Audacity 1.3.7beta Freeware Audio Editor Testbericht.

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Audacity Testbericht.

Gestern hatte ich hier ja schon darueber informiert das es eine neue Beta Version (V 1.3.7) von der Freeware Audio Bearbeitungs Software Audacity gibt und diese heruntergeladen und kurz angetestet.

Ich bin etwas verblüfft darüber was Audacity so noch alles kann, denn wir haben es hier nicht nur mit einem einfachen Audio Editor zu tun sondern mit einer kompletten Mehrkanal Studio tauglichen DAW Software.

Mal abgesehen davon das Audacity kostenlos zu haben ist bietet es noch einen anderen großen Vorteil, Audacity ist sowohl für Windows (auch 98, ME und 2000) wie auch für MAC OS (Apple) und LINUX / UNIX in der gleichen Version verfügbar.

Audacity liest Audiodateien in den Formaten: WAV, AIFF, OGG-VORBIS, FLAC, MP3 und nach Konfiguration auch FFMPEG kompatible Audio Formate. Gespeichert werden kann unter folgenden Formaten: WAV, AIFF, GSM, MP3, OGG-VORBIS, FLAC, MP2 sowie wiederum nach Konfiguration des FFMPEG Moduls auch noch unter M4A, AC3, AMR und WMA.

Es bietet sich an den LAME MP3 Codec aus dem Netz herunterzuladen und dieses in das Hauptverzeichnis von Audacity zu kopieren, ansonsten kann Audacity das MP3 Format nicht nutzen.

Hier ist der Link zum Download des aktuellen LAME MP3 En- und Decoders: LINK

Audacity Freeware Audio Editor
Audacity Bearbeitungsfenster mit einer Stereo MP3 Datei und geöffnetem Beat Finder sowie einer importierten Midi Datei. Zum vergrößern bitte ins Bild klicken.

Ich habe Audacity einmal auf die Probe gestellt und 13 Tracks im WAV Format für ein kleines DANCE Musik Stück eingespielt, dazu habe ich Steinbergs SEQUEL genutzt, dann habe ich Track für Track als Audiofile exportiert um diese dann in Audacity zu laden.

Dies sorgte auch direkt für eine kleine Überraschung, bequem wie man nun mal ist dachte ich mir ich markiere alle 13 WAV Dateien und öffne diese dann gemeinsam in Audacity, das ging insofern leicht daneben das ich danach 13 offenen Audacity Fenster hatte und ärgerlicher Weise beim schließen eines jeden einzelnen Fensters bestätigen mußte das ich die jeweilige Datei nicht speichern wolle.

Ich habe dann noch einen kleinen Blick auf die weiteren Optionen geworfen und den Punkt IMPORT gefunden, Audio Datei ausgewählt, alle Files nochmal markiert, so schnell gebe ich ja nicht auf, und so hat es dann funktioniert, es dauerte einen Moment aber dann waren alle 13 Dateien in Audacity geladen.

Ein Klick auf Play zeigte dann auch das die Audio Applikation ohne Probleme in der Lage war alle Dateien gemeinsam ohne Aussetzer wiederzugeben.

Audacity Freeware Audio Editor
Audacity mit 13 WAV Spuren, teilweise vertikal verkleinert.

Was leider nicht funktioniert hat und ich schätze das es daran liegt das sich die Version 1.3.7 noch im Beta Status befindet, werde wohl gleich mal eine Mail an Audacity verfassen, ist das Einbinden von VST Effekten und Instrumenten (ich konnte nicht testen ob Audacity auch VST Instrumente wiedergeben kann) via VST-Bridge.

VST-Bridge wird auf der Website von Audacity für genau diesen Zweck zum kostenfreien Download angeboten, ich mußte es wieder löschen da das Programm Audacity mit installiertem VST-Bridge nicht starten wollte stattdessen startete mein Visual Studio Debugger und teilte mir einen Fehler im Code der audacity.exe mit.

Also wieder raus mit der VST-Bridge und alles andere lief wieder.

Das rudimentäre Funktionen wie Marker setzen, aufteilen, Stille entfernen, Ein und Ausfaden enthalten sein würden war mir ja irgendwie klar, ich war allerdings noch etwas verbittert ob dem Umstand das ich die VST-Bridge nicht ans laufen bekommen habe.

Nun so schlimm war das jedoch garnicht denn Audacity bringt reichlich Effekte mit, vom Kompressor, Phaser, Vocoder, Equalizer, Pitch Shifter, Delay bis zum Reverb ist alles in guter Qualität vorhanden. Zudem gibt es noch reichlich Restaurations-Werkzeuge wie Denoiser, Declicker, Leveller, Normalizer usw.

Audacity mitgelieferte EffekteDie Liste der in Audacity mitgelieferten Effekte.

Die Effekte habe ich direkt auf einigen der Spuren ausprobiert und festgestellt das die Aufmachung der Effekte zwar sehr zweckmässig ist aber nicht sonderlich schön, schaut euch dazu mal das neue Bootsy bootEQ mkII VST Plug an, ich habes es noch nicht gehört aber ich will es haben 🙂 , kommen wir wieder zurück aufs wesentliche, die Effekte klingen und nach ein wenig Einarbeitungszeit machen sie wirklich Spaß, gefehlt haben mir allerdings ein paar Presets zum probieren.

Audacity Freeware Audio Editor
Hier sehen wir den Audacity Kompressor auf der Main Drumspur.
Audacity Freeware Audio Editor
Dies ist der Audacity Equalizer auf einer Tablas Spur.

Interessant sind auch die Analyse Funktionen des Programms leider sind diese nicht immer für den gesamten Audio Part einsetzbar, es werden nur die ersten 23,8 Sekunden berücksichtigt es sei denn man wählt eben einen Teil in diesem Umfang an anderer Stelle des Parts.

Sicherlich von Nutzen ist der Export der Analyse in eine Textdatei, so kann man dann den jeweiligen Pegel pro Frequenzband überprüfen.

Audacity Freeware Audio Editor Frequenzanalyse
Analyse Funktionen von Audacity.

Die Midi Import Funktion von Audacity ist mir noch nicht ganz klar geworden, da ich nirgendwo eine Midi-Einstellmöglichkeit in den Preferences gefunden habe, das werde ich aber noch einmal in Angriff nehmen wenn die VST-Bridge funktioniert, denn sollten auch Midi Aufnahme und Wiedergabe möglich sein haben wir hier eine richtige Digital Audio Workstation kurz DAW vorliegen die viel leistet und nichts kostet.

Bisher wurde Audacity hauptsächlich von vielen Podcastern genutzt, ich hoffe das wir Musiker auch Interesse an diesem fantastischen plattformunabhängigen Produkt finden werden.

Fazit: Absolut empfehlenswert!

Hier ist der Link zum Hersteller: LINK

Und hier als Klangbeispiel das kleine DANCE Stück das ich zum Testen gebaut hatte:

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