Epica von Zero-G Audio Samples – angetestet von unserem Leser Andreas Bartsch

Der Blick auf mein Debüt – Testobjekt für Buenasideas erweckte bei mir zunächst den Eindruck : “ och , das ist ja nur mal so ein kleiner Quäk – und Quietsch – Kasten zum Rumschrauben “ – beim genauen Hinsehen aber absolute Fehlanzeige … denn genauer handelt es sich um ein Interface für den KONTAKT 5 – Player und nachdem einige Kaffeetassen weiter ganze 12 GB Downloadmaterial die Festplatte bereicherten – war klar , diese nahezu 17.000 SAMPLES in 24-bit Qualität , die der Autor Sam Spacey in dreijähriger Arbeit erschaffen und entsprechend editiert hat bedeuten auch für mich einige Stunden wenn nicht Nächte Arbeit oder besser gesagt ein höchst kreatives Vergnügen .

Benötigt wird hierzu mindestens eine FREE – Version des KONTAKT 5 – Players , ich teste das Produkt mit einer KONTAKT 5 – Vollversion . Als Ambientfreak gerate ich hier schon nach kurzem Anspielen einzelner Presets völlig ins Träumen aber auch Synthifreaks der ersten Stunde finden hier alles , was glücklich macht .

EPICA
EPICA

Der Aufbau

Bei den Samplematerial findet sich eine ansehnliche klassische Auswahl bekannter Instrumente wie beispielsweise ARP’s Odyssey Mk3 , Sequential Circuits Pro-1 , Roland D-50 , VIRUS Ti sowie eine Auswahl der YAMAHA Dx – Serie und der eigene Custombuilt ModularSynth des Herrn Spacey . Natürlich sind es alles komplexe Multisamples und nicht mal eben mittels MP3 – Recorder lieblos dahin geklatscht , so kam nur aufwendigste Recording – Technik zum Einsatz .

Die Presets verteilen sich in entsprechende Unterverzeichnisse wie Pads, Bright, Soft, Bass, Mono, Plucked, Sci Fx, Effected und Sequence sowie die 117 MULTI – Presets . Natürlich lassen sich bekanntlich ebenso mit KONTAKT mehrere Einzelpresets gleichzeitig laden , die man durch entsprechende Editierung zu weiteren einzigartigen Multiklängen zusammenfügen kann .

Das Interface selbst hat eine Bedienoberfläche , mit der man in vielfältigster Weise die Samples und auch Loops verändern und vielseitig modulieren kann , so entstehen nicht nur völlig neue sagenhafte Klänge sondern auch ganz neue Effektarten , wie man sie nicht gerade bei jedem Sampler / Library vor findet .

Der Klang

Epica-BoxShotDie Samples und Loops klingen glasklar und dynamisch im gesamten Freuquenzbereich, knackige naturbelassene Solo- und Monoklänge sowie nahtlose (?) Loops bei den Flächen, zumindest so lange die originale Samplelänge da ist . Hier gibt es nämlich die Verschiebemöglichkeit des Startpoints , besonders sticht hier Randomfunktion ins Auge , die nicht nur atemberaubende Synthibässe und Filtersweeps erzeugt sondern auch Sphären und PAD- Sounds in ein ungewöhnlich lebendiges Gebilde verwandelt . Schön … aber nun Butter bei die Fische und zu meinem obigen Fragezeichen , die Freude ist schnell getrübt – so tritt hier je nach Startpoint – Verschiebung hin und wieder ein deutliches Knacken auf , das bei Flächenklängen mitunter recht störend wirkt , allerdings lässt es sich mit einem ganz leicht offenen Attackregler wieder kompensieren und zumindest der Einsatz klingt immer noch brauchbar .

Im Nachhinein fällt mir beim genauen Betrachten der vielen MULTIpresets auf , das dieser kleine Trick offensichtlich auch dort reichlich Anwendung findet . Ob vom Autor nun gewollt oder ein BUG … ich werde im jeden Falle da mal nachfragen , was es damit auf sich hat .

Klangbeispiel:

Des weiteren fällt mir beim Hantieren mit dem Frequenzregler des Filters gerade bei Eigenmodulation mit hohem Q-Faktor ein feiner Treppcheneffekt auf , somit ist hier kein reines stufenloses Gleiten realisierbar . Darum sehe diesen Bereich somit auch nur als mittelprächtig , zur Auswahl steht hier 12 und 24 db jeweils mit TP / MP / HP oder halt Bypass . Selbstverständlich enthalten viele Samples die Charaktere der jeweiligen instrumenteneigenen Filter , was das Ganze noch etwas rettet . Gerade bei Bassläufen mittels Sequencer ist das Echtzeitschrauben mit dem Startpoint eine wahre Bereicherung … wenn denn nicht wieder die obig zitierten Knackser auftreten würden , also wieder mit Attack versuchen das ganze noch brauchbar zu halten … was erstaunlicherweise immer funktioniert denn ein hörbarer Attack tritt erst weit später nach dem Entknacksen auf , recht lustig das Ganze

In jedem Falle sollte das auf der Liste eines späteren Updates/Patches stehen , wenn eines kommen sollte . Anders herum ist es schon interessant , denn uralte Synth hatten wirklich recht nebengeräuschvolle VCA .. hier würden jetzt nun wieder seitenlange Forendebatten ausbrechen , also erstmal genug davon .

Bewertung

Positiv :

+ sehr schöne kräftige trockene Mono/Solo – Klänge

Negativ :

– Filterfrequenz vom Interface gleitet nicht stufenlos , stört besonders bei Eigenresonanz
– Verschieben des Startpoints verursacht stellenweise deutliche Knackser

Weitere Infos und die Bestellmöglichkeit findet Ihr hier: www.zero-g.co.uk/store/epica-p515.php

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