Narcotic Multi-Effekt von Lunatic Audio

Multi-Effekte gibt es schon einige… Mit Narcotic schickt Lunatic Audio einen sehr schick aussehendes neues Plugin ins Rennen. Die moderne Oberfläche und die Animation des großen XY-Pads und des Mix-Knobs finde ich schon mal beeindruckend, interessant sind aber vor allem die inneren Werte. 

Narcotic GUI
Narcotic GUI

32 Effekte, von denen jeweils sechs verwendet und in Serie geschalten werden können klingt nach einer breiten Ausgangsbasis. Die eher modischen Namen verraten oft nur Ahnungshalber, was sich konkret dahinter verbirgt (Funk, Steroid, Multiverse, Toxins…), aber so rein nach Gehör kochen sie auch nur mit Wasser und es sind die üblichen Verdächtigen klassischen Effekte kombiniert, andere wie Kompressor, Filter, Stutter, Pitch Drift sind eindeutiger. 

Was wirklich heraussticht, ist, dass fast jeder Parameter jedes Effekts über einen eigenen Step-Sequenzer moduliert werden kann. Das sind eine Menge Sequenzer und jeder verfügt auch noch über eigene Presets, die man bearbeiten, speichern und sogar auf der Ebene des Dateisystems austauschen kann. Die Sequenzer können bis zu 64 Schritte in verschiedenen Einheiten haben, natürlich synchron zum Host. Soweit ich dem Manual entnehmen kann ist es nur möglich allgemein über einen Slider einzustellen, wie hart oder weich der Übergang zwischen den Steps ist, auch die Formen kann man wohl nur auswählen, jedoch nicht selbst gestalten wie bei den entsprechenden Plugins von Cableguys zum Beispiel. 

Narcotic Step Sequenzer
Narcotic Step Sequenzer

Zusätzlich kann jeder modulierbare Parameter mit den X oder/und Y Achsen des XY-Pads auf der Frontseite verbunden werden, mit eigenem Range, in dem diese zusätzliche Modulation stattfinden soll. Das Pad wird dann über zwei Sequenzer animiert, die zu denen der Parameter-Sequenzer identisch sind.  

Narcotic XY-Pad
Narcotic XY-Pad

Abgesehen von den Sequenzer-Presets für jeden Parameter gibt es allgemeine Presets für jeden Effekt und Master-Presets für das ganze Plugin. Hier werden wirklich konsequent die Möglichkeiten flexibel für jeden Bereich Presets bereitzustellen oder selbst welche dafür zu machen ausgeschöpft, was die vielen Features des Programms deutlich zugänglicher macht. 

In dem untersten Bereich der Oberfläche sind einige Regler für generelle Einstellungen für die Sequenzer zu finden, die den Sound direkt deutlich beeinflussen können. 

Ein Zufallsgenerator für die Parameter, der aus den vorhandenen Presets Teile zusammenmischt ist hinter den goldenen Pilzen in der Kopfzeile verborgen – was wiederum einen losen Bezug zum Plugin-Namen herstellt.

Generell ist das, was man mit Effektketten dieser Art auf einem Sound erreichen kann allgemein immer letztendlich ähnlich, man hört hier nichts neues. Jedoch sind die Modulationsfähigkeiten des Programms aussergewöhnlich, damit kann ordentlich Bewegung in das Geschehen gebracht und die vielen Effekte können damit sehr präzise und flexibel gestaltet werden, was ich so noch nicht gesehen habe. 

Narcotic ist zu einem um ein Drittel reduzierten Einführungspreis für 99 $ bis zum 27. September 21 zu bekommen.  

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