Audio Plugins, die Flut, ist die noch zu bändigen?

Ich schreibe ja viel über Audio Plugins für die Musik Produktion und ich teste auch alles selbst, es macht mir Spaß und es sind wirkliche Perlen darunter, nur was passiert, wenn der VST Ordner prall gefüllt ist und wir nicht mehr durchblicken?

Gehen wir erstmal davon aus das eine DAW (digital Audio Workstation) schon vorhanden ist, dies mag Cubase oder Logic sein oder auch Reaper, egal diese Audio/ Midi Sequenzer kommen ja fast alle schon mit zumindest den Brot und Butter Plugins, wie Synthesizer, Reverb, Delay und Sampleplayer.

Selbst MACAW ein wirklich guter Freeware Audio Sequenzer hat einen Sampleplayer mit General Midi Sounds und Effekte wie Hall und Delay mit an Bord. Also stellt sich hier erstmal die Frage, was benötige ich denn zusätzlich?

Nehmen wir mal Steinbergs Cubase 5 , da ist alles dabei selbst Tonhöhenkorrektur oder ein sehr gutes Reverb sind enthalten. Eigentlich ist man also voll ausgestattet aber dies und das könnte man ja dann doch noch brauchen, eine Moog Emulation wie zb. der Memorymoon oder ein fettes Chor Plugin wie das Quantum Leap Symphonic Choirs Plugin.

Okay, bis hierhin ist, alles noch in Ordnung nun sehen wir aber zum Beispiel das es von VarietyOfSounds ein wirklich tolles Reverb namens EpicVerb gibt, um es zu testen, muss es erst einmal in den VST Ordner kopiert werden, das Plugin ist wirklich gut und zudem noch Freeware.

Dann kommt noch der Pushtec Equalizer dazu, auch wirklich klasse und Freeware, nun gut so sammelt sich einiges an.

Die beiden oben genannten Plugins setze ich selbst gerne ein und möchte sie auch nicht mehr missen aber, das ist jetzt mal auch egal, ob es gekaufte Plugs sind oder Freeware Plugins, irgendwann läuft der Ordner voll.

20 bis 40 Plugins, es wird langsam kritisch.
20 bis 40 Plugins, es wird langsam kritisch.

Denn nun sind wir damit beschäftigt erst einmal das richtige Plugin zu finden, um eine Idee aufzunehmen und diese Zeit geht uns erst einmal flöten, bis wir dann kreativ werden können, OK, wenn klar ist welches Plugin, wir für welche Aufgabe benötigen, wird es noch kein Problem geben, allerdings wenn wir mehrere Plugins haben die für die gleiche Aufgabenstellung genutzt werden können, dann wird es da auch schon kritisch, der ProteusXS ein hervorragender Sampleplayer und der Halion Sampleplayer der bei Cubase mitgeliefert wird, könnten uns also schon vor genau dieses Problem stellen.

Mehr als 50 Plugins, blick Ihr da noch durch?
Mehr als 50 Plugins, blick Ihr da noch durch?

Und wenn der VST Ordner erstmal richtig pralle voll ist, haben wir auch noch ein anderes Problem, es dauert ewig, bis die Audio Anwendung in dem Fall unsere HOST Anwendung startet, letztens war es bei mir so das, wenn ich Acoustica Mixcraft 4.5, das ich auf einem meiner Laptops installiert habe, startete ich nicht nur eine Tasse Kaffe trinken konnte, Nöh ich hatte das Gefühl, ich könnte den Kaffee in der Zeit anbauen, ernten, rösten, lagern, mahlen und zubereiten.

Also bin ich hergegangen und habe aufgeräumt, klar ich habe die Plugins nicht forever gelöscht, sondern alle in ein Verzeichnis außerhalb meines VST Ordners gespeichert, nun war die nächste Aufgabe Ordner nach Kategorien anzulegen und die Plugins dort abzulegen, sodass ich, wenn ich dann doch mal nicht fündig werde in meiner nun arg geschrumpften Pluginauswahl im VST Ordner, darauf zugreifen kann.

Mehr als 100 Plugins, jetzt habt Ihr alles aber die Kreativität leidet.
Mehr als 100 Plugins, jetzt habt Ihr alles aber die Kreativität leidet.

Also ich bin der Meinung, dass es überhaupt nichts bringt sich mit Audio Plugins zu zu nageln, besser ist die Vorgehensweise: Die guten ins Töpfchen die schlechten ins Kröpfchen, und die bei denen man sich nicht sicher ist erstmal auslagern.

Problematisch wird es natürlich, wenn Ihr schon ein Plugin in einem Projekt verwendet habt und dieses Projekt noch einmal bearbeiten möchtet, deshalb schlage ich hier vor zu jedem Projekt ein Information abzulegen, in dem auch steht, welche Plugins eingesetzt wurden und wo diese im Zweifelsfalle zu finden sind.

Meine Songideen nehme ich übrigens meist mit einem Audio Sequenzer auf der mit Plugins gar nichts anfangen kann, ich nutze dazu Steinbergs Sequel 2, denn damit komme ich da gar nicht erst in die Versuchung herum zu experimentieren. Der Vorteil ist die Musik steht absolut im Vordergrund und netterweise kann man die so erzeugten Projekte dann auch wunderbar in Steinbergs Cubase 5 importieren, ich glaube auch Cubase 4 kann Sequel 2 Projekte lesen.

Und dann zum Schluss kann ich andere Plugins einsetzen, wenn ich mag, aber wie gesagt ich habe, um die Kreativität wieder etwas zu steigern ordentlich ausgemistet!

So sei es nun jedem selbst überlassen, ob er sich mit Plugins zuschüttet oder nicht, die Musik sollte jedoch das wichtigste sein und es ist auch Sch**ßegal ob das eine Plugin eine etwas bessere Auflösung hat oder nicht, das ist wirklich nicht so immens wichtig wie das Musizieren an sich, denn wer sich die meiste Zeit mit der Technik beschäftigen muss dem fehlt einfach die Zeit spontan zu sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Ein Gedanke zu “Audio Plugins, die Flut, ist die noch zu bändigen?”

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen