normalen Plugins gar nicht oder nur mit hohem Aufwand möglich sind.

Ein kleines Hörbeispiel:


Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gibt es Space noch zum Einführungspreis.

https://main.audiocube.app/space

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Sehr interessant, wie hört sich das Ergebnis an wenn nur eine Stereo Konfiguration vorhanden ist? Schafft Space es auch hier Signale von vorne nach hinten wandern zu lassen?

    1. Von vorne nach hinten funktioniert vor der Hörposition durch die Abschwächung des Signals, man kann einen Kreis, in dem sich die Quelle bewegt gut verfolgen. Aber bei Stereo natürlich nicht hinter dem Hörer, dazu braucht man mindestens eine Quad-Konfiguration. Da wäre der Effekt sicher noch deutlicher und in Kino-Konfigurationen sowieso, da könnte man auch Over-Head-Lautsprecher ansteuern.

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Stefan Federspiel

Grafik Designer und an Musikproduktion im Rahmen seiner Multimedia-Projekte interessiert.