SPL Passeq nun als Sofware, für einen sehr interessanten Preis.

Der Passeq Equalizer in Hardware Form ist in vielen Tonstudios ein Geheimtipp, klar ist das soviel Qualität, wie sie der SPL Passeq bietet, auch Ihren Preis hat, gute 3000,- Euro sind sicherlich angemessen, sprengen aber auch das Budget von kleinen und auch mittelgroßen Audio Produzenten, nun hat SPL den passiven Equalizer als Analog Code® Plug-in umgesetzt.

Die Equalizer bekamen ihre Bezeichnung vom englischen Wort equalize das ins Deutsche übersetzt „angleichen“ bedeutet. Wir finden bei den Equalizern zwei Bauformen, zum einen der heute sehr verbreitete parametrische Equalizer, und zum anderen die grafischen Equalizer. Die grafischen Equalizer (EQ) verfügen im Gegensatz zum parametrischen EQ über fest eingestellte Frequenzen die verstärkt oder abgesenkt werden können.

Meist werden die grafischen Equalizer in der Beschallungstechnik eingesetzt sie sind aber auch im Tonstudio zu finden, ein sehr bekannter Vertreter ist hier der Pultec, der schon seit langem nicht mehr hergestellt wird, von dem es aber zahlreiche Nachbauten gibt, der Pultec EQ bietet allerdings im Vergleich zum SPL Passeq nur wenig Eingriffsmöglichkeiten in die Klanggestaltung da er nur über zwei Bänder und vergleichsweise wenig schaltbare Frequenzen verfügt.

Der SPL Passeq verfügt über insgesamt 72 Frequenzen pro Kanal die sich aufteilen in 36 Frequenzen für die Absenkung, (Cut), sowie 36 Frequenzen für die Anhebung, (Boost), wobei diese Frequenzen wie Zahnräder ineinandergreifen.

Die Boost und Cut Frequenzen sind unterschiedlich vorgegeben, dies bedeutet das es ausgeschlossen ist das wir eine schon per Boost angehobenen Frequenz wieder mit Cut absenken. Die Frequenzen sind fest eingestellt und folgen nicht irgendeiner messtechnischen Norm sondern wurden von SPL und einer Reihe prominenter Toningenieure nach musikalischen Gesichtspunkten ausgesucht, was sich in der Praxis als sehr vorteilhaft herausstellt.

Auch hervorzuheben da sehr zeitsparend ist der Link Mode des SPL Passeq Plugins, hier werden die beiden Mono Kanäle so verlinkt das jegliche Reglereinstellung sich auf beide Kanäle auswirkt, das kann die Hardware Version des Passeq nicht.

SPL - Passeq Hardware Equalizer
SPL – Passeq Hardware Equalizer

Die Hardware Version des SPL – Passeq Equalizer kann man getrost als Boliden bezeichnen, ganze vier Höheneinheiten beansprucht das edle Gerät im Studiorack und ist mit feinster Technik ausgestattet, das Analog Code® Passeq Plugin eifert seinem großen Hardware Vorbild bezüglich der Größe etwas nach, was allerdings kein Nachteil ist denn so haben wir eine übersichtliche und sehr aufgeräumte Bedienoberfläche vor uns, SPL hat sich für diejenigen die wenig Platz auf Ihrem Bildschirm haben jedoch etwas einfallen lassen und bietet mit der alternativen „Passeq Single“ Oberfläche die annähernd gleichen Bedienmöglichkeiten über eine platzsparende Alternative, hier werden alle Einstellungen nur für einen Stereo Kanal angezeigt, die vorgenommenen Änderungen wirken sich jedoch auf beide Stereo Kanäle aus.

SPL Passeq Analog Code Plugin Single
SPL Passeq Analog Code Plugin Single

Verzichten muss man bei der Single Darstellung allerdings auf den M/S Modus zu dem wir hier später noch kommen, die Anordnung der Bedienelemente ist kreisförmig, im Zentrum befindet sich der Gain Regler der von -66 db bis auf 0 db einstellbar ist. Um diesen großen zentralen Regler verteilen sich die Frequenz Einstellregler und die virtuellen Cut und Boost Potis.

Einen Vorteil den der Passeq in Form des Analog Code® Plugins bietet hat die Hardware Version nicht, das Passeq Plugin verfügt über einen M/S Modus, in diesem Modus werden im linken Bereich des Equalizers nur die Mittensignale und im rechten Bereich die Stereo Signale bearbeitet, vielen dürfte der M/S Mode schon des öfteren einmal aufgefallen sein wenn das Autoradio mangels genügender Feldstärke vom Stereo Modus in den Mono Modus schaltet, die Radio Signale werden schon seit Ewigkeiten im M/S Modus gesendet so das bei unzureichender Feldstärke das Stereosignal einfach abgeschaltet werden kann.

Diese Technik macht bei der Klanggestaltung zum Beispiel beim Mastering unbedingt Sinn, wir können so zum Beispiel die tiefen Frequenzen im Mittensignal, (Monoanteil der Audioaufnahme) klanglich anpassen und die reinen Stereosignale die hauptsächlich für die Rauminformation des Audiosignals zuständig sind entweder unangetastet lassen oder in den hohen Frequenzbereichen bearbeiten.

SPL PASSEQ Analog Code Plugin, passiver Equalizer
SPL PASSEQ Analog Code Plugin, passiver Equalizer

Nun wie klingt das ganze? Die Spannung war natürlich groß denn einen Hardware Passeq kann auch ich mir momentan nicht leisten, aufgrund eifrigem Studiums von verschiedenen Testberichten über den Hardware Passeq Equalizer wurde ich allerdings einer gewissen Faszination für dieses Gerät gewahr.

Ich habe also das Passeq VST3 Plugin in Steinbergs Wavelab 7 geladen und ein wenig an den Reglern geschraubt, das sonderbare war das das Passeq Plugin selbst bei extremen Einstellungen noch verdammt gut klingt, überhaupt konnte ich mich der Faszination die den glücklichen Passeq Hardware Besitzern widerfuhr sehr schnell anschließen, der Klang den der Passeq zaubert ist magisch, insbesondere deshalb da wir es ja hier mit einer Software zu tun haben die weder über edle Bauteile noch über eine analoge Bauweise verfügen kann. Ich muss SPL dahingehend recht geben das die Entwickler dieser Firma den Analog Code geknackt haben.

Das Passeq Plugin bietet einen absolut sauberen und klaren Klang, es ist als würde man einen Vorhang wegziehen wobei ich hier nicht das Wort Exiter benutzen will , denn damit hat das Passeq Plugin nun wirklich nichts zu tun, es klingt magisch, schön, warm, edel und analog. Es ist wirklich ein Wunder was SPL da auf die Beine gestellt hat.

buenasideas-tippFAZIT: SPL hat mit dem Passeq Plugin den passiven Equalizer schlechthin im Programm und das zu einem wirklich fairen Preis von nur 149,- Euro (netto), es macht Spaß mit dem Passeq Plugin zu arbeiten, die Bedienung ist ergonomisch und schlichtweg genial gelöst, auch ich bin vom Passeq Virus befallen was sich in einem stetigem Lächeln äußert wenn ich mit dem Plugin arbeite.

Ob bei der Musikproduktion am Computer oder beim Mastering, der Passeq ist der ideale passive Equalizer, wir finden hier eines der Plugins an dem wirklich kaum ein Weg vorbeiführt wenn Ihr ernsthaft Musik produzieren wollt.

Das es hier einen buenasideas.de Tipp gibt ist mir ein unbedingtes Bedürfnis, außerdem habe ich schon wieder dieses Lächeln auf dem Gesicht und das nur weil ich über den Passeq geschrieben habe….

Das beste zuletzt, es gibt eine kostenlose voll funktionsfähige TRIAL Version für die nicht einmal ein iLok nötig ist, (Für die Vollversion benötigt Ihr einen iLok), weitere Informationen und die Trial Version findet Ihr beim Hersteller: www.spl.info

Hier ist noch ein Video in englischer Sprache von SPL das ich auf Youtube aufgetan habe:

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