Neue Wege gehen, die Teufel Omniton 202 für die Musikproduktion?

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Um den Sound einer Audio Produktion beurteilen zu können benötigt man möglichst neutrale, dynamische und fein auflösende Abhörlautsprecher, diese sind meist teuer, hier zeige ich eine Alternative auf, die Teufel Omniton 202.

Der Studio Standard und alte Gewohnheiten
Die Yamaha NS10 M ist die meist gesehene Monitorbox in den Tonstudios dieser Welt, achtet mal darauf eigentlich findet sie sich in jedem Tonstudio wieder, der Grund dafür ist der Klang der nicht unbedingt besonders neutral oder super hochauflösend ist, nein unter Tontechnikern gab, oder gibt es wohl auch noch, die Weisheit das jenes Audiomaterial was auf den NS10 M gut klingt dann auch später überall gut klingt.

Das Geheimnis der Kombinationen
Ich besitze seit unheimlich langer Zeit, aus meinem ersten Tonstudio, dem Klangwerk in Hagen (Westf.), noch ein Pärchen NS10M von Yamaha, die ich mangels Endstufe, die Anschaffung ist in Planung, mit meiner Revox A77 als Verstärker betreibe.

Diese Kombination ist für mich traumhaft gut, denn der Verstärker der in der Revox A77 eingebaut wurde ist von Revox typischer hervorragender Qualität und die Yamaha NS10M passen hervorragend dazu. Nun es ist klar, die Zeit ist nicht stehen geblieben und heute gibt es wirklich ganz hervorragende Studio Monitor Boxen, das Problem ist das diese Abhören meist auch ein gewaltiges Loch in die Musikerkasse reissen.

Wenn absolut professionell gearbeitet wird, dann kommt man kaum darum herum auf ein teueres Pärchen von Studio Monitorboxen zuzugreifen, dies ist genau das gleiche wie bei den Mikrophonen, wer amtlich produzieren will der benötigt auch amtliches Equipment, bei den Lautsprechern zum Beispiel Adam, Genelec, Yamaha oder Auratone um nur einige zu nennen, bei den Mikrophonen darf es sicherlich dann ein Neumann, Sennheiser, Schoeps oder AKG sein.

Yamaha NS10M der Studio Klassiker schlechthin

Schon haben wir den Wert eines Klein oder Mittelklasse Pkw`s investiert, für die Musikproduktion als Hobby oder die semiprofessionelle Arbeit im Audiosektor ist das natürlich für die meisten nicht machbar, ich weiss recht genau was man mit Kleinproduktionen verdienen kann, wenn noch etwas übrig bleiben soll muss man schon ein wenig vorsichtig mit den Investitionen umgehen.

Und hier sind wir beim Punkt, für diejenigen die zu ihrem eigenen Vergnügen Musik produzieren reicht meist sogar schon ein Hifi Boxen Set aus, an meinem Audio Rechner Nummer 2, also dem kleinen IBM, habe ich eine NONAME Kombination aus einem aktiven Subwoofer der eigentlich für ein Surround Beschallungssystem gedacht war und zwei 2 Wege Bassreflex Lautsprecher Boxen, die von einer Mini Hifi Anlage von Conrad stammen, auch hier macht es mal wieder die Kombination es klingt, nein weder neutral noch mit besten Messwerten behaftet aber wenn es auf dieser Abhöre schlecht klingt dann klingt es auch woanders nicht gut.

Wenn es ans Mastering geht dann mache ich ja sowieso auf Audiorechner No 1 weiter und da waren bisher die Yamaha NS10M meine Referenz, kleiner Tipp dazu, wenn ich denke ich bin fertig mit dem Mastering dann brenne ich mir eine CD und hör mir mein Werk auf allen Anlagen im Haus und in allen zur Verfügung stehenden Fahrzeugen an.

Äh, hallo! War da nicht irgendwas mit Teufel Omnitons? Komm zum Punkt!
Uupps, Sorry aber ich habe den Faden längst nicht verloren, Ok die Einleitung war ein wenig lang aber nötig 🙂

Durch Recherchen im Internet bin ich auf die Teufel OMNITON 202 aufmerksam geworden und zwar über diese Kundenrezension von DJ Andrew bei Amazon: www.amazon.de

Die Firma Teufel war mir schon länger bekannt, Teufel stellt hochwertige Lautsprechersysteme her und vertreibt diese meist direkt, das Sortiment ist vielseitig und geht weit hinein in den Highend Bereich, zudem ist Teufel auch auf Surround Systeme spezialisiert.

DJ Andrew schreibt also bei Amazon das die Omniton 202 bei Ihm für die Studio Produktion genutzt wird und er ist absolut begeistert, dies war für mich der Anlass einmal genauer nachzuhaken zudem Teufel selbst auf der Produktseite der Omniton 202 Boxen das Wort Musikproduktion als Einsatzzweck erwähnt.

Nach nicht langer Wartezeit, ich habe direkt bei Teufel bestellt und das hat ganz hervorragend geklappt, eine Woche hat es nur gedauert und ich wohne nicht in Deutschland sondern in Spanien, hatte ich das Pärchen hier.

Die als Allroundboxen bezeichneten Omniton 202, (Die Bezeichnung Omni gibt dies schon her Latein: Omnis = Alles), sind nicht nur im Partykeller oder im professionellen Einsatz in Gaststätten gut aufgehoben, die Omniton 202 ist so konzipiert worden das sie selbst für den Outdoor Einsatz taugt, also auch die nächste Grill Fete kann damit beschallt werden, selbst wenn diese dann durch Regen ins Wasser fällt und wieder Erwarten etwas Wasser in die Omniton 202 gelangen sollte, haben die Ingenieure von Teufel mit einem Wasserablassstopfen vorgesorgt.

Teufel Omniton 202 Vorderansicht

Technik
Die stabilen aus Kunstoff gefertigten Boxen bieten ein wertiges Erscheinungbild, das Gehäuse mutet in keinster Weise billig an so wie man es von einigen Produkten aus Fernost kennt, die Boxen sind stabil und haben Schutzkanten, an der Hinterseite ist zudem ein Tragegriff implementiert.

Die Zweiwege Bassreflex Box verfügt über ein Volumen von 4,5 Litern, der 5 Zoll, (130 mm) Tieftöner bietet erstaunlich präzise und für diese Gehäusegröße fast unglaublich tiefe Bässe, der 1 Zoll, (25 mm) Gewebehochtöner öffnet quasi den Vorhang, ich will sagen er klingt nicht aufdringlich jedoch sehr klar und transparent, der maximale Schalldruck der Omniton 202 liegt bei 102 db, die maximale Belastbarkeit im Dauerbetrieb wird mit 60 Watt angegeben, die Impulsbelastbarkeit liegt bei 120 Watt.

Höreindruck
Nach dem ich die Omniton 202 an die Strippen, an denen zuvor die NS10M gehangen haben, angeschlossen habe kam die erste Überraschung, es ist fast magisch die Omnitons klingen viel größer als sie sind, die Boxen erzeugen eine volles und sehr dynamisches Klangbild das auch nach längerem hören in keinster Weise ermüdet, ausserdem hörte ich beim abspielen einiger laufenden Produktionen Details heraus die ich vorher so noch nicht erkannt habe, sollt DJ Andrew etwa doch Recht haben?

Ja, hat er und zwar uneingeschränkt, die Teufel Omniton 202 bietet für den Einsatz in der Musikproduktion als passiver Abhörmonitor genügend Detailreichtum und eine hervorragende Pegelfestigkeit, selbst Bässe werden Dank dem ausgefuchsten Bassreflexsystem, der Bassreflex Kanal endet im Tragegriff hinten, präzise und satt wiedergegeben, in den Mitten punktet die Omniton durch eine sehr gute Ortbarkeit der Instrumente und im Hochtonbereich ist sie weder zu aufdringlich noch zu muffig.

Teufel Omniton 202 Rückansicht

Da Qualität ja bekanntlich von quälen kommt habe ich die Omnitons von Teufel nun ersteinmal einem Härtetest unterzogen, mein Sohnemann hatte die richtigen Dance Titel dazu und ich habe aufgedreht, es ist erstaunlich wie lange es dauert bis die Omnitons anfangen zu zerren, das Klangbild bleibt auch bei hohem Pegel erstaunlich homogen.

Nach der Dance Tortur bin ich hergegangen und habe noch selbst etwas gemeines zusammen gemischt, ein sehr tiefer Subbass Sound gepaart mit darauf folgendem heftigen Schlagzeug Klängen, den Sub Bass konnten die Teufel Omniton nicht ganz bis unten wiedergegeben das darauf folgende Schlagzeug mit Bassmuster bereitete jedoch keinste Mühe. Ich muss dazu sagen das der Subbass Klang wirklich extrem in den Keller geht (bis auf 35 hz).

Als nächste Aktion griff ich tief in die Klassik Kiste und habe eine von Sennheiser produzierte CD eingelegt, mit dem Ergebniss das ich die Omniton 202 auch für die Wiedergabe klassischer Musik empfehlen kann, was mich aber am meisten begeistert bei diesen Lautsprechern ist die präzise Ortbarkeit, hat man erst einmal den Sweetspot gefunden dann fliegen einem die Audio Ereignisse die da gerade wiedergegeben werden nur so um die Ohren.

Die technischen Daten im Überblick:

  • Maximaler Kabeldurchmesser: 6 mm
  • Bananenstecker geeignet: Ja
  • Gehäuseoberfläche: Lack
  • Wandhalterungsbefestigung: Ja
  • Ausgleichsöffnungen: 1
  • Ausgleichsöffnung (Position): hinten, oben
  • Front-Abdeckung abnehmbar: Ja
  • Gehäuseaufbau: Bassreflex
  • Gehäusematerial: PE + Mica
  • Netto-Innen-Volumen: 4,50 l
  • Tieftöner (Anzahl): 1
  • Tieftöner (Durchmesser): 13 mm
  • Hochtöner (Anzahl): 1
  • Hochtöner (Durchmesser): 25 mm
  • Hochtöner (Material): Gewebe
  • Tieftöner (Material): PP
  • Impedanz: 4-8 Ohm
  • Maximaler Schalldruck (dB/1m): 102
  • Impulsbelastbarkeit (IEC – Short Term): 120 W
  • Dauerbelastbarkeit (IEC – Long Term): 60 W
  • Empfindlichkeit (2.83 V / 1 m): 90 dB
  • Gewicht: 2,80 kg
  • Höhe: 24,50 cm
  • Breite: 18 cm
  • Tiefe: 20,50 cm

buenasideas-tippFAZIT: Die Omniton 202 Lautsprecherboxen von Teufel sind wirkliche Allrounder, das sie selbst im Homerecording bei der Musikproduktion eine gute Figur abgeben spricht für die ausserordentliche Qualität dieser Boxen, dessen sich Teufel absolut bewusst ist und satte 12 Jahre, (JAHRE nicht Monate!), Garantie auf das Produkt gewährt.

Im direkten Vergleich haben die Yamaha NS10M etwas mehr Bauch im Tieftonbereich können aber nicht die Transparenz und Klarheit und auch nicht die Ortbarkeit der Audio Signale im Stereo Feld bieten die für die Teufel Omniton 202 kein Problem darstellt.

Ich werde mich niemals von meinen Yamaha NS10M trennen aber nun habe ich eine alternative Abhöre gefunden die ich momentan ständig nutze, die Omniton 202 machen Spass und dass bei jedem Musikstil, das die Teufel Boxen auch noch wetterfest sind ist natürlich ein absoluter Vorteil.

Ich kann jedem nur den Rat geben sich die Omnitons einmal anzuhören denn mehr Qualität und Sound für aktuelle 169,- Euro geht einfach nicht.

Weitere Informationen sowie die Bestellmöglichkeit findet Ihr bei: www.teufel.de

Die kleinen scharzen Omnitons mit dem teuflisch guten Sound sind natürlich einen unbedingten buenasideas.de TIPP wert!

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