TubeOhm begeistert nicht nur mit herausragenden Synthesizer Plugins, sondern baut auch FX Plug-ins für die Klangbearbeitung. Schauen wir uns hier einmal den T-Xiter an, ein Exiter mit 3 Harmonic Generatoren.

Der Begriff Exiter leitet sich aus dem englischen „to excite“ ab, bedeutet also anregend. Gemeint ist hier im musikalischen Kontext, das Hinzufügen von Harmonischen (ganzzahliges Vielfaches einer Grundfrequenz). Dadurch wirkt das Klangsignal transparenter und lauter, obwohl sich die Lautstärke nicht wirklich verändert hat.

Bekannt wurde die Geheimwaffe Exiter in der Musikproduktion ab 1970. Der zwar damals schon existente Exiter-Effekt (der erste Exiter wurde 1955 von Charles D. Lindridge gebaut) war bis zu diesem Datum noch sehr, sehr teuer und nur große, kapitalkräftige Tonstudios konnten ein solches Klangveredelungsgerät einsetzen.

Ab 1970 baute die Firma Aphex den Aural Exciter aber auch dieser war noch kostspielig und wurde aufgrund seines hohen Preises mehr vermietet als verkauft. Dies wiederum änderte sich dann um 1980, als das Modell C der Firma Aphex erschien. Fortan war der Exciter-Effekt auch für kleine und mittlere Tonstudios bezahlbar.

Spätestens nachdem die Firma Behringer den Exiter zum Sparpreis auf den Markt brachte, waren diese Geräte auch für den Homerecording-Bereich nutzbar, und in der Epoche der Musikproduktion am Computer bieten einige Hersteller den Exiter-Effekt auf Softwarebasis als Audio Plugin an. Hierzu gehört auch Tubeohm, dessen T-Xiter wir uns hier einmal genauer ansehen und anhören wollen.

t xiter248

Der T-Xciter von TubeOhm generiert harmonische Obertöne und mischt sie dann dem originalen Audio-Signal zu. Dies hat dann den Effekt, als habe man eine dicke Decke von den Lautsprechern entfernt. (So ähnlich wie in einer aktuellen Waschmittelwerbung, die entfernen auch ein vorher nicht bemerktes Grau von den Plörren und alles wirkt irgendwie farbiger …)

Die Höhen klingen crisper, die Bässe kommen nun von ganz unten und der ganze Sound bekommt mehr Transparenz, es klingt einfach besser.

Der T-Xciter enthält 3 Harmonic-Generatoren, einen für die tiefen Frequenzen und zwei (A+B) für die hohen Frequenzen.

T Xiter248 low

Oben sehen wir den Bereich LOW des T-Xiters. Mit dem Schalter „Low“ kann die Generierung harmonischer für den Bereich 50–500 Hz eingeschaltet werden, die Einsatzfrequenz des T-Xiters ist über den Drehregler „Frq“ bestimmbar, mittels des Reglers „Harmonics“ kann die Anzahl der hinzuzufügenden Oberwellen eingestellt werden, über Mix wird jetzt der Anteil der Obertöne, die dem Originalsignal beigemischt werden sollen, geregelt.

T Xiter248 high

Der Bereich für die hohen Frequenzen weist die gleichen Regelungen auf, allerdings kann auf einen zweiten Harmonic-Generator (B, LED an) geschaltet werden. Dieser generiert dann extreme Höhen.

Es gilt allerdings gerade beim Einsatz von Exiter: weniger ist mehr. Unsere Ohren spielen uns schnell einen Streich und wir gewöhnen uns an das „verbesserte“ Audio-Signal. Daher sollte man immer mit ausgeruhten Ohren an die Abhöre gehen. Wenn der Effekt des Exiter gerade noch auffällt, dann ist es meistens genau der richtige Anteil an Verbesserung.

Ich habe ein kleines Video mit Klangbeispiel ins Netz gestellt. Die Exiter-Einstellung ist hier absichtlich etwas zu stark, um den Effekt besser hörbar zu machen, in einer „echten“ Produktion sollte der Exiter allerdings nicht so deutlich wahrnehmbar sein.

Den TubeOhm T-Xiter gibt es im Pack mit einem Noise-Gate Plugin namens N-Gate für schlappe 24,– Euro. Das T-Xiter Plugin ist nicht sehr leistungshungrig und kann daher auch auf älteren Rechnern (Pentium IV) eingesetzt werden, auch mehrere Instanzen waren ohne Weiteres möglich.

Mehr Informationen und die direkte Bestellmöglichkeit findet Ihr hier: www.tubeohm.com/TubeOhm/Effekte.html (Sorry, der Link ist nicht mehr verfügbar, aber schaut hier: https://www.buenasideas.de/2026/tubeohm-verschenkt-mehr-als-25-seiner-32-bit-plugins/ )

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