Hier gibts was auf die Ohren, Testbericht TEUFEL Aureol Massive.

2 Kommentare

Genau wie die Mikrophone sind auch die Kopfhörer in der Musikproduktion nicht wegzudenken, egal ob vor oder hinter dem Mischpult zum Beispiel für das Monitoring, mit dem Aureol brachte die deutsche Firma TEUFEL ihren ersten Kopfhörer heraus und hier zeigt sich mal wieder was wir in Deutschland unter Qualität verstehen.

Der Aureol Massive von Teufel macht einen sehr stabilen und wertigen Eindruck, der geschlossene Kopfhörer wird mit einer Tasche und zwei Kabeln geliefert, hier fällt auf das sich jemand Gedanken gemacht haben muss, denn die Kabel sind ausreichend lang, wir finden ein Spiralkabel mit einer Länge von 2,5 Metern und ein normales Kabel mit einer Länge von 3 Metern. Zusätzlich ist noch ein Adapter von Miniklinke auf Normal- Klinkenstecker beigefügt. Die Kabel sind sowohl am Kopfhörer fixierbar wie auch am Adapter. Der Aureol Massive mit der Artikel Nummer AC9050PH lässt sich platzsparend zusammenfalten, außerdem sind beide Hörmuscheln wegklappbar, ideal also für DJs, die die Hörmuschel Ihrer Wahl vom Ohr wegklappen um im Bilde zu bleiben was im Club abgeht 🙂

Der erste Kopfhörer von Teufel ist ein handfestes Arbeitsgerät für HiFi-Fans, Musiker und DJs, er ist an den Hörmuscheln und dem Bügel ausgiebig gepolstert und ermöglicht so eine dauerhafte Nutzung.

Hörtest
Ich muss vorwegnehmen das ich seit gefühlten Ewigkeiten einen Kopfhörer der Marke AKG im Studio nutze, der nach dem Prinzip der offenen Bauweise gebaute K141 Monitor ist seit Beginn meiner Tätigkeiten im Tonstudio stets dabei gewesen und hat meine Hörgewohnheiten bei Kopfhörern sicherlich inzwischen geprägt. Zurück zum Teufel Aureol Massive, schon beim aufsetzen merkt man den Unterschied zum K141 der eher etwas labberig am Kopf anliegt, der Teufel Kopfhörer schmiegt sich hingegen fest aber nicht störend an den Kopf und schließt die Ohren fast komplett von der Außenwelt ab.

Die Polsterung ist angenehm. Kommen wir zum wichtigsten dem Klang, ich habe eine aktuelle Produktion zum Testen ausgewählt die einen starken Tiefbassanteil vorweist. Nach dem ich Cubase 6 dazu veranlasst habe die Wiedergabe des Musikstücks zu starten, musste ich mir direkt den Teufel Aureol Massive vom Kopf reißen, ich war irritiert und hatte Angst das ich vergessen hätte die Monitorboxen abzuschalten. Was da an Bass an meine Ohren gelangte war der absolute Wahnsinn, es ist unglaublich was die Teufel Ingenieure da gezaubert haben, man verzeihe mir meine Ausdrucksweise aber dieser fette und druckvolle Sound ist einfach magisch.

Es ist schade das ich hier kein Klangbeispiel bereitstellen kann aber es sei bemerkt das der Teufel Aureol Massive zu einen sehr fairen Preis gehandelt wird, bei dem man eigentlich nichts falsch machen kann.

Die geschlossene Bauweise des Kopfhörers ist natürlich gerade für das Monitoring im Studio und im Aufnahmeraum sehr sinnvoll, auch die erreichbare Lautstärke des Teufel Kopfhörers ist absolut Tinitus tauglich, damit will ich sagen das derjenige der es laut mag auch aufdrehen kann bis ihm die Ohren qualmen, auf eigenes Risiko eben aber die Hörgerätetechniker wollen ja auch leben.

teufel aureol massive Kopfhörer Test
Teufel Aureol Massive

Im direkten Vergleich mit dem AKG K141 muss ich diesem ein klein wenig mehr Transparenz bescheinigen, was aber auf die offene Bauweise des K141 zurück zu führen ist, der Teufel klingt runder und fülliger, vor allem der bis in den Keller reichende Bass ist fantastisch, da kommt der AKG nicht mit.

Auch an einen MP3 Player oder an einem Musik fähigem Mobil Telefon macht der Teufel Aureol Kopfhörer eine sehr gute Figur, ich hatte letztes Jahr einen dreier BMW für einen Freund von Deutschland nach Spanien überführt und der hatte, dank Subwoofer, auch einen wirkliche satten Bass, nun brauche ich für dieses Sounderlebnis nur noch einen kleinen MP3 Player und den Aureol von Teufel, Anspieltipp Michaels Jacksons Earth Song oder Lady Gagas Alejandro.

Auch im Jazz Bereich macht der Aureol eine gute Figur, der Kontrabass knarzt und die Bassdrum werkelt da wo sie hingehört, Impulsspitzen nimmt der Teufel auch nicht krumm und steckt diese locker weg.

Natürlich habe ich den Kopfhörer auch ein wenig gequält und zwar mit einer speziellen Schlagzeug Software, bei synthetischen Subbass Schlägen konnte ich den Teufel hier etwas aus dem Tritt bringen, allerdings waren dies unbearbeitete und noch nicht gemasterte Sounds bei voller Lautstärke. (Auch mein Hörgerät wird sicherlich schon irgendwo gebaut….)

Die technische Daten des Teufel Aureol Massive:

  • Impulsbelastbarkeit (IEC – Short Term) 1 Watt
  • Maximaler Schalldruck (dB/1m) 98
  • Impedanz 32 Ohm
  • Frequenzbereich von/bis 10 – 22.000 Hz
  • Sonstiges Treiber: 50mm, 1x Kopfhörer-Spiralkabel (2,5m, 6,3mm Stecker), 1x Kopfhörer-Kabel (3,0m, 3,5mm Stecker)
  • Gewicht 0,40 kg

Teufels erster Kopfhörer ist ein gelungener Einstieg, mehr Klang fürs Geld gibt es wohl nirgendwo, das ist einen buenasideas.de Tipp wert, mein alter AKG K141 geht nun in seine wohlverdiente Rente, nun gut wohl hier und da mit Teilzeitarbeit, mein neuer Kopfhörer fürs Tonstudio heißt jetzt Teufel Aureol und meine Frau freut es auch, da ich nun nicht mehr unbedingt die Monitorboxen laut aufdrehen muss um den Bass zu beurteilen.

Weitere Informationen findet Ihr beim Hersteller Teufel: Teufel-Aureol Massive

Testergebnisse:

  • Lieferumfang: sehr gut
  • Klang: sehr gut
  • Tragekomfort: gut
  • Preis / Leistung: Hervorragend
  • Note insgesamt: Sehr gut

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

2 Gedanken zu “Hier gibts was auf die Ohren, Testbericht TEUFEL Aureol Massive.”

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen