Neues Update ABLETON LIVE 11.1

Das Jahr 2022 beginnt bereits im Februar mit einem kostenlosen Update. Ableton Live 11.1 steht ab sofort zum Download bereit. Durch die Aktualisierung ist Ableton Live 11 ab sofort auch mit Apples M1-Chips kompatibel.

Das neue Update kommt mit weiteren kleineren Verbesserungen: Der Shifter-Effekt wurde um einen Modus für monophones Echtzeit-Pitch-Shifting, ein Delay, eine Hüllkurven-Sektion, einen LFO sowie einer Glide-Funktion erweitert.

Ableton Live enthält in der neuen Version 11.1 jetzt zwei neue Anwendungen für Max for Live. Mit Align Delay können Latenzen kompensiert werden. Shaper MIDI erstellt Modulationsdaten, die MIDI-Performances noch mehr Ausdruck verleihen. Zudem wurden die Comping-Funktion und das Clip-Handling optimiert.

Update Ableton Live 11.1

Update Ableton Live 11.1 neue Funktionen und Verbesserungen

Native Apple Silicon-Unterstützung

  • Live 11.1 fügt native Unterstützung für Apple M1-Computer hinzu.

Verbesserungen der Anordnungsansicht

  • Es kann nun die linke Pfeiltaste verwendet werden, um von einer Automationsspur zu navigieren oder die Spur zur Hauptspur zu nehmen. Dadurch werden auch die Spuren gefaltet. Die linke Pfeiltaste dient jetzt dazu, um von Spuren in einer Gruppe zur Hauptspur der Gruppe zu navigieren.
  • Die Tastenkombination „Pfeil links/rechts“ wurde zum Infotext der Titelleiste der Arrangementspur hinzugefügt. Die Verknüpfung faltet/entfaltet die Spur.
  • Der Shortcut „Pfeil links/rechts“ wurde dem Infotext „Toggle Additional Automation Lanes“ hinzugefügt. Die Verknüpfung faltet/entfaltet zusätzliche Automatisierungsspuren.

Browser

Ableton Lives Browser wurde ein neues Geräte-Symbol hinzugefügt:

  • Wenn Sets im Browser angezeigt werden, erscheint ein Gerätesymbol für Geräteketten auf einer Spur, die mindestens ein Gerät enthalten.
  • Wenn ein Live-Set im Browser erweitert wird, entweder aus dem Ordner „Aktuelles Projekt“, aus dem Ordner „Templates“ oder aus einem Ordner mit Sets, die Sie in „Orte“ hinzugefügt haben, könnt Ihr die Spuren im Set aufklappen, um ihre Geräteketten anzuzeigen. Diese Ketten können dann per Drag-and-drop oder per Doppelklick auf die Kette in das aktuell geöffnete Set gezogen werden. Die Geräteeinstellungen aus dem ursprünglichen Set werden beibehalten, aber keine zuvor aufgezeichnete Automation.

MIDI aufnehmen

  • Wenn im ersten erfassten MIDI-Clip (in einem leeren Set mit gestopptem Transport) der erkannte Loop acht Takte oder weniger lang ist, wird die erste gespielte Note als Beginn des Loops betrachtet.
  • Wenn im ersten aufgenommenen MIDI-Clip nur eine Note gespielt wird (in einem leeren Set mit gestopptem Transport), werden die Loop-Grenzen auf Notenanfang und -ende gesetzt und das Tempo entsprechend berechnet, was zu einer Eins, Zwei, Vier führt , oder Achttakt-Loop. Dies ist besonders nützlich, wenn Ihr ein rhythmisches Sample mit einer einzelnen MIDI-Note einspielt.
  • In der Session-Ansicht verwenden neu aufgenommene Clips jetzt die Einstellung „Adaptives Raster: Schmal“ anstelle von „Festes Raster: 1/16“.

Clip-Ansicht

Responsive Optionen für die Clip-Ansicht hinzugefügt

  • In der Clip-Ansicht werden alle Clip-Eigenschaften jetzt in Bedienfeldern/Registerkarten statt in separaten Bedienfeldern angezeigt. Die Eigenschaften der Clip-Ansicht können vertikal angeordnet werden, indem der Mauszeiger vom Rand des Clip-Ansicht-Bedienfelds neben dem Sample-Editor/MIDI-Noten-Editor nach links bewegt wird.
  • Die Eigenschaften der Clip-Ansicht können auch automatisch angeordnet werden, wodurch je nach Höhe des Bereichs der Clip-Ansicht zwischen horizontaler und vertikaler Ansicht umgeschaltet wird. „Fenster der Clip-Ansicht automatisch anordnen“ aus dem Menü „Ansicht“, dient dazu diese Option zu aktivieren.
  • Wenn die Bedienfelder der Clip-Ansicht vertikal angeordnet sind, können die einzelnen Registerkarten (z. B. Clip, Audio, Hüllkurven usw.) mithilfe des Pfeilsymbols rechts neben der Registerkarten-Kopfzeile ein- und ausgeblendet werden.
  • Wenn die Bedienfelder der Clip-Ansicht vertikal angeordnet sind, können die einzelnen Registerkarten (z. B. Clip, Audio, Hüllkurven usw.) mit den Pfeiltasten nach links/rechts ein- und ausgeklappt werden.
  • Sample-Informationen für Audioclips (z. B. Sample-Name, Sample-Rate usw.) werden auch in der Clip-Ansicht angezeigt und erscheinen in den vertikalen/horizontalen Ansichtsmodi unterschiedlich.
  • Auf die Clip-Ansichtsfenster kann jetzt über Tastenkombinationen zugegriffen werden. In MIDI-Clips wechselt ALT + 1 zum Bedienfeld „Noten“, ALT + 2 zum Bedienfeld „Hüllkurven“ und ALT + 3 zum Bedienfeld „Note Expression“. In Audioclips wechselt ALT + 1 zum Audiobereich und ALT + 2 zum Hüllkurvenbereich.
  • Die Clip-Ansicht kann mit der Tastenkombination STRG+ALT+E (Win) / CMD+OPT+E (Mac) oder dem Menüeintrag „Expand Clip Detail View“ auf die maximale Höhe umgeschaltet werden.
  • Der gewählte Responsive Clip View-Modus wird jetzt in Lives Preferences.cfg-Datei gespeichert.
  • Wenn mehrere Audioclips ausgewählt sind, werden die Sample-Eigenschaften (Samplerate, Bittiefe und Kanalanzahl) für alle Samples in der Clip-Ansicht angezeigt. Wenn ein Wert nicht für alle Samples gleich ist, wird das Zeichen „*“ angezeigt. In der Clip-Ansicht sind nun auch die Gesamtzahl der ausgewählten Samples sichtbar.
  • Der Pitch-Regler ist jetzt kleiner und der Gain-Schieberegler wurde vergrößert.
  • Beim Umschalten zwischen Bedienfeldern in der Clip-Ansicht mit den Tastenkombinationen ALT + 1/2/3 wird die Bedienfeld-Kopfzeile ausgewählt, zu der gewechselt wurde.
  • Wenn die Clip-Ansicht horizontal angeordnet ist, wenn Live zum ersten Mal geöffnet wird und entweder der Audio- oder der Notizen-Reiter ausgewählt ist, bleiben die entsprechenden Bedienfelder sowohl in den Audio- als auch in den MIDI-Clips aufgeklappt, wenn zur vertikalen Anordnung der Clip-Ansicht gewechselt wird.

Comping

  • Ihr könnt nun ausgewählte Take-Bahnen mit den Tastaturkürzeln CMD + D (Mac) / STRG + D (Win) duplizieren oder mit der rechten Maustaste auf die Überschrift der Take-Bahn klicken und „Duplizieren“ auswählen.
  • Das Ändern der Farbe eines Clips in einer Take-Bahn ändert die Farbe des entsprechenden Clips in der Hauptbahn der Spur und umgekehrt. Auf den aktualisierten Clips werden in bestimmten Fällen Aufteilungen erstellt, wenn sich die Beziehung zwischen anderen Highlights auf verschiedenen Clips ändert.
  • Die horizontalen Linien, die mehrere Take-Bahnen trennen, stimmen mit der Farbe der Clips überein, die sich in diesen Bahnen befinden.
  • Wenn mehrere Tracks oder Take-Bahnen über die Kontextmenüoption umbenannt werden, erscheinen diese im Bearbeitungsfeld, wenn mit der rechten Maustaste auf einen Track oder eine Take-Bahn geklickt wird.

Control Surfaces (Midi Controller)

  • Beim Navigieren zwischen Geräten auf einem ausgewählten Track mit dem PreSonus ATOM SQ können Sie jetzt zwischen den Geräten blättern, indem Sie die Navigationstasten gedrückt halten.
  • Wenn in einer UserConfiguration.txt-Datei ein ungültiger CC-, Noten- oder Kanalwert verwendet wird, kann das zugehörige User Remote Script trotzdem geladen werden.

Core-Bibliothek

  • Frequency Shifter-Voreinstellungen sind weiterhin in Core Library/Devices/Audio Effects/Legacy/Frequency Shifter verfügbar

CPU-Meter

Das Dropdown-Menü der CPU-Anzeige kann jetzt so angepasst werden, dass Folgendes angezeigt wird:

  • sowohl die durchschnittliche als auch die aktuelle CPU-Auslastung
  • nur die Durchschnittsstufe, wobei die aktuelle Stufe ausgeschaltet ist
  • nur das aktuelle Niveau, mit ausgeschaltetem Durchschnittsniveau
  • Alternativ kann der CPU-Meter auch komplett abgeschaltet werden.
  • Standardmäßig zeigt Live das aktuelle Level nicht an; Es muss über das Dropdown-Menü aktiviert werden.

Interface

  • Ihr könnt nun die linke und rechte Pfeiltaste verwenden, um überall in Live zwischen Optionsfeldern zu wechseln. Wenn Ihr mit den linken und rechten Pfeiltasten zwischen Optionsfeldern auf einem Gerät wechselt, das sich in einem Rack befindet, könnt Ihr mit den linken und rechten Pfeiltasten wieder zwischen den Geräten im Rack wechseln, indem Ihr die ESC-Taste drückt.
  • In der Session- und Arrangement-Ansicht haben die Monitor-Optionsfelder jetzt einen Standardzustand, der wiederhergestellt werden kann. Wenn der In/Out-Bereich erweitert ist, könnt Ihr die Entf-Taste drücken, um die Monitor-Optionsfelder auf die Standardeinstellungen zurückzusetzen („Aus“ für Audiospuren und „Auto“ für MIDI-Spuren). Auf diese Option kann auch über die Menüoption „Zurück zur Standardeinstellung“ im Menü „Bearbeiten“ zugegriffen werden.
  • Die Dialogschaltflächen für die Quantisierungseinstellungen im MIDI-Noteneditor zeigen nun „Anwenden“ und „Schließen“ an, anstelle von „OK“ und „Abbrechen“.
  • Deaktivierte Gerätetitelleisten sind in allen Live-Designs gut lesbar, auch wenn das Gerät ausgewählt ist.
  • Auf dem Mac zeigt der Mauszeiger jetzt einen Pfeil an, der in eine einzige Richtung zeigt, wenn er mit der Maus über geteilte Ansichten fährt, deren Größe nur in eine Richtung geändert werden kann.
  • Wenn ein Auto-Update nicht heruntergeladen werden kann, wird in der Statusleiste eine Fehlermeldung angezeigt.
  • Dem Optionsmenü wurde ein neuer Eintrag „MIDI Envelope Auto-Reset“ hinzugefügt:
  • Wenn diese Option aktiviert ist, werden bestimmte MIDI-Steuermeldungstypen, die für einen bestimmten Clip nicht automatisiert sind, am Anfang eines neuen Clips automatisch zurückgesetzt.
  • Hinweis: Für Benutzer, die absichtlich gegen dieses Verhalten arbeiten, führt die Aktivierung dieser Änderung dazu, dass sich entsprechende Live-Sets anders verhalten.
  • In Live 11.0.5 ist „MIDI Envelope Auto-Reset“ standardmäßig deaktiviert.
  • In Live 11.1 ist „MIDI Envelope Auto-Reset“ standardmäßig für neue Sets aktiviert und in älteren Sets standardmäßig deaktiviert.
  • Diverse Infotexte aktualisiert.
  • Einige Hilfeansicht-Lektionen wurden aktualisiert.
  • Unterstützung für Tastenkombinationen auf französischen Tastaturlayouts für macOS-Versionen 10.14 und älter hinzugefügt. Auf Tastenkombinationen mit Ziffern kann zugegriffen werden, ohne dass die Umschalttaste gedrückt werden muss, um auf die Zifferntasten zuzugreifen.

Max for Live

  • Aktualisierung des Max-Builds auf Version 8.2.1.
  • Der Max for Live-API wurden Link-Funktionen hinzugefügt.
  • Ihr könnt nun mit der Python-API oder der Max for Live-API auf die IDs neu erstellter Notes zugreifen.
  • Mit der Python-API oder Max for Live ist es möglich, ein Wörterbuch aller Noten in einem MIDI-Clip zu erhalten.
  • Es ist jetzt möglich, select_notes_by_id für ein Clip-Objekt in Max for Live aufzurufen und dabei eine Liste von Noten-IDs zu übergeben. Dadurch werden nur die Notes ausgewählt, die die bereitgestellten IDs haben.
  • Benutzer können nun die average_process_usage, peak_process_usage und performance_impact eines Tracks über Max for Live abrufen und beobachten.
  • Wenn Max nicht geladen werden kann, wird eine Fehlermeldung angezeigt, die einen Link zu einem Knowledge Base-Artikel enthält, in dem mögliche Ursachen für das Problem und Schritte zu seiner Lösung erläutert werden.
  • Die Fehlerberichterstattung im Max-Fenster ist konsistenter.
  • Vier neue Themenfarben sind in Max for Live verfügbar.
  • amxd~: ‘realtime_params’ attr für Echtzeitberichte von Parameterdaten von Outlets
  • Dynamische Farben: Möglichkeit, einen Namen zu verwenden, der auf eine dynamische Farbe verweist (folgt Live- oder Max-Farbdesigns)
  • live.adsr~ / live.adsrui: neue Objekte

Preise und Verfügbarkeit

Ableton Live 11.1 ist ab sofort erhältlich. Besitzer:innen einer Live-11-Lizenz können sich das Update kostenlos über ihren Ableton-Account herunterladen.

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