Spitfire Audio und Akai Professional bringen Cinematic Libraries erstmals in das MPC-Ökosystem

Spitfire Audio und Akai Professional haben die Veröffentlichung zweier neuer MPC-Erweiterungen angekündigt, die erstmals Libraries aus der bekannten Originals-Serie direkt in das MPC-Ökosystem bringen. Mit „Originals Intimate Strings MPC Edition“ und „Originals Cinematic Pads MPC Edition“ erweitern beide Unternehmen die kreativen Möglichkeiten für Produzenten, Beatmaker und Filmkomponisten auf den aktuellen MPC-Systemen deutlich.

Die Zusammenarbeit zwischen Spitfire Audio und Akai Professional wurde bereits im Rahmen der NAMM 2026 vorgestellt. Nun erscheinen die ersten konkreten Produkte dieser Kooperation offiziell für die MPC-Plattform. Beide neuen Libraries wurden speziell für die Nutzung innerhalb des MPC-Workflows angepasst und richten sich an Musiker, die orchestrale Instrumente und atmosphärische Klangwelten direkt über Pads und Controller performen möchten. Die beiden Erweiterungen laufen unter MPC OS 3.7.1 und sind ab sofort erhältlich.

Spitfire Audio und Akai Professional MPC Ecosystem
Spitfire Audio und Akai Professional MPC Ecosystem

Spitfire Audio erweitert seine Originals-Serie für MPC

Mit der neuen Partnerschaft öffnet Spitfire Audio seine bisher überwiegend auf klassische Software-Sampler ausgerichtete Originals-Serie erstmals für die MPC-Plattform von Akai Professional. Damit werden die bekannten Sample-Libraries des britischen Herstellers direkt innerhalb der Standalone-Produktionsumgebung nutzbar. Spitfire Audio gehört seit Jahren zu den etabliertesten Anbietern hochwertiger Orchester- und Cinematic-Sample-Libraries. Besonders Produktionen aus den AIR Studios in London genießen innerhalb der Film- und Medienmusikszene einen ausgezeichneten Ruf. Genau dort entstanden auch die Aufnahmen der beiden neuen MPC-Editionen.

Die Libraries wurden laut Hersteller gezielt auf die Arbeitsweise moderner MPC-Systeme angepasst. Im Fokus stehen dabei schnelle Bedienung, performative Spielbarkeit und unmittelbarer Zugriff auf Klangparameter direkt über die Hardware. Paul Thomson, Gründer von Spitfire Audio, verweist dabei auch auf die persönliche Verbindung zur MPC-Historie. Nach eigenen Angaben entstanden bereits frühe orchestrale Produktionen auf einer MPC60. Die Integration der Originals-Serie in das MPC-Ökosystem bezeichnet er deshalb als logischen nächsten Schritt.

Originals Intimate Strings MPC Edition setzt auf emotionale Kammerorchester-Sounds

Die „Originals Intimate Strings MPC Edition“ basiert auf einer der bekanntesten Kammerorchester-Libraries von Spitfire Audio. Eingespielt wurde das Material von 25 Streichmusikern aus London. Im Mittelpunkt stehen detailreiche und emotionale Streicheraufnahmen, die besonders für Filmmusik, Ambient, Neo-Klassik oder atmosphärische Hip-Hop-Produktionen interessant sein dürften. Die MPC-Version wurde speziell auf die direkte Spielbarkeit über MPC-Pads optimiert.

Nutzer erhalten Zugriff auf verschiedene Mikrofonpositionen, darunter Close- und Tree-Signale. Zusätzlich stehen Regler für Expression und Dynamics zur Verfügung, wodurch sich die Dynamik der Streicher in Echtzeit beeinflussen lässt. Ergänzt wird das Ganze durch integrierte Hall-Effekte. Gerade für Produzenten, die ohne zusätzliche Computer-Software arbeiten möchten, dürfte die Integration innerhalb der MPC-Hardware ein entscheidender Vorteil sein. Orchestrale Sounds lassen sich damit direkt innerhalb des Beatmaking-Workflows einsetzen, ohne externe Sample-Player oder komplexe Routing-Lösungen.

Spitfire Audio und Akai Professional - Intimate-Strings
Spitfire Audio und Akai Professional – Intimate-Strings

Cinematic Pads bringen atmosphärische Soundscapes auf MPC-Systeme

Mit „Originals Cinematic Pads MPC Edition“ erscheint gleichzeitig eine zweite Erweiterung, die sich stärker auf atmosphärische Texturen und Sounddesign konzentriert. Die Library enthält 23 Presets mit sich entwickelnden Pads und Flächenklängen. Dabei kombiniert Spitfire Audio orchestrale Quellen mit Synthesizer-Elementen und stark bearbeiteten Klangtexturen. Ziel ist ein möglichst organischer und filmischer Klangcharakter. Die Sounds verändern sich im Verlauf der Performance dynamisch und eignen sich dadurch besonders für Ambient, Electronica, Soundtracks oder experimentelle Produktionen. Nutzer können verschiedene Parameter direkt über die MPC steuern.

Zu den wichtigsten Eingriffsmöglichkeiten gehören:

  • Reverb
  • Attack
  • Release
  • Distortion
  • Mellow
  • Bright
  • Cinematic Signal-Optionen

Dadurch lassen sich Intensität, Räumlichkeit und Bewegung der Sounds unmittelbar beeinflussen. Besonders interessant dürfte dies für Live-Performer und Produzenten sein, die ihre Klangflächen aktiv während der Produktion oder Performance formen möchten.

MPC entwickelt sich weiter zur umfassenden Produktionsplattform

Die Zusammenarbeit zwischen Spitfire Audio und Akai Professional zeigt gleichzeitig, wie stark sich die moderne MPC-Plattform in den vergangenen Jahren verändert hat. Während ältere MPC-Systeme primär als Sampling- und Beatmaking-Werkzeuge galten, positionieren sich aktuelle Modelle zunehmend als vollwertige Produktionsumgebungen. Durch die Integration hochwertiger Instrumente und spezialisierter Sound-Libraries erweitert Akai Professional die kreativen Einsatzmöglichkeiten deutlich über klassische Hip-Hop-Produktionen hinaus.

Andy Mac von Akai Professional beschreibt die Zusammenarbeit entsprechend als Erweiterung des emotionalen und cineastischen Potenzials innerhalb der MPC-Welt. Laut seiner Aussage sollen die neuen Libraries Produzenten Zugriff auf besonders ausdrucksstarke und filmische Sounds ermöglichen. Interessant ist dabei vor allem die Verschmelzung zweier Produktionswelten: Klassische Orchester- und Filmmusik-Elemente treffen direkt auf den performativen MPC-Workflow, der traditionell stark im Bereich Hip-Hop, Electronic und Beat Production verankert ist.

Gerade moderne Genres arbeiten inzwischen häufig mit hybriden Produktionsansätzen. Atmosphärische Streicherflächen, Sounddesign-Elemente und orchestrale Texturen gehören längst auch in Trap-, LoFi-, Ambient- oder Cinematic-Electronic-Produktionen zum Standardrepertoire.

Standalone-Produktionen gewinnen weiter an Bedeutung

Die Veröffentlichung dürfte auch deshalb auf Interesse stoßen, weil Standalone-Produktionen ohne klassischen Computer-Workflow weiterhin an Bedeutung gewinnen. Aktuelle MPC-Systeme ermöglichen umfangreiche Musikproduktionen direkt innerhalb der Hardware. Durch die Integration hochwertiger Sample-Libraries entstehen zunehmend geschlossene Produktionsumgebungen, die ohne zusätzliche Software auskommen.

Video: Spitfire Audio und Akai Professional – MPC Editions

Für viele Produzenten spielt dabei der unmittelbare kreative Zugriff eine wichtige Rolle. Statt komplexer DAW-Setups stehen direkte Bedienung, Performance-orientiertes Arbeiten und schnelle Ideenfindung im Vordergrund. Die neuen Spitfire-Libraries passen genau in diesen Trend. Orchestrale Instrumente und Cinematic-Sounds lassen sich nun direkt innerhalb der MPC-Hardware nutzen, ohne zusätzliche Sampler oder externe Plugins laden zu müssen.

AIR Studios bleiben ein wichtiges Qualitätsmerkmal

Ein weiterer zentraler Faktor der neuen Libraries ist die Produktion in den AIR Studios in London. Die Studios gehören seit Jahrzehnten zu den renommiertesten Aufnahmeorten für Film- und Orchestermusik. Zahlreiche bekannte Soundtracks und orchestrale Produktionen wurden dort aufgenommen. Spitfire Audio nutzt die AIR Studios bereits seit vielen Jahren als zentrale Produktionsstätte für zahlreiche Libraries. Der charakteristische Raumklang und die hochwertige Mikrofonierung gelten innerhalb der Sample-Library-Szene als wichtiger Bestandteil des typischen Spitfire-Sounds. Auch die neuen MPC-Versionen sollen diesen Klangcharakter möglichst authentisch auf die MPC-Plattform übertragen.

Preis und Verfügbarkeit

Sowohl „Originals Intimate Strings MPC Edition“ als auch „Originals Cinematic Pads MPC Edition“ sind ab sofort erhältlich.

Die beiden Erweiterungen kosten jeweils 29 Euro. Voraussetzung ist MPC OS 3.7.1. Mit der Veröffentlichung starten Spitfire Audio und Akai Professional gleichzeitig den ersten konkreten Ausbau ihrer auf der NAMM 2026 angekündigten Zusammenarbeit. Es ist daher durchaus denkbar, dass künftig weitere Libraries der Originals-Serie für die MPC-Plattform erscheinen werden.

Gerade Produzenten, die nach schnellen cineastischen Klanglösungen innerhalb eines Standalone-Workflows suchen, dürften die neuen Erweiterungen interessant finden. Die Kombination aus performativer MPC-Steuerung und hochwertigen Spitfire-Aufnahmen erweitert die kreativen Möglichkeiten aktueller MPC-Systeme deutlich.

Hier ist der Link dazu: https://www.akaipro.com/spitfire-audio/

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Andreas

Musiker und Musikproduzent: Gitarre, Keyboards, Drums und Gesang, Tonstudio, Songwriter, Qualitätsmanager, Hobbyfotograf und Online-Redakteur.