EZKeys Classic Electrics – Testbericht

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Mein Interesse an dem Sound eines E-Pianos wurde mit dem Song die Tänzerin von Ulla Meinecke geweckt, der Keyboarder Edo Zanki spielte da so genial und dynamisch einen E-Piano Sound, dass es einem die Gänsehaut über den Körper jagte.

Es handelte sich bei diesem Keyboard allerdings nicht um ein Rhodes oder gar ein Wurlitzer, sondern um ein Yamaha GS1, ein seltenes aber äußerst beliebtes Instrument, das damals schon die FM-Synthese nutzte und als Wegbereiter des erfolgreichen DX7 gilt. Seither bin ich auf der Suche nach eben diesem Sound, soweit ich weiß wurde das Yamaha GS1 bisher noch nicht virtualisiert, liebe Plugin Entwickler, das wäre doch mal was 🙂

Das hier bereits ausführlich getestete EZKeys von Toontrack, hat unlängst Zuwachs bekommen. Zwei E-Pianos ergänzen nun den Flügel und das Klavier, es handelt sich bei diesen zwei E-Pianos um die wohl bekanntesten E-Pianos überhaupt, ein Rhodes MK 1 und ein Wurlitzer 200A.

Beide Instrumente wurden in Schweden in ausgesuchten Tonstudios aufwendig gesampelt und so aufbereitet, dass die Presets ohne weitere Nachbearbeitung im Mix einsetzbar sein sollen, ich habe mir die E-Pianos einmal genauer angeschaut und auch angehört und dazu zahlreiche Klangbeispiele erstellt.

Installation und Aktivierung

Wie bei Toontrack üblich ist die Installation über den Toontrack Account mittels einer Seriennummer einfach und schnell erledigt, sehr schön ist das EZKeys, wie auch die dort nachinstallierbaren Instrumente, auf zwei Rechnern gleichzeitig eingesetzt werden dürfen. Dazu ist nur das Aktivieren auf dem jeweiligen Computer vonnöten.

Die Aktivierung erfolgt seit einiger Zeit schon aus dem Programm heraus, so dass es nicht notwendig ist, den Internetbrowser zu bemühen, Die Vorraussetzung dafür ist allerdings das ein User Account auf dem Computer, der für die Installation ausgewählt wurde, existiert. Zusätzlich zu Classic Electrics habe ich noch die beiden neuen Midi Librarys für EZKeys „Jazz“ und „RnB“ installiert, bei diesen ist keine spezielle Aktivierung mehr notwendig.

EZKeys-Classic-Electrics-200A
EZKeys-Classic-Electrics-200A

Einstellungen

Beide Instrumente wurden umfangreich gesampelt und benötigen genauso viel (oder besser: so wenig) Zeit zum Laden wie auch das Klavier und der Konzertflügel für EZKeys. Abhängig vom gewählten Instrument und dem darin gerade aktiven Preset erscheinen verschiedene, jeweils zum Preset passende, Einstellungsmöglichkeiten.

So erscheinen beim „Default“ Preset des Mark 1 zum Beispiel die Regler: Line Amp, Bite, Reverb und Bass, beim Preset „DI“ erscheinen dann: Preamp Blend, Key Noise, Pedal und Bass. Die in EZKeys obligatorischen Einstellungen für die Dynamik und die Stimmung sind auch bei den Classic Electrics zu finden.

Klang

Kommen wir hier zum Wichtigsten dem Klang, beide E-Pianos klingen sehr authentisch, meiner Ansicht nach wurde allerdings bei einigen Presets etwas zu viel des Guten getan, was aber wiederum Geschmacksache ist, der typische Rhodes und Wurlitzer Sound wurde hier tatsächlich getroffen.

Ich habe gerne den Line Amp Regler bei einigen Presets zurückgedreht da es für mich so weniger angezerrt und besser klang. Wie gesagt das ist Geschmacksache und der Line Amp Regler erfüllt also so seinen Zweck.

EZKeys-Classic-Electrics-MK1
EZKeys-Classic-Electrics-MK1

Hier sind nun die Klangbeispiele:

Rhodes MK 1

EZKeys-Classic Electrics MK 1 Preset DI:

EZKeys-Classic Electrics MK 1 Preset SoftBallad:

EZKeys-Classic Electrics MK 1 Preset 1970s:

EZKeys-ElectricMK1-RetroFunk:

Wurlitzer 200A

EZKeys-Classic Electrics 200A Preset Default:

EZKeys-Classic Electric 200A Preset Dirty Small Amp 2:

EZKeys-Classic Electrics 200A Preset Phaser-Ballad:

EZKeys-Classic-Electrics-200A-Preset Rotary Speaker:

Und hier ist ein kleiner Beispielsong

ezkeys-electrics-DEMO:

EZKeys Classic Electronics Beispielsong
Der E-Piano Song erstellt mit 2 x EZKeys (MK 1 und 200A) jeweisl EZMix Chuck Anlay Presets in den Spuren und EZMix in der Master Spur. Auch zu sehen ist das BlueCat BCDP Meter Pro Visualisierungs Plugin

Bei diesem kleinen Beispielsong habe ich auf die EZKeys Midi Library „RnB“ von Toontrack zurückgegriffen und beide E-Pianos abwechselnd eingesetzt. Obwohl es nicht unbedingt erfoderlich ist, habe ich mit EZMix 2 noch auf jede der beiden Spuren ein Chuck Anlay Preset gelegt.

Beim 200A ist es das Stereokeys Wet Preset und beim MK 1 das Stereokeys Wide Preset. In der Summe werkelt dann noch das EZMix 2 Preset Master 1. Der im Bild zu sehende BlueCat BCDP Meter diente mir nur zur Ermittlung der Pegel, nee im Ernst da ich nur 2 Kanäle in Mixcraft 6 auf hatte habe ich auf den freien Platz das BCDP Meter gelegt, sonst hätte ich das nicht gemacht.

Fazit:

Ich konnte nicht anders und habe den Klang des EZKeys Classic Electrics MK 1 mit dem Mark One aus XLN – Addictive Keys verglichen, es fällt dabei auf das der Klang dort etwas gefälliger und weicher wirkt, ich wage zu behaupten das Toontrack mit dem MK 1 etwas näher am Original ist. Es klingt einfach etwas schmutziger, ebenso wie es von einem Fender Rhodes MK 1 erwartet wird.

Der Wurlitzer ist auch hervorragend spielbar und klingt sehr gut, mein Favorit ist und bleibt allerdings der MK 1. Zumindest solange wie Toontrack keinen Yamaha GS1 sampelt und für EZKeys zur Verfügung stellt, so jetzt haben wir den Kreis zum Anfang dieses Testberichts wieder geschlossen 🙂

Bewertung nach Schulnoten:

  • Bedienung: Gut (2)
  • Klang: Sehr gut (1,4)
  • Presetauswahl Gut (2,4)
  • Preis / Leistung: Gut (1,8)

Gesamtnote: Gut (1,9)

Weitere Infos, Klangbeispiele und eine kostenlose Demo Version gibt es bei:  www.toontrack.de

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